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Teilzeitkrafr mit Feiertag

18.10.2018 20:39 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hallo
FALL 1: Wir haben eine Teilzeitkraft, die Mo Di und Do ganz arbeitet. Also 27 h in der Woche. Wenn Do ein Feiertag ist, bedeutet das also sie hat einfach in dem Sinne Glück gehabt und muss somit nur 2 ganze Tage in der Woche arbeiten?
Und wenn der Feiertag auf Mi oder Fr fällt also quasi auf ihren regulären freien Tag.. hat sie also "Pech" und muss trotzdem ihre vollen 3 ganzen Tage in der Woche arbeiten?
FALL 2: Teilzeitkraft arbeitet Di halb, Mi halb und Do ganz. Feiertag fällt auf Do. Gilt gleiches Prinzip wie oben und sie hat somit nur 2 halbe Tage zu arbeiten?
Mir erscheint alles eig logisch aber einen Vertrag über feste Arbeitszeiten haben unsere Teilzeitkräfte nicht .. Wir versuchen ihre Wunschtage zu berücksichtigen aber alles unter Vorbehalt. Ebenfalls haben sie denselben Jahresanspruch an Urlaub wie unsere Vollzeitkräfte, was also bedeutet das sie immer eine ganze Woche Urlaub nehmen müssen, die ihnen wie bei allen anderen auf 5 Tage angerechnet wird. Aber bedeutet dies nicht, das dann jeder Tag nur anteilig zählt? Stimmt dann oben mein Gedankengang überhaupt? Bin etwas verwirrt.. Danke im Voraus für die Hilfe!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

lassen Sie mich Ihre beiden Fragen wie folgt beantworten.

1)
Wenn ein Feiertag auf einen Arbeitstag fällt, so hat die Arbeitnehmerin Glück, denn Sie erhält den Tag ohne Arbeit bezahlt:
"Für Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt zu zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte." (§ 2 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz [EFZG]).

Fällt der Feiertag auf einen Tag, der nicht Arbeitstag ist, muss die Arbeitnehmerin drei Tage arbeiten. Der Feiertag fällt auf einen Tag, an dem sie frei hat.

In Ihrem zweiten Fall gilt dasselbe Prinzip und damit: Arbeit nur zwei halbe Tage.

2)
Feste Arbeitstage müssen nicht im Arbeitsvertrag stehen.
Wenn es aber feste Tage rein tatsächlich gibt, gilt das oben Geschriebene.

Bitte konkretisieren Sie Ihre Frage zum Urlaub.

Urlaub ist die Freistellung von der Arbeitspflicht.

Wenn an nur drei Tagen in der Woche gearbeitet wird, dann sind auch nur drei Tage Urlaub zu nehmen, um eine Woche frei zu haben.

Ausgehend vom gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch
(bitte ergänzen Sie, was vertraglich geregelt ist)
von vier Wochen
= 24 Tage bei einer Sechstagewoche (§ 3 Abs. 1 BUrlG)
= 20 Tage bei einer Fünftagewoche (24 x 5/6)

ergibt sich ein Urlaubsanspruch von 12 Arbeitstagen bei einer Dreitagewoche.

Wenn Ihre Teilzeitkräfte für eine Woche Urlaub fünf Wochentage nehmen müssen, ist das nicht richtig, auch wenn sie damit letztendlich auch auf vier Wochen kommen.

Wenn sie aber statt (der anteiligen) zwölf 20 Arbeitstage Urlaub haben/hätten, sind das nach richtiger Rechnung (20/3=) sechs Wochen und zwei Tage Urlaub.

Bitte geben Sie hier den Wortlaut, der vertraglichen Urlaubsregelung für Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte wieder.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2018 | 22:47

Wir haben alle 28 Tage Urlaub im Jahr. Vollzeit und Teilzeitkräfte. Es wäre doch ungerecht wenn die Teilzeitkraft nur 3 Tage Urlaub nehmen müsste und dafür eine Woche frei hat und die Vollzeit Kräfte aber 5 Tage beantragen müssen (wir haben eine 5 Tage Woche) deswegen haben wir das Prinzip, dass die komplette Woche als Urlaub verbucht wird - also 5 Tage - bei jedem.
Mein Gedankengang war folgender: entweder wird der Urlaubsjahresanspruch reduziert und sie nimmt nur 3 Tage in der Woche Urlaub oder es bleibt bei den Urlaubstage wie bei allen anderen Kräften also auch Vollzeit aber ihr werden dann genauso wie bei den anderen 5 Tage angerechnet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.10.2018 | 23:32

Sehr geehrte Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre weiteren Ausführungen.

Ja, es ist ungerecht. Aber es steht so in den Arbeitsverträgen, die sicher Sie gestellt haben.

Das ein Arbeitnehmer mehr Wochentage Urlaub nehmen muss, als er Arbeitstage in der Woche hat, geht nicht.

Einfach einseitig dürfen Sie die 28 Tage aber auch nicht kürzen.

Die Teilzeitkraft kann darauf bestehen, die vereinbarten 28 Tagen bei einer 3-Tage-Woche zu erhalten. Das sind neun Wochen! und ein Tag Urlaub. Suchen Sie das Gespräch. Rechtlich sauber ist bei laufenden Verträgen nur eine einvernehmliche Änderung.

In Zukunft sollten Sie in den Verträgen die 28 Tage ausdrücklich nur bei einer Fünftagewoche gewähren.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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