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Teilzeit während Elternzeit - Führungskraft in Unternehmensberatung

05.03.2008 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin Führungskraft in einer Unternehmensberatung mit 200 Mitarbeitern und erwarte in wenigen Monaten mein erstes Kind.
Gerne würde ich eine zweijährige Elternzeit anmelden und in dieser Zeit auch Teilzeit weiterarbeiten.
Im ersten Jahr ca. 10 Stunden, im zweiten Jahr ca. 30 Stunden.
Der Arbeitgeber wird sich im Vorfeld nicht auf eine konkrete Teilzeitregelung festlegen wollen, so dass wir uns darauf geeinigt haben,
dass ich versuchen solle, so oft und so viel zu arbeiten, wie dies in der Situation mit Kind möglich sein wird.

Welche Konsequenzen drohen, falls nun der Arbeitgeber im Verlauf des ersten Jahres feststellt, dass das Experiment:
„Führungskraft mit Kind in Teilzeit“ aus seiner Sicht der Dinge nicht funktioniert?

1. Kann er – da keine formelle Abmachung bezüglich der Teilzeit besteht – für z.B. das zweite Jahr nun doch einen Vertreter einstellen und mich in die Elternzeit zurückschicken?
2. Kann ich die Elternzeit in so einem Fall auch vorzeitig beenden und meinen Arbeitsplatz einfordern (in so einem Fall würde ich meinen kleinen Sohn wohl in Vollzeitbetreuung geben.)

Hintergrund: Wenn ich im zweiten Jahr zwangsweise in der Elternzeit abgestellt werden würde, würde ich kündigen um mich anderweitig zu bewerben.
Damit verzichte ich aber auf die während der Kündigungsfrist weitergezahlten Bezüge.

3. Wäre es also sinnvoller, nur ein Jahr Elternzeit zu beantragen und nach dem ersten Jahr über ein Teilzeitmodell zu verhandeln?

Falls keine Einigung auf weitergehende Teilzeit nach Ablauf der einjährigen Eltern-Teilzeit zustande kommt, läuft das höchstwahrscheinlich auf eine Kündigung mit bezahlter Freistellung hinaus und ich könnte mich anderweitig bewerben.
Es sei noch erwähnt, dass die vertraglichen 40 Wochenstunden Arbeitszeit für mich bereits einer Quasi-Teilzeitbeschäftigung gleichkommen würden – da meine jetzige durchschnittlich Arbeitsbelastung bei ca. 60 Stunden liegt.

05.03.2008 | 14:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Gem. § 15 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Teilzeitarbeit während der Elternzeit, wenn Sie mindestens 6 Monate bei dem Arbeitgeber beschäftigt waren. Während der Gesamtdauer der Elternzeit können Sie zweimal die Verringerung der Arbeitszeit beanspruchen. Der Arbeitgeber kann die Teilzeitarbeit ablehnen, wenn dem dringende betriebliche Gründe entgegenstehen. Den Wunsch auf Teilzeitarbeit müssen Sie dem Arbeitgeber mindestens 7 Wochen vorher mitteilen. Sie sollten daher Ihren Arbeitgeber von Ihrem Wunsch auf Teilzeitarbeit schriftlich in Kenntnis setzen. Innerhalb von 4 Wochen soll eine Einigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgen; § 15 Abs. 5 BEEG . Kommt keine Einigung zustande haben Sie unter den Voraussetzungen des § 15 Abs. 6 BEEG einen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit.

2.
Sieben Wochen vor Inanspruchnahme der Elternzeit müssen Sie diese bei Ihrem Arbeitgeber anmelden. Dabei müssen Sie verbindlich festlegen in welchem Zeitraum der nächsten 2 Jahre Sie die Elternzeit in Anspruch nehmen wollen; § 16 BEEG . Eine vorzeitige Beendigung der Elternzeit ist daher ohne Zustimmung des Arbeitgebers grundsätzlich nicht möglich.

3.
Da Sie grundsätzlich während Ihrer Elternzeit die Arbeitszeit verringern können, müssen Sie nicht Ihre Elternzeit auf ein Jahr beschränken. Inwieweit eine gütliche Einigung mit dem Arbeitgeber zu bevorzugen ist, kann von hier jedoch nicth eingeschätzt werden.

4.
Beachten Sie bitte das während der Elternzeit nur eine Beschäftigung bis zu 30 Wochenstunden erlaubt ist.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de


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