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Teilzeit nach Elternzeit mit vorangegangener Teilzeit in Elternzeit


26.02.2010 22:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Abend,

meine Tochter wurde am 29.08.2007 geboren. 3 Jahre ( bis zu Ihrem 3. Lebensjahr) habe ich Elternzeit beantragt/genommen.

Ab der Schutzfrist habe ich bereits wieder gearbeitet, Teilzeit, vom Homeoffice aus, und dazu einen Antrag auf Teilzeit während Elternzeit gestellt.

Mittlerweile hat sich das Arbeitsverhältnis sehr verschlechtert. Es wurde keine Vertretung sondern eine Nachfolgerin eingestellt und man macht mir meinen Arbeitsalltag, sagen wir...,nicht wirklich einfach..

In Folge einer dieser Attacken habe ich meinem Chef angeboten einen Auflösungsvertrag zu schließen, da ich vermute,dass man keine Verwendung mehr für mich haben wird.

Die Firma möchte mir evtl. ein Angebot dazu machen.

Nun meine Fragen vorab für eine sichere Entscheidungsfindung:

1. Hätte die Teilzeit während der Elternzeit Konsequenzen auf einen evtl. Antrag auf Teilzeit nach der Elternzeit bzw.bleibt ein Anspruch auf Arbeiten aus dem Homeoffice erhalten? Oder kann mich der AG zwingen Voll- oder Teilzeit am früheren Arbeitsplatz vor Ort ( 45min Anfahrt) zu arbeiten??
2. Wie ist die Kündigungsituation. Kann ich nach der Elternzeit und nach evtl. Ablehnung des Antrags auf Teilzeit und Homeofiche betriebsbedingt gekündigt werden? Obwohl nie ein Vertretung sondern Nachfolgerin eingestellt wurde? Könnte ich meine Ansprüche nur durchsetzen wenn ich auf Wiedereinstellung in Vollzeit drängen würde?
3. Welchen Rat geben Sie mir für einen evtl. Auflösungsvertrag? Die Sperrfrist ist mir bekannt und nicht ausschlaggebend für mich.
Man hat angedeutet mir evtl. entgegenzukommen und mich betriebsbedingt zu kündigen mit anschließendem Aufhebungsvertrag, falls ich bis dahin noch keinen neuen AG hätte. Verstehen Sie dieses Vorgehen?
Und, sähen Sie eine Kündigung für mich als negativ an, für den weiteren Werdegang? Im Zeugnis würde dies vermutlich drinstehen..
Für eine Abfindung,welches Monatsgehalt wäre relevant?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

-- Einsatz geändert am 26.02.2010 22:35:54

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ein Anspruch auf Arbeiten aus dem Homeoffice (Telearbeit / Heimarbeit) besteht NICHT auf Dauer. Es kommt im übrigen darauf an, welche Beendigungsbedingungen bzw. Fristen vereinbart worden sind bzgl. der Absicht, die außerbetriebliche Arbeitsstätte aufzugeben. Fraglich ist also auch, welche Ankündigungsfrist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart wurde.

Wenn Sie ursprünglich in Vollzeit tätig waren und Ihr Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate bestanden hat, können Sie grundsätzlich verlangen, daß die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit VERRINGERT wird (§ 8 Abs. 1 TzBfG, Teilzeit- u. Befristungsgesetz). Dies müsste 3 Monate vor deren Beginn geltend gemacht werden (§ 8 Abs. 2 TzBfG).
Der Arbeitgeber MUSS zustimmen, wenn betriebliche Gründe nicht entgegenstehen.
Seine Entscheidung hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer spätestens 1 Monat vor dem gewünschten Beginn mitzuteilen.
Lehnt er - innerhalb dieser Frist - nicht ab, verringert sich die Arbeitszeit in dem gewünschten Umfang.
Gem. § 8 Abs. 7 TzBfG ist allerdings VORAUSSETZUNG für das Vorstehende, daß der Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Azubis).
Im Übrigen besteht ein (relatives) Kündigungsverbot
gem. § 11 TzBfG.

Den Homeoffice-Platz können Sie also auf Dauer - gegen den Willen des Arbeitgbers - nicht erhalten. - Sie haben allerdings Chancen auf Verringerung der Arbeitszeit (von Vollzeit auf Teilzeit), sofern die vorgenannten Voraussetzungen gegeben snd.

Eine betriebsbedingte Kündigung kommt nicht ohne weiteres in Betracht. Dafür müßten grundsätzlich dringende betriebliche Gründe vorliegen. - Dagegen dürfte meines Erachtens schon die Einstellung ener Nachfolgerin sprechen.

Im Falle einer Kündigung sollten Sie im Zweifel BINNEN 3 WOCHEN Feststellungsklage beim Arbeitsgericht erheben.

Im Übrigen ist regelmäßig ein qualifiziertes berufsförderndes Zeugnis zu erteilen, weshalb eine arbeitgeberseitige Kündigung grundsätzlich nicht im Zeugnis erscheinen darf.

Als Abfindung kann - z.B. im Falle einer unberechtigten Kündigung - in der Regel mindestens ein halbes Bruttogehalt PRO BESCHÄFTIGUNGSJAHR beansprucht werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben vorerst weitrgeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ahrens
- Rechtsanwalt -
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