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Telefongebühren


| 15.12.2009 15:05 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrter Hr. Anwalt,
am 14.11. diese Jahres bekam ich eine Mahnung von der Fa. Acoreus (Incassobüro) über 8,60 € (incl. 5 € Mahngebühr) wegen von der Telekom angeblich nicht bezahlten Internetverbindung eines Drittanbieters (Citiline) vom 03.01.2006. Am 14.12. bekam ich nochmals eine Mahnung hierrüber, jetzt allerdings über 38 €!
Ich kann beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen ob vor fast 4 Jahren Telefongebühren eines Drittanbieters angefallen sind die von der Telekom nicht ausgeglichen wurden. Eine Rechnung hierüber ist mir nicht bekannt. Erstmalig wurde ich am 14.11.09 mit einer Mahnung darüber informiert das Gebühren noch offen sind.
Muss ich dies zahlen? Kann ich eine Originalrechnung anforder beim Incassobüro? Verjährt sich das nicht ab dem 01.01.2010?
Vielen Dank für die Hilfe.
Willi Mandl

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Die Forderung verjährt mit Ablauf des 31.12.2009, sofern die Verjährung nicht bereits gehemmt wurde oder neu begonnen hat. Die Mahnungen durch das Inkassobüro führen noch nicht zu einer Hemmung der Verjährung; sofern Sie aber Verhandlungen iSd. § 203 BGB aufnehmen, führt dies zu einer Hemmung der Verjährung.
Hierfür genügt jeder Meinungsaustausch, die den Gläubiger berechtigterweise annehmen lässt, dass der Schuldner sich auf eine Erörterung über die Berechtigung des Anspruchs einlässt. Eine Anfrage zum Grund der Forderung kann dazu genügen.

Der Gläubiger ist im Streitfall verpflichtet, den Grund der Forderung und die Höhe nachzuweisen. Sie können daher in der Tat verlangen, dass Ihnen die Nutzung der Internetverbindung und die angefallenen Kosten nachgewiesen werden. Wenn Sie diese Nachweise verlangen, tritt dann aber die Hemmung der Verjährung nach der oben genannten Vorschrift ein. Sofern Sie reagieren, droht voraussichtlich noch in diesem Jahr die Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens gegen Sie, § 204 I Nr. 3 BGB.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2009 | 17:35

Vielen Dank Hr. Matthes,
entspricht eine telefonische Anfrage hierzu auch einer Hemmung der Verjährungsfrist? Ich hab heute bei der Fa. Acoreus nachgefragt wegen der besagten Mahnung. Ich wollte wissen warum erst nach fast 4 Jahren ein offene Forderung angemahnt wird ohne vorher formell in Rechnung gestellt worden ist. Das Gespräch wurde von der Fa. Acoreus aufgezeichnet.
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
W. Mandl

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2009 | 17:49

Sehr geehrter Fragesteller,

§ 203 BGB differenziert nicht nach der Form der Verhandlungen, daher können diese auch mündlich per Telefon geführt werden. Im Zweifel sollten Sie daher von einer Hemmung der Verjährung durch das von Ihnen geführte Telefonat ausgehen. Da dieses aufgezeichnet wurde, sind die Verhandlungen auch nachweisbar.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.12.2009 | 08:11


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