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Telef. Arbeitsaufnahme in der Rufbereitschaft


17.01.2005 18:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich arbeite bei einem kirchl. Pflegedienst als Krankenpfleger(BAT/KF).
Im Rahmen meiner Arbeitszeit werde ich auch zum Rufbereitschaftsdienst herangezogen.
Es kommt häufig vor, dass man in dieser Zeit angerufen wird und das ein oder andere
Problem telefonisch klären kann, ohne den Einsatzort verlassen zu müssen.
Wie wird diese Zeit der "telefonischen Inanspruchnahme" berechnet/vergütet?

Vielen Dank

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Für den Bereitschaftsdienst im Rahmen einer Anstellung nach BAT gilt Folgendes:

" Der Angestellte ist verpflichtet, sich auf Anordnung des Arbeitgebers außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit an einer dem Arbeitgeber anzuzeigenden Stelle aufzuhalten, um auf Abruf die Arbeit aufzunehmen (Rufbereitschaft). Der Arbeitgeber darf Rufbereitschaft nur anordnen, wenn erfahrungsgemäß lediglich in Ausnahmefällen Arbeit anfällt.

Zum Zwecke der Vergütungsberechnung wird die Zeit der Rufbereitschaft mit 12,5 v.H. als Arbeitszeit gewertet und mit der Überstundenvergütung (§ 35 Abs. 3 Unterabs. 2) vergütet.

Für angefallene Arbeit einschließlich einer etwaigen Wegezeit wird daneben die Überstundenvergütung gezahlt. Für eine Heranziehung zur Arbeit außerhalb des Aufenthaltsortes werden mindestens drei Stunden angesetzt. Wird der Angestellte während der Rufbereitschaft mehrmals zur Arbeit herangezogen, wird die Stundengarantie nur einmal, und zwar für die kürzeste Inanspruchnahme, angesetzt."

Der Bereitschaftsdienst muss demnach vergütete werden, allerdings werden nur mindestens 12,5% der Bereitschaftszeit als Arbeitszeit gewertet, falls es zu keinem Einsatz kommt.Falls doch, wird für den Einsatz neben des Bereitschaftsvergütung noch die übliche Überstundenvergütung gezahlt.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 17.01.2005 | 19:24

Vielen Dank für die Antwort,

..nur zum Verständnis...wenn ich in der Rufbereitschaft angerufen werde und das Problem am Telefon lösen kann ohne meinen Einsatzort zu verlassen, steht mir für die angefallene Zeit (z.B 15 Min.)
eine Überstundenvergütung zu.Ist das so korrekt?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.01.2005 | 19:41

Auch die telefonische Beratung im Rahmen Ihrer arbeitsvertraglichen Verpflichtung ist vergütungspflichtig. Sie müssen für diesen Vergütungsanspruch den Einsatzort nicht unbedingt verlassen. Die telefonische Tätigkeit muss nur im Zusammenhang mit Ihrer arbeitsvertraglich vereinbarten Tätigkeitsbeschreibung stehen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

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