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Teilzahlung auf Rechnung wegen behauptetem Pauschalpreis- was tun?

21.11.2013 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Vertragsinhalt und Rechnung

Ich habe ein Nebengewerbe und habe für einen Kunden ein Treppengeländer gebaut. Erst sollte es eine ganz einfache Ausführung werden für die ich Ihm einen ungefähren Preis sagte aber nur für das Material, denn Arbeitsstunden werden extra berechnet und können vor Herstellung nicht genau berechnet werden. Angebot war mündlich und wurde angenommen. Nach Bestellung des Materials wurde das Design des Geländers auf Wunsch des Kunden nochmal geändert. Daraus erfolgte das ich Ihm daraufhin wies das es aber ein Mehraufwand ist dies so herzustellen und demzufolge auch mehr Arbeitsstunden entstehen. Er sagte aber das es Ihm egal ist und in Ordnung geht und er es jetzt eben anders möchte. Nach Fertigstellung und Montage übersendete ich Ihm die Rechnung. Pünktlich zahlte er wieder nicht, sowie auch schon die zuvor zugestellte Materialrechnung. Nach der ersten Mahnung überwies er nur einen minimalen Betrag der weder den Arbeitsstunden noch den zusätzlichen Material entsprach und schrieb einen Brief mit der Begründung das ja das Angebot ein anderer Betrag war und er zahlt nur den Preis. Jetzt kommt er sogar mit nen Anwalt daher und behauptet das ein Pauschalpreis ausgemacht gewesen wäre. Dies mache ich aber Grundsätzlich nicht. Desweiteren behauptet er auf einmal das er andere Angebote gehabt hätte mit besserer Ausstattung zu einen günstigeren Preis. Dies kann ich nicht nachvollziehen. Jetzt soll ich noch die Rechnung seines Anwalts zahlen. Ich finde dies eine Frechheit. Ich habe ihm eine saubere, ordnungsgemäße Arbeit abgeliefert so wie er es haben wollte und jetzt zahlt er nicht die volle Rechnung und auch immer unpünktlich und zu allem Überfluss soll ich noch seine Anwaltsgebühren zahlen. Ist das gerecht????? Was kann ich hier tun, möchte mein Geld für die Arbeit die ich geleistet habe!?

Einsatz editiert am 21.11.2013 20:17:56

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eines vorweg:
Die Anwaltskosten brauchen Sie nicht zu zahlen, wenn Sie jemanden in Anspruch nehmen und dieser (vermeintlich) meint, Sie hätten kein Recht dazu - das ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs als allgemeines Lebensrisiko derjenigen, der den Anspruch abwehrt, grundsätzlich hinzu nehmen. Nur beim Prozess gilt etwas anderes.

Zur Vertragsausführung und dem -inhalt:
Sie haben die Darlegungs- und Beweislast für den Vertragsinhalt und die -ausführung, wenn Sie sich derart darauf berufen wollen, gleichfalls für die dazugehörige Rechnung.

Da sehe ich mangels schriftlicher Abreden ein gewisses Problem.

Aber:
Der Kunde von Ihnen hat den Vertragssgegenstand abgenommen und wohl nur die Rechnung und deren Höhe moniert.

Dieses lässt aber Rückschlüsse auf den Vertragsinhalt zu.

Schreiben Sie das der Gegenseite und bestehen Sie auf einen Ausgleich der Rechnung; nehmen Sie sich aus Gründen der Waffengleichheit selbst einen Anwalt - dessen Kosten können Sie im Gegensatz zur Gegenseite als Verzugsschadensersatz mit geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.11.2013 | 08:33

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Dies bedeutet also das ich seine Kosten für den Anwalt erst einmal nicht zahlen muss? Habe ich dies richtig Verstanden?

Da er im Zahlungsrückstand ist und ich Ihm schon Mahnungen geschickt habe und Ihn daraufhin gewiesen habe ein Inkassobüro zu beauftragen bei nicht Zahlung, wäre es dann jetzt noch sinnvoll dies zu tun oder ist es besser über einen Anwalt.

Sollte ich dem Anwalt vom Kunden vorab einen Brief schreiben das ich seine Kosten erst einmal nicht zahle und alles weitere über meinen Anwalt kommt und Ihm in den Brief auf Ihre Aussage bezüglich seiner Kosten hinweise, dies nicht von mir zu zahlen sind?

Mit freundlichen Grüßen und großen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.11.2013 | 10:00

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

1.
Ja, richtig, zahlen Sie keine Anwaltskosten.

2.
Ein Anwalt ist besser als ein Inkassobüro, da der dann auch gerichtlich tätig werden kann.

3.
Ja, auch das ist richtig, weisen Sie in dem Brief an ihn hin, das ist das Beste.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt


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