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Teilzeitantrag unbefristet beantragt

19.01.2017 02:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich habe einen Teilzeitantrag gestellt (unbefristet). Der Vertrag der Firma sieht jetzt eine Befristung auf ein Jahr vor. Ist das überhaupt zulässig?
Wenn ich den befristeten Vertrag annehmen würde, dürfte ich ja erst nach 2 Jahren einen neuen Antrag stellen, oder gibt es hier andere Regelungen?
Da ich kleine Kinder habe bin ich langfristig auf eine Arbeitszeitreduzierung angewiesen.

Sehr geehrte Mandantin,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

1.
Sie sind zunächst dahingehend korrekt informiert, dass Sie einen Antrag auf Arbeitszeitreduzierung nur alle zwei Jahre stellen können. Von daher ist es - gerade wenn die Betreuung kleiner Kinder gewährleistet werden muss - in der Tat wichtig, langfristig planen zu können.

2.
Nicht zulässig ist es allerdings, die von Ihnen beantragte Arbeitszeitreduzierung zeitlich zu befristen. Sie haben nach § 8 Abs. 3 TzBfG sogar nur einen Anspruch auf eine unbefristete Arbeitszeitreduzierung, BAG 12.09.2006, 9 AZR 686/05 .

3.
Natürlich ist es aber dennoch möglich, sich auf eine solche Befristung zu einigen, was durchaus auch für Sie vorteilhaft sein kann.
Bitte beachten Sie nämlich, dass Sie später keinen grundsätzlichen Anspruch auf eine erneute Aufstockung Ihrer Arbeitszeiten haben. Sie können lediglich verlangen, bei späteren betrieblichen Änderungen mit Mehrbedarf an Arbeitskraft entsprechend berücksichtigt zu werden.
Es kann also Sinn machen, die Arbeitszeitreduzierung zu befristen, wenn - und das ist im Hinblick auf Punkt 1. wichtig, Ihnen hierdurch nicht das Recht genommen wird, die Reduzierung weiter zu verlängern, falls dazu Bedarf besteht. Wenn hierdurch also nur eine "Überprüfungsklausel" eingebaut werden soll, kann dies für Sie vorteilhaft sein.

4.
Bitte beachten Sie aber, dass in einem solchen Fall (Punkt 3) nur die Arbeitszeitreduzierung, nicht aber das Arbeitsverhältnis an sich befristet werden darf. Es darf also kein befristeter Vertrag auf Umwegen eingeführt werden.

Wenn Sie diese Möglichkeit ohnehin weiterhin ablehnen, können Sie Ihren Vorgesetzten auf Ihren unbefristeten Anspruch hinweisen und hierauf bestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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