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Teilzeit in Elternzeit - Anspruch auf Mutterschaftsgeld

21.08.2012 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin bei einem Unternehmen unbefristet Vollzeit angestellt.
Ich befinde mich derzeit im zweiten Jahr der Elternzeit für mein erstes Kind. Ursprünglich wollte ich nach der Elternzeit wieder anfangen, in Teilzeit zu arbeiten. Da ich nun aber erneut schwanger bin und nur 3 Monate zwischen Ende der Elternzeit und Beginn des Mutterschutzes liegen, hatte ich fristgerecht eine Verlängerung der Elternzeit um ein halbes Jahr beantragt. Da mein Arbeitgeber auf einmal sehr entgegenkommend ist und mir angeboten hat, die 3 Monate in Teilzeit von zuhause zu arbeiten, möchte ich das Angebot gerne annehmen. Mein Arbeitgeber besteht jedoch darauf, dass ich innerhalb der Elternzeit Teilzeit arbeite und mir wurde eine Bestätigung der Verlängerung meiner Elternzeit zugeschickt, die ich unterschreiben soll.

Mein Kind wird im Februar geboren und die Elternzeitverlängerung ginge bis März. Wenn ich unterschreibe, bedeutet dies, dass der Arbeitgeber nicht den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschutz zahlen muss?

Ich habe es so verstanden, dass ich – weil ich vorher Teilzeit arbeite – nach dem BEEG auf den Zuschuss ein Recht habe, wie kann ich diesen Anspruch geltend machen? Richtet sich der Arbeitgeberzuschuss nach dem Vollzeit – oder dem Teilzeitgehalt?


Zweite Frage:
Wenn ich in Elternteilzeit arbeite, darf der Arbeitgeber mein Gehalt kürzen? Mit der Begründung, die Stelle sei mit meiner vorherigen Vollzeitstelle nicht vergleichbar? Käme dies einer Arbeitsvertragsänderung gleich, die sich auf den Wiedereinstieg nach der Elternzeit auswirkt?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Erste Frage:

Nein, die Elternzeit geht dann nicht in den Mutterschutz hinein.

Eine solche Elternzeitvereinbarung ist diesbezüglich unwirksam.

In Auslegung hieße das dann, dass die Elternzeit bis zum neuen Mutterschutz ginge.

Zweite Frage:

Ob der Arbeitgeber das Gehalt anpassen kann, hängt davon ab, was Sie in der Teilzeitstelle machen.

Wenn die Tätigkeit anders zu qualifizieren ist, als Ihre sonstige Tätigkeit, darf das Gehalt auch entsprechend angepasst werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2012 | 18:09

Sehr geehrte Herr Schwerin,

vielen Dank für Ihre Antwort. Zwei Nachfragen hätte ich noch:

1. Ich kann also ohne Bedenken die Elternzeitverlängerung unterschreiben und muss nichts weiter unternehmen, um den Arbeitgeberzuschuss zu erhalten?

2. Meine Frage nach der Höhe des Arbeitgeberzuschusses war noch unbeantwortet. Ich nehme an, er richtet sich nach dem Teilzeitgehalt, nicht nach dem vorherigen Vollzeitgehalt?

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2012 | 22:08

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

1. Ich kann also ohne Bedenken die Elternzeitverlängerung unterschreiben und muss nichts weiter unternehmen, um den Arbeitgeberzuschuss zu erhalten?

Ja, das können Sie bedenkenlos machen.

2. Meine Frage nach der Höhe des Arbeitgeberzuschusses war noch unbeantwortet. Ich nehme an, er richtet sich nach dem Teilzeitgehalt, nicht nach dem vorherigen Vollzeitgehalt?

Die Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld richtet sich wie gehabt nach dem letzten Einkommen. Hier dann also dem letzten vollen Gehalt.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 22.08.2012 2,6/5,0
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Hat gut geklappt; meine Position ist nunmehr klar. Immer wieder gerne. Mfg ...
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