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Terrasse reinigen nach Auszug


15.11.2016 08:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich habe von 02/2016 bis 10/2016 eine Wohnung gemietet.

Auf den dazugehörigen Terrassen hat sich während meiner Mietzeit viel Unkraut angesammelt und die Bodenplatten sind großflächig vermoost.

Für die Beseitigung des Unkrauts und der Moosschicht; nebst Reinigung der Brüstung und es Geländers soll ich nun herangezogen werden.

Muss ich die Rechnung / Beseitigung zahlen ?
Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern die Terrassen mit zum Mietobjekt gehört haben (davon ist nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung und vorbehaltlich der Prüfung des Mietvertrages auf Abweichungen aber auszugehen), waren Sie als Mieter auch für die Reinigung verantwortlich.

Dazu gehört auch das Entfernen von Unkraut und Moos.

Denn insoweit gehört es auch zu den mietvertraglichen Nebenpflichten, eine sich im üblichen Rahmen bewegende Reinigung der Terrassenflächen vornehmen, um eben diese Außenflächen nicht verkommen zu lassen.


Etwas anderes kann sich nur dann ergeben, wenn es sich um extremen Bewuchs gehandelt hat, der bauliche Gründe (z.B. zu geringes Gefälle) hat und Sie diesen Mangel auch gerügt haben - aber dazu ist Ihrer Darstellung nichts zu entnehmen.

Sie hätten also für die Reinigung Sorge tragen müssen.


Ob Sie allerdings die Kosten tragen müssen, hängt davon ab, ob der Vermieter Sie zur Durchführung der Arbeiten unter Fristsetzung aufgefordert hat und Sie diese Frist haben verstreichen lassen.

Denn der Vermieter ist über § 281 BGB gehalten, Ihnen eine angemessene Nachfrist zur Beseitigung zu setzen. Macht er dieses nicht, obwohl die Frist möglich gewesen wäre und beauftragt er dann voreilig ein Unternehmen, müssen Sie die Kosten nicht tragen, da Sie ja auch selbst diese Arbeiten hätten vornehmen können.

So eine Aufforderung wäre nur dann entbehrlich, wenn Gefahr im Verzuge ist (was nicht eingetreten sein dürfte).oder Sie sich schon vorab ernsthaft und endgültig geweigert hätten, die Arbeiten auszuführen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg







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