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Teilzeitbeschäftigung


28.01.2007 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Guten Tag,
ich habe am 29. Dezember 2006 schriftlich bei meinem Arbeitgeber einen Antrag auf Teilzeitarbeit eingereicht.
Bei dem Arbeitgeber handelt es sich um ein grösseres Unternehmen mit ca. 1000 Mitarbeitern.
Laut Arbeitsvertrag beträgt meine derzeitige wöchentliche Arbeitszeit 40 Stunden. Ich wollte eine Veringerung um 20 Stunden auf somit 20 Stunden ab 01. April 2007 wöchentlich erreichen. Wobei die Arbeitszeit auf 3 Tage in der Woche, Montags bis Mittwochs, verteilt werden sollte.
Mir wurde nun, vorerst nur mündlich, mitgeteilt, daß einer Veringerung meiner Arbeitszeit nicht zugestimmt wird.
Dies wird damit begründet, daß ich ein abgeschlossenes Aufgabengebiet betreue und man weiterhin alles aus einer Hand erledigt haben möchte. "Es ginge ja nicht, daß ich Montags bis Mittwochs und Mitarbeiter "X", Donnerstags bis Freitags der Ansprechpartner für Rückfragen etc. wäre". Weiterhin befürchtet man, daß bei eine Teilung der Aufgaben, die Arbeitsqualität sinken würden. Wobei zu sagen ist, daß ich auf Sachbearbeiterebene, ohne bzw. nur mit sehr geringem externen Kundenkontakt, im Rechnungswesen beschäftigt bin.
Ich sehe das Ganze natürlich anders und bin überzeugt, daß man mit ein wenig umorganisation, welches sicherlich mit "Arbeit" für meinen Vorgesetzten verbunden wäre, eine Teilung meiner Aufgaben durchaus hinbekommen könnte. Wobei, ich auch durchaus bereit wäre, mein derzeitiges Aufgabengebiet innerhalb der Abteilung (ca. 40 Mitarbeiter) bzw. Gruppe (ca. 6 Mitarbeiter)zu wechseln und etwas ganz anderes, als bisher, zu machen.
Habe ich Möglichkeiten, gegen die Ablehnung meines Arbeitgebers vorzugehen und wenn ja, wie stehen hier die Chancen? Muß eigentl. mein Arbeitgeber den, im Betrieb vorhandenen, Betriebsrat über meinen Antrag informieren und hat dieser evtl. sogar ein Mitspracherecht?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie besitzen grds. einen Anspruch auf Teilzeitarbeit der sich nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz bestimmt.

Voraussetzung ist, dass Ihr Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt sind (vorliegend erfüllt), Sie den Antrag auf Teilzeitarbeit mindestens 3 Monate vor Beginn der Teilzeit gestellt haben und das die Stelle zur Teilzeitarbeit geeignet ist und sie nicht den betrieblichen Ablauf behindert. Dies wird vorliegend auch die zu klärende Frage sein, die im Rahmen der Beratung auch nicht abschließend beantwortet werden kann. Gerne stehe ich Ihnen hierzu aber weiter zur Verfügung. Insgesamt ist bei der Beantworetung der Frage darauf zu achten, ob eine wesentliche Beeinträchtigung der betrieblichen Organisation, des Arbeitsablaufes, der Sicherheit im Betrieb oder die Verursachung unverhältnismäßiger Kosten für den Arbeitgeber entstehen würde. Die Aufzählung ist nicht abschließend. Auch ein überhaupt nicht teilbarere Arbeitsplatz, für den der Arbeitgeber eine Vollzeitkraft benötigt stellt einen wichtigen betrieblichen Grund dar. Dies zum Beispiel, wenn eine besondere Sachkunde des Mitarbeiters vorliegt.

Insgesamt sollten Sie abwarten, ob der Arbeitgeber den Antrag bis spätestens einen Monat vor Beginn der gewünschten Teilzeit schriftlich ablehnt. Tut er das nicht, können Sie mit der Teilzeit-Arbeit wie beantragt starten. Tut er es, bleibt Ihnen immer noch der Rechtsweg. Ein Gericht wird entscheiden, ob die betrieblichen Gründe des Arbeitgebers für eine Ablehnung Ihres Antrags ausreichen.

Den Betriebsrat braucht der Arbeitgeber in diesem Fall nicht zu informieren.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und wünsche Ihnen einen angenehmen Start in die Woche.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 28.01.2007 | 16:13

Darf der Arbeitgeber mir, wenn ich tatsächlich den Rechtsweg gehen würde, aufgrund dieser Tatsache kündigen? Zum Beispiel weil er damit argumentieren könnte, daß bei einer durch mich eingereichten Klage, daß Vertrauensverhälnis zerrüttet ist?

Ergänzung vom Anwalt 28.01.2007 | 16:17

Sehr geehrter Fragesteller!

Nein, eine Kündigung aufgrund eines Teilzeitanspruches ist ausgeschlossen. Dies regelt

TzBfG § 11 Kündigungsverbot
Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses wegen der Weigerung eines Arbeitnehmers, von
einem Vollzeit- in ein Teilzeitarbeitsverhältnis oder umgekehrt zu wechseln, ist
unwirksam. Das Recht zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus anderen Gründen
bleibt unberührt.

Ich hoffe, auch Ihre Nachfrage zu Ihrer vollsten Zufriedenheit beantwortet zu haebn.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de
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