Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Teilzeitvertrag während der Elternzeit

23.10.2012 22:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


09:04

Meine Tochter ist am 16.01.2010 geboren, die Elternzeit wurde auf drei Jahre beantragt, nach einem Jahr habe ich meine Arbeit in Teilzeit wieder aufgenommen. Dazu habe ich eine Anstellungsvertrag in Teilzeit während der Elternzeit erhalten.
Wörtlich steht im Vertrag: die Mitarbeiterin wird während der Elternzeit vom 17.01.2011 bis 13.03.2013 als Finance Manager beschäftigt. Zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Der Anstellungsvertrag in Teilzeit während der Elternzeit ist zeitlich befristet bis zum 13.03.2013. der Vertag kann unter Einhaltung der Kündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt werden.

Jetzt steht die Verhandlung nach der Elternzeit an, mein AG möchte mich nicht weiter in Teilzeit beschäftigen. Ich habe allerdings auch klar gesagt, dass ich notfalls auch zur Vollzeit bereit wäre. Meine Frage, kann mein AG mir kündigen, wenn ja zu welchen Zeitpunkt? Mein ursprünglicher Vertrag hat ebenfalls 3 Monate zum Monatsende als Kündigungsfrist. Normalerweise hätte doch der Vertrag während der Elternzeit doch zum 16.01.2013 enden müssen, habe ich daraus Nachteile, bzw. Kein Anspruch mehr auf meinen ruhenden ursprünglichen Vertrag? Ein weiterer Vorschlag meines AG war mich in ein befristetes Arbeitsverhältnis übergehen zulassen, um mich nach der Elternzeit erstmal Teilzeit zu beschäftigen zu können . Habe klar gesagt, dass ich das nur akzeptieren könnte, wenn der Vertrag alle rechtlichen Nachteile in Bezug auf Abfindung usw. ausschließen würde. Ich bin seit Okt. 2008 dort beschäftigt. Mit welcher Abfindung könnte ich rechnen?

23.10.2012 | 23:04

Antwort

von


(1730)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Arbeitgeber darf das Arbeitsverhältnis ab dem Zeitpunkt, von dem an Elternzeit verlangt worden ist, höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit, und während der Elternzeit nicht kündigen.

In besonderen Fällen kann ausnahmsweise eine Kündigung für zulässig erklärt werden (sehe ich hier nicht).

Die Zulässigkeitserklärung erfolgt durch die für den Arbeitsschutz zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle.

Dieses gilt entsprechend, wenn Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen während der Elternzeit bei demselben Arbeitgeber Teilzeitarbeit leisten.

Daher sind Sie insofern geschützt.

Nur der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin kann das Arbeitsverhältnis zum Ende der Elternzeit nur unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen.

Nur Ihre "Lücke" kann durch einen befristeten Arbeitsvertrag eines anderen Arbeitnehmers/einer anderen Arbeitnehmerin gefüllt werden.

Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin kann hingegen während der Elternzeit eine Verringerung der Arbeitszeit und ihre Ausgestaltung beantragen. Über den Antrag sollen sich der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin innerhalb von vier Wochen einigen.
Dieses ist hier geschehen.

Unberührt bleibt das Recht, nach der Elternzeit zu der Arbeitszeit zurückzukehren, die vor Beginn der Elternzeit vereinbart war, also Vollzeit.

Die "Befristung" war in der Tat daher wohl nicht intendiert, Sie haben eben das obige Recht, in den ruhenden Vollzeitvertrag zurückzukehren.
Außerdem ist eine Befristung ohne Sachgrund nur für zwei Jahre möglich.

Die Vorstellungen Ihres Arbeitgebers entsprechen also in einigen Punkten nicht der Rechtslage, was Sie ihm sagen sollten.

Für eine Abfindung gilt:
Es besteht grundsätzlich, von den folgenden Ausnahmen abgesehen, kein Anspruch auf eine Abfindung im Arbeitsrecht.

Allerdings werden Abfindungen in der Praxis häufig gezahlt aufgrund

- eines außergerichtlichen oder gerichtlichen (freiwilligen) Vergleichs, einer gütlichen Einigung über die Wirksamkeit einer Kündigung
- der gesetzlichen Regelung des § 1a KSchG: Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung Kündigungsschutzgesetz (siehe unten)
- Auflösungsurteils des Arbeitsgerichts wegen Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses gem. § 9 KSchG: Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Urteil des Gerichts; Abfindung des Arbeitnehmers , § 10 KSchG: Höhe der Abfindung Kündigungsschutzgesetz
- Tarifvertrags oder eines Sozialplans (regelmäßig bei Massenentlassungen); selten im Arbeitsvertrag
- gerichtlichen Urteils wegen Ansprüchen eines Arbeitnehmers auf Nachteilsausgleich.

Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 23.10.2012 | 23:23

Bin ich geschützt bis 16.01.2013 oder 13.03.2013? Und kann ich auf Teilzeit bestehen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.10.2012 | 09:04

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Meiner ersten Meinung nach sind Sie bis 13.03.2012 geschützt, da gilt:
Ist die Befristung rechtsunwirksam, so gilt der befristete Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen; er kann vom Arbeitgeber frühestens zum vereinbarten Ende ordentlich gekündigt werden.

Zur Teilzeit:
Diese gilt bei einer unwirksamen Befristung auch weiter fort.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

ANTWORT VON

(1730)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81014 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Antwort. Sehr verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam sehr schnell und überdies wurde die Rückfrage prägnant und zügig beantwortet. Ich würde mich jederzeit wieder vertrauensvoll an ihn wenden. Jedem, der dringend juristischen Rat sucht, nur zu empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr Freundlich und kompetent sehr Ausführlich weitergeholfen nur zu Empfehlen . Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER