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Temperatur zu niedrig durch fehlenden Heizkörper


25.11.2007 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Ich habe am 1.11.06 meine Eigentumswohnun (Neubau) bezogen. Sie geht über zwei Etagen wie ein kleines Reihenendhaus. Im EG (10 Meter x 4 Meter)befinden sich Flur, kl. Abstellraum, Küche und Wohnzimmer (von hier führt eine Treppe nach oben). Die ursprüngliche Planung sah einen vollkommen offenen Grundriß vor ohne Wände. Hierfür war neben der Haustür ein großer Heizkörper vorgesehen und am anderen Ende im Wohnzimmer ein zweiter. Ich habe aber den Flur (ca. 3,5 qm) abtrennen lassen mit Tür. Bei der Besprechung,wo die Heizkörper angebracht werden, war im Wohnbereich nur der eine an der Fensterfront vorgesehen. Ich fragte, wo denn der zweite hinkommt. Da sagte man mir, es wäre kein zweiter vorgesehen. Meine mehrmals geäußterten Bedenken, daß dieser niemals ausreichen würde, die Küche, die ja 10 Meter entfernt ist, warm zu bekommen wurden mit fadenscheinigen Argumenten widerlegt. Ich habe vom 1. Tag an Temperatur und Luft-
Feuchtigkeit gemessen, da man im Neubau ja ordentlich heizen muß, um die Luftfeuchtigkeit hinauszubekommen. Ich hatte aber bei voll aufgedrehter Heizung nur eine Temperatur von ca. 17° und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 75 %. Mehrmals habe ich den zuständigen Bauleiter darauf hingewiesen (mündlich und schriftlich) und ich wurde erst hingehalten und dann wurde im Januar ein größerer Heizkörper im Wohnzimmer eingebaut. Ich sagte, (nach Beratung durch eine Heizungsfirma), daß ein zweiter Heizkörper fehlt, da die Wärme dieses einen Heizkörpers sofort die Treppe hinaufgeht und gar nicht bis ans andere Ende des
Raumes gelangen kann - es waren jetzt ca. 18,5° -. Ich wurde wieder vertröstet und da es in allen Reihenwohnungen noch große Probleme mit Feuchtigkeit gab, ist mein Heizungsproblem etwas in den Hintergrund getreten. Vor ein paar Wochen habe ich die Baufirma noch einmal schriftlich auf meine Raumtemperatur von ca. 18,5° hingewiesen. Erst wurde behauptet, es sei Luft im Heizkörper und ein Monteur vorbeigeschickt. Dieser sagte gleich, daß ich das Problem richtig erkannt habe und teilte dies der Baufirma mit. Jetzt wird mir in 2-3 Wochen (gnädigerweise, "da es ja nur daran liegen kann, das es eine Endwohnung ist") ein zweiter Heizkörper im Küchenbereich eingebaut.
Meine Frage ist: Steht mir eine Entschädigung zu für die Monate, die ich mit dieser niedrigen Temperatur leben mußte und für die
Dinge, die durch die hohe Luftfeuchtigkeit in Umzugskartons verschimmelt sind?
Vielen Dank im Voraus.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

tatsächlich stehen Ihnen hier Minderungs- (§ 634 Nr. 3 BGB) und Schadensersatzansprüche (§ 634 Nr. 4 BGB) zu.

Allerdings ist zu beachten, dass Sie für die Höhe des Ihnen entstandenen Schadens beweisbelastet sind. Deshalb wird der Schadensnachweis u. U. auf Schwierigkeiten stoßen, wenn Sie für die beschädigten Gegenstände keine Kaufbelege mehr haben. Sind Gegenstände so beschädigt, dass sie nicht mehr repariert, sondern nur durch eine Neuanschaffung ersetzt werden können, ist zudem der Mehrwert, den die neue Sache gegenüber der alten Sache hat, vom Ersatzberechtigten in Geld auszugleichen (sog. Abzug "neu für alt"), was rechnerisch den Schadensersatzanspruch mindert.

Sollte sich in Ihrem Fall die Gegenseite nicht zu einer vergleichsweisen Lösung bereit finden, werden Sie bei der Weiterverfolgung ihre Ansprüche nicht umhin kommen, vor Ort anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, da die konkrete gerichtsfeste Berechnung Ihrer Ansprüche eine genaue Sachverhaltskenntnis sowie das Vorliegen etwa noch vorhandener Belege erfordert.

Mit freundlichen Grüßen

Stelzner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2007 | 19:46

Sehr geehrter Herr Stelzner. Danke für die Antwort. Noch wichtiger wäre mir die Beantwortung meiner 1. Frage, ob mir eine Entschädigung für die Monate in der Kälte zusteht.
Frdl. Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2007 | 17:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

auch insoweit steht Ihnen ein Anspruch zu; hierauf bezog sich mein Hinweis auf das Minderungsrecht.

Etwas problematisch ist die Bezifferung dieses Anspruchs. Da im Mietrecht bei unterdimesionierter Heizung Minderungsquoten von 5 - 10 % als angemessen gelten, könnte hier als Maßstab die Miete für eine vergleichbare Wohnung herangezogen werden. 10 % von dieser Vergleichsmiete wäre dann der pro Monat (bis zur Mangelbeseitigung) zu beanspruchende Entschädigungsbetrag.

Mit freundlichen Grüßen

Stelzner
Rechtsanwalt

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