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TelDafax

06.05.2011 19:58 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Hallo,
seid dem 02.02.2011 beziehen wir den Strom von TelDafax.
Ich kaufte:
- SparPaket L - 4000 KWh - zu 640 €
- Laufzeit 1 jahr
- plus 48 € für Preisgarantie auf 18 Monate
- plus 90 € Grundpreis Zähler für 12 Monate

Mit dem Schreiben vom 04.05.2011 teilt mir e.on/edis mit, dass die TelDafax ENERGY GmbH ihren vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen ist. Deshalb unterbricht e.on die Energielieferung zum 30 April 2011.
Ab dem 1. Mai werde wir zu Preisen und Bediengungen (welche ?? )des örtlichen Grundversorgers beliefert.

Wie bekomme ich jetzt anteilig für 9 Monte das Geld zurück? Kann ich mir sofort einen neunen Anbieter suchen? Sollte oder muss ich erstmal beim Grundanbieter bleiben?
Ich erwarte mit Spannung eine Antwort.

Danke!!!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

Wenn Ihnen Ihr Grundversorger mitgeteilt hat, dass Ihr Vertragspartner dauerhaft vom Netzzugang ausgesperrt wurde (im Zweifelsfall erkundigen Sie sich bitte nochmals bei e.on/edis), dann stünde bereits fest, dass Ihr Vertragspartner auch Ihnen gegenüber seiner vertraglichen Pflicht, Sie mit Strom zu versorgen, nicht mehr nachkommen wird. In diesem Fall würde Ihnen ein außerordentliches Kündigungsrecht zustehen. Sie könnten dann fristlos kündigen und Ihr Vertragspartner auffordern, eine Abschlussrechnung zu erstellen und Ihnen verbleibendes Guthaben zurückzuerstatten. Die 48 Euro für die Preisgarantie wären Ihnen vollständig zurückzuerstatten, die Grundgebühr für den Zähler anteilig für 9 Monate. Die nicht verbrauchten kWh aus dem Strompaket erhalten Sie ebenfalls zurück. Sie müssten Ihren Vertragspartner dann nach Erhalt der Abrechnung unter Fristsetzung auffordern, Ihnen den Betrag zurückzuzahlen.

Kommt Ihr Vertragspartner Ihrer Aufforderung nicht nach, könnten Sie ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten oder Klage erheben, um an Ihr Geld zu kommen.

Das Problem besteht nur darin, dass es in der Vergangenheit Medienberichte gegeben hat, wonach es nicht sonderlich gut um die Zahlungsfähigkeit dieses Stromanbieters zu stehen schien. Inwieweit diese Medienberichterstattung der Richtigkeit entspricht, entzieht sich genau wie die wirtschaftliche Situation dieses Unternehmens meiner Kenntnis.

Sollte Ihr Vertragspartner dann aber tatsächlich zahlungsunfähig sein, sobald Sie irgendwann einen Titel erstritten haben, könnte dieser wertlos sein, und Sie würden dann auch noch auf den Rechtsverfolgungskosten sitzenbleiben. Auf der anderen Seite werden Sie nie erfahren, ob Sie das Geld jemals wiedersehen werden, wenn Sie es auf gerichtlichem Weg nicht versuchen. Diese Entscheidung kann Ihnen niemand abnehmen.

Die Preise und Bedingungen Ihres örtlichen Versorgers müssen Sie direkt bei diesem erfragen. Sie sollten sich hierzu im eigenen Interesse umgehend an den Grundversorger wenden. Denn oft geraten die Kunden in solchen Fällen in die teuersten Tarife der Grundversorger, die man durch einen Tarifwechsel – ggf. beim Grundversorger selbst - leicht abwenden kann. Wenn es bei Ihrem Grundversorger für Sie keinen attraktiven Tarif gibt, können Sie den Anbieter auch wechseln. Sie müssen den Anbieter sogar wechseln, wenn Sie mit Ihrem Grundversorger keinen Vertrag abschließen, denn die gesetzliche Grundversorgung erstreckt sich nur über einen bestimmten Zeitraum.

Abschließend folgender Hinweis: Sofern Sie die Vorauszahlung mittels Lastschriftverfahrens bezahlt haben und Ihr Vertragspartner auf Ihre Mahnung, Ihnen das Guthaben zurückzuzahlen, nicht innerhalb der von Ihnen gesetzten, angemessenen Frist (2 Wochen) reagieren sollte, hätten Sie unter Umständen noch die Möglichkeit, den Lastschrifteinzug zu widerrufen. Sie müssten sich dafür an Ihre Bank wenden, die das Konto führt, von dem der Betrag abgebucht wurde. Bei erfolgtem Lastschriftwiderruf überweisen Sie Ihrem Vertragspartner den in der Abschlussrechnung aufgeführten, von ihm zu Recht in Rechnung gestellten Betrag.

Ansonsten wünsche ich Ihnen bei Ihrem weiteren Vorgehen viel Erfolg und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Felix Safadi
Rechtsanwalt


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Allgemeine Hinweise:

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Eine solche ERSTberatung kann und will eine umfassende Begutachtung und den Gang zum Anwalt nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

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