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Temporäres Wohnrecht nach Wohnungsverkauf

| 14.07.2021 10:43 |
Preis: 48,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


21:59

Guten Tag,

wir bewohnen aktuell eine Eigentumswohnung.
Nun planen wir den Erwerb eines Einfamilienhauses, welches noch modernisiert werden muss. Das genaue Fertigstellungsdatum (=Einzugsdatum) ist nicht bekannt, da dieses auch von Genehmigungen der KFW und des Bauamts abhängt, sowie der Verfügbarkeit von Handwerkern. Vermutlich in 12-18 Monaten, ggf. auch länger.

Wir wollen unsere Eigentumswohnung aber schon vorher verkaufen, da der Verkaufserlös einen signifikanten Teil unseres Eigenkapitals darstellt.

In der Konsequenz möchten wir uns im Rahmen des Verkaufs ein temporäres Wohnrecht eintragen lassen, oder alternativ einen Mietvertrag mit den neuen Eigentümern abschließen.

Wie können wir am Besten sicherstellen, dass wir noch unbestimmte Zeit in der Wohnung bleiben können (max. 24 Monate) und uns die neuen Eigentümer nicht irgendwann rausklagen können.

Welches Konstrukt wäre hier hinsichtlich Rechtssicherheit und Fairness für beide Seiten zu empfehlen?

Vielen Dank.

14.07.2021 | 11:06

Antwort

von


(1174)
Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:

Sehr geehrter Fragensteller,

Sie haben bereits selbst den Standardweg beschreiben:

" temporäres Wohnrecht eintragen lassen, oder alternativ einen Mietvertrag mit den neuen Eigentümern abschließen."

Ein Wohnrecht im Grundbuch wird im Regelfall aber nicht eingetragen, sondern im Kaufvertrag ein entgeltliches Nutzungsrecht vereinbart.

Eine unbefristete Nutzung ohne finales Auszugsdatum würden aber sicher nur wenige Käufer mit machen.

Normalerweise würde man vereinbaren, dass Sie "bis spätestens den XX.XX.XXXX ausziehen, aber auch vorzeitig ausziehen dürfen mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende." In diesem Zuge schließt man dann ein ordentliches Kündigungsrecht des Vermieters / Überlassers aus.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Saeger


Rückfrage vom Fragesteller 14.07.2021 | 21:14

Sehr geehrter Herr Saeger,

vielen Dank für Ihre fundierte Antwort. Hierzu noch eine kurze Nachfrage:
Wie detailliert würde man die Bedingungen des entgeltlichen Nutzungsrechts im Kaufvertrag regeln?
Es gehen ja einige Rechten und Pflichten hinsichtlich der Wohnung einher, die man normalerweise in einem Mietvertrag regeln würde.

Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.07.2021 | 21:59

Sehr geehrter Fragensteller,

normalerweise wird in so einem "Überlassungsvertrag" nicht so viel geregelt, weil man ja gerade kein befristetes Mietverhältnis mit den entsprechenden Untiefen einer fehlerhaften Befristung eingehen will, was aber aus Verkäuferwarte nicht so wild ist. Sie können ja sowieso vereinfacht kündigen.

Im Regelfall wird schlicht die Zeit vereinbart und die Entlohnung. Die Nebenkosten trägt man dann entsprechend der Vereinbarung. Schönheitsreparaturenregelungen oder ähnliches wäre überaus unüblich.

Bei extrem langen Zeitabläufen kann man aber sicher den Zustand bei Verkauf gemeinschaftlich genau dokumentieren und dann vereinbaren, etwaige Verschlechterungen, die über eine normale Abnutzung hinausgehen, finanziell auch im Nachhinein auszugleichen.

Letzteres wäre normal.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Saeger

Bewertung des Fragestellers 16.07.2021 | 09:10

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Frage und Rückfrage wurden sehr schnell und ausreichend detailliert beantwortet.
Vielen Dank.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.07.2021
4,6/5,0

Frage und Rückfrage wurden sehr schnell und ausreichend detailliert beantwortet.
Vielen Dank.


ANTWORT VON

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