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Telearbeitsplatz in Österreich

15.01.2020 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Anspruch auf Telearbeit aus dem EU Ausland

Hallo,

aus privaten Gründen verlege ich meinen Wohnsitz von Deutschland nach Österreich. Mein aktueller Arbeitsplatz ist bei einem internationalem Unternehmen in Deutschland, welches mehrere Standorte in Österreich hat. Eine Versetzung nach Österreich kommt nicht in Frage, da angeblich die Kopfzahl in Österreich begrenzt ist und ich dort nicht eingestellt werden kann. Eine weitere Option wäre eine Zeitarbeitsfirma mit Sitz in Österreich, die eine 100% Tochter meines Konzerns ist. Allerdings müsste ich dann kündigen und meine ganzen Vorzüge des Mutterkonzerns verlieren (Arbeitszugehörigkeit, Sondervergütungen, Kündigungsschutz, Urlaubstage, usw.).

Die bisherige Begründung meines Arbeitnehmers war, dass die Wertschöpfung meiner Arbeit in dem Land versteuert werden muss, in dem sie erbracht wird und damit einen Standort an meinem Wohnsitz in Österreich gründen müssten.

Meine Frage ist, stimmt das? Welche Probleme kommen auf mich zu, wenn ich von einem Telearbeitsplatz in Österreich für ein Deutsches unternehmen arbeite.

Angeblich gibts eine Regel, die besagt, dass diese Probleme nur entstehen, wenn ich mehr als 50% meiner Arbeit aus dem Ausland erledigt. Was wäre, wenn ich meinen Hauptwohnsitz nach Österreich verlege, aber einen Co-Working-Space in Deutschland buche und die Tage von dort aus arbeite, die ich benötige um mehr als 50% meiner Arbeit in Deutschland zu erledigen.

mit besten Grüßen,

15.01.2020 | 15:47

Antwort

von


(15)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Auf Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Einwand Ihres Arbeitgebers, dass er einen zusätzlichen steuerliche Betriebsstätte bekommt, wenn Sie Telearbeit aus Österreich leisten, ist korrekt. Er müsste z.B. den auf Ihre Tätigkeit zurückzuführenden Gewinn ermitteln und in Österreich versteuern.

Die Regelungen, die Sie zur überwiegenden Tätigkeitsausübung anführen, betreffen hingegen das Land, wo ihre SV-Beiträge abgeführt werden müssen bzw. damit auch woher Sie Sozialleistungen beziehen. Für die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge ist die Bestimmung des Wohnortes entscheidend, sofern dort ein wesentlicher Teil der Tätigkeit ausgeübt wird. Eine gewöhnliche Beschäftigung in mehreren Mitgliedstaaten kann durch eine A1-Bescheinigung zur Festlegung der einheitlich anzuwendenden Rechtsvorschriften und Entrichtung des Gesamtsozialversicherungsbeitrages in nur einem Mitgliedstaat (Grundlage: Art. 13 VO (EG) Nr. 883/ 2004) belegt werden. Die von Ihnen vorgeschlagene Lösung mit dem Co-Working-Space würde aber m.E. nach nur das sozialversicherungsrechtliche Problem lösen.

Ihr Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Ihnen die Telearbeit aus Österreich zu ermöglichen, weil es für ihn sehr umständlich ist und weil höchstwahrscheinlich Ihr Arbeitsort im Arbeitsvertrag festgelegt ist. Sie haben keinen Anspruch auf Telearbeit aus dem Ausland.

Wenn grundsätzlich eine Lösung über die Beschäftigung in der Zeitarbeitsfirma erreicht werden könnte, so stellt sich die Frage, ob man Ihnen über diese nicht dieselben Konditionen wie bisher anbieten könnte, indem man die Betriebszugehörigkeit, Kündigungsfrist, Urlaubstage etc. übernimmt. Bestünde dazu die Bereitschaft seitens Ihres Arbeitgebers? Der Kündigungsschutz ist in Österreich allerdings anders ausgestaltet als in Deutschland. Dazu müssten Sie sich gesondert informieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ann Kathrin Traub
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Ann Kathrin Traub

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