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Tennisclub; vorzeitige Kündigung des Trainervertrages (Jugend)


| 22.01.2018 12:55 |
Preis: 70,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von



Die Vereinstrainer unseres Tennisvereins waren per Trainervertrag für das Jugend-/Mannschaftstraining an den Verein gebunden. Der Vertrag war auf unbestimmte Zeit geschlossen und unter Einhaltung einer Frist von 6 Wochen zum 01.04. oder 01.10. eines Jahres schriftlich kündbar. Das Recht zur fristlosen Kündigung, bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, bleibt hiervon unberührt. Das Trainerhonorar ist im Vertrag auf Stundenbasis festgeschrieben und wird vom Verein an die Trainer nach monatlicher Vorlage der Rechnung ausbezahlt. Die Trainingsgebühr der Jugend zieht auch der Verein ein.
Die Trainingssaison im Winter 2017/2018 unserer Jugend geht vom 01.10.2017 bis zum 30.04.2018
Nun hat das Trainerteam zum 31.12.2017 auf Basis eines Sonderkündigungsrecht, wegen fehlender vertrauensvoller Zusammenarbeit, gekündigt. Der Vertrag sah jedoch kein Sonderkündigungsrecht vor.
Um die Trainingsverantwortung des Vereins gegenüber der Jugend zu erfüllen, war der Verein gezwungen, für die Zeit ab 01.01.2018 bis zum 30.04.2018 andere, teurere Trainer, zu verpflichten. Die Mehrkosten für den Verein belaufen sich auf ca. 600,00 €.
Frage: gibt es eine rechtliche Grundlage für den Verein, die Mehrkosten unter Einschaltung eines RA von dem Trainerteam zurück zu verlangen?
22.01.2018 | 16:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

die Kündigung auf Basis eines nicht bestehenden Sonderkündigungsrechtes und wegen fehlender vertrauensvoller Zusammenarbeit ist wohl als Kündigung aus wichtigem Grund auszulegen. Die Trainer wollten also das vertraglich und gesetzlich verbliebene Kündigungsrecht aus wichtigem Grund wahrnehmen. Ob nun in der angeblich fehlenden vertrauensvollen Zusammenarbeit ein rechtlich anerkennenswerter wichtiger Grund zu sehen ist, kommt auf die Einelheiten des Sachverhaltes an und wäre näher zu prüfen.

Wenn die Kündigung berechtigt gewesen wäre, bestünde freilich kein Schadensersatzanspruch.

Wenn hingegen die Kündigung unberechtigt war, war sie auch unwirksam und die Leistungsverpflichtung der Trainer bestand bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist fort. Wenn die Trainer in dieser Zeit, wie ich nach Ihren Angaben unterstelle, die weitere Erfüllung dieser Verpflichtung ernsthaft und endgültig verweigert haben, gerieten sie ohne weitere Mahnung in Verzug und schulden dann die Mehrkosten ihrer Vertretungen als Schadensersatz.

Vertragspartner des Vereins waren - nehme ich an - die einzelnen Trainer. Der Verein müsste daher die einzelnen Trainer auf Ersatz derjenigen Mehrkosten in Anspruch nehmen, die wegen des Ausfalls der von ihnen geschuldeten Trainerstunden entstanden sind.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Hinweisen behilflich sein.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Martin Schröder

Nachfrage vom Fragesteller 22.01.2018 | 18:28

Kündigungswortlaut:
Unter den gegebenen Umständen sieht das Trainerteam XY keine Grundlage für eine weitere, vertrauensvolle und gedeihliche Zusammenarbeit mit dem Vorstand und zum Wohle des Vereins.
Deshalb machen wir Gebrauch des vertraglichen Sonderkündugungsrechts und kündigen unseren Trainervertrag zum 31. Dezember 2017.
Zitatende:

weiteres wurde nicht geschrieben und auch nicht verbal erläutert.
Der Vorstand ist der Auffassung, das bei einer wenig vertrauensvollen Zusammenarbeit, das Trainerteam sofort und fristlos hätte kündigen müssen.
So hat man aber noch 4 Wochen weiter trainiert, Geld verdient und hat dann den Verein für die zweite Hälfte des Wintertrainings im Regen stehen lassen.
Der Vorstand ist der Meinung, das der wirkliche Kündigungsgrund in der Tatsache liegt, das das Trainerteam persönliche Differenzen mit einem Vorstandsmitglied hatte. Insgesamt war der Vorstand mit der Leistung des Trainerteams schon seit längerem unzufrieden, was diesen Trainern auch gesagt worden ist.

Für uns stellt sich nun die Frage, ob ein gerichtlicher Streitfall Aussicht auf Erfolg hat und ob nach dem vorgenannten ein anerkennenswerter Grund ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.01.2018 | 18:36

Ausgehend von Ihren Angaben ist kein ausreichender Kündigungsgrund ersichtlich. Allerdings muss der Kündigungsgrund nicht im Kündigungsschreiben genannt werden. Es würde genügen, wenn er tatsächlich vorläge. Dann muss die Kündigung aber auch innerhalb von zwei Wochen ausgesprochen werden, sonst verfällt der Kündigungsgrund.

Mit besten Grüßen


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Bewertung des Fragestellers 22.01.2018 | 18:45


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