Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Telefonbucheintrag


01.06.2007 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



Sehr geehrte Damen und Herren,
seit einigen Jahren nutze ich über die Dt. Telekom einen Telefonanschluss. Bislang war ich im Telefonbuch nur mit Name und Wohnort eingetragen, die Straße sollte keinesfalls genannt werden.
Im letzten Jahr bin ich umgezogen und seitdem schaffte die Telekom es nicht, meinen Eintrag (selbe Nummer, selber Ort) so zu belassen wie er war. Mehrmals bekam ich Post, dass die komplette Anschrift nun registriert sei. 4x legte ich Widerspruch per Fax ein, bekam immer wieder neue, aber nicht die gewünschte, ursprüngliche Eintragung.
Nun ist das neue Örtliche raus - und Sie dürfen raten, Name + komplette Adresse sind benannt. Zusätzlich das Ganze natürlich in elektronischen Medien, wie KlickTel oder Internet. Kann ich die Telekom auf Schadensersatz verklagen?

MfG
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworte:

Ein Schadensersatzanspruch zu Ihren Gunsten setzt u. a. voraus, daß Ihnen tatsächlich ein Schaden entstanden ist. Hierfür enthält Ihre Schilderung keine Anhaltspunkte. Insbesondere ist nicht ohne weiteres ersichtlich, wie Ihnen durch die Veröffentlichung Ihrer vollständigen Anschrift ein Vermögensschaden entstanden sein könnte.

Denken läßt sich aus meiner Sicht allenfalls an einen immateriellen Schaden in Gestalt einer Verletzung Ihres Persönlichkeitsrechts.

Diese Verletzung, ihr Vorhandensein einmal unterstellt, dürfte jedoch nicht schwerwiegend genug sein, um zu einem Schmerzensgeldanspruch zu führen. Denn selbst die ohne Einwilligung des Berechtigten wiederholt vorgenommene Veröffentlichung persönlicher Daten in öffentlich zugänglichen Teilnehmerverzeichnissen stellt keine derart schwere Verletzung des Persönlichkeitsrechts dar, daß die Zuerkennung einer Geldentschädigung gerechtfertigt wäre (LG Hanau, Urt. v. 04.04.2003 – 2 S 395/02).

Vor diesem Hintergrund gehe ich davon aus, daß ein Schadensersatz zu Ihren Gunsten nicht besteht.

Eine andere Frage ist, ob und in welchem Umfang Ihnen ein Unterlassungsanspruch zusteht. Insbesondere aus Teilnehmerverzeichnissen im Internet sollte sich Ihre Anschrift ohne großen Aufwand entfernen lassen.

Ich bedauere, Ihnen keine erfreulichere Auskunft geben zu können und stehe Ihnen gerne weiter zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER