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Teilungsversteigerung zur Erbauseinandersetzung

15.08.2020 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Meine Nichte hat die Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft beantragt. Die Erbengemeinschaft setzt sich aus Nichten und Neffen zusammen, dazu ich und meine Schwester.
Meine Nichten und Neffen haben Grundvermögen geerbt, sowie einen Anteil an einem landwirtschaftlichen Grundstück, an dem ich und meine Schwester noch zu gleichen Teilen (je 1/3) beteiligt sind. Konkret bin ich und meine Schwester also nur an dem Acker beteiligt. Den Verkehrswert des Ackers schätze ich auf € 12.000, mein Anteil beläuft sich danach auf 1/3 =
€ 4.000. Die Teilungsversteigerung wurde von meiner NIchte beantragt, weil sich die drei Erben angeblich nicht über die Auseinandersetzung einigen können. Ich und meine Schwester wurden über das Vorhaben nicht informiert, wir hätten keine Einwendungen gehabt, den Acker am freien Markt zu veräußern. Wenn die Antragstellerin die Zwangsversteigerung durchsetzt könnte sie Gefahr laufen, ihre bisherige Wohnung zu verlieren. Außerdem hat meine andere Nichte großes Interresse das leerstehende elterliche Haus zu kaufen. Ich möchte die Versteigerung wenn es geht mit allen Mitteln verhindern, weil es eigentlich nur Verlierer gibt. Auch weil ich der Meinung bin, dass offensichtlich nicht alle Möglichkeiten der Einigung ausgeschöpft worden sind.
Konkret meine Fragen dazu:
1. Sehen Sie eine Chance durch einen Antrag gem. § 180 Abs.2 ZVG vorläufig einen Aufschub zu erreichen und wie könnte ich den Antrag ggf. begründen?
2. Wäre es denkbar und zulässig, den Acker noch vor der Versteigerung zu veräußern, sofern ich mich diesbezüglich mit den anderen Beteiligten kann?
3. Sofern der Verkauf des Ackers scheitern würde, wonach richtet sich meine Kostenbeteiligung, schließlich steht mir und meiner Schwester ja nur ein kleiner Vermögensanteil zu?

15.08.2020 | 19:25

Antwort

von


(229)
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86899 Landsberg
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich werde Ihre Frage später beantworten,
bitte noch nicht nachfragen


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 16.08.2020 | 10:30

Sehr geehrter Anwalt,
meine Frage wurde offensichtlich etwas mißverstanden! Ich persönlich bin an keiner der Immobilien interessiert. Es geht mir um den Erhalt für meine Nichte und Neffen! Um es nochmals etwas zu präzieren folgendes:

Mit der Erbengemeinschaft im engeren Sinne ( Nichten und Neffen) haben ich und meine Schwester eigentlich nichts zu tun; außer dass wir noch diesen gemeinsamen Acker haben. Also nach dem Tod meines Schwagers ging dessen 1/3 Anteil auf dessen 3 Kinder in Erbengemeinschaft über. Ich war deshalb auch etwas überrascht, dass der Acker in dieses Zwangsversteigerungsverfahren fällt bzw einbezogen wurde. Mein Interresse und das meiner Schwester ist, vor Durchführung der Zwangsversteigerung den Acker ggf. anderweitig zu verwerten, damit wir nicht weiter Antragsgegener in diesem Verfahren sind! Verständlich oder?

Bei der Erbmasse meiner Neffen und Nichten handelt es sich im wesentlichen um Grundvermögen mit einem ansehnlichen Wert. Zwei Grundstücke werden von den Beteiligten bisher selbst zur Miete bewohnt. D. h. sie müßten bei der Teilungsversteigerung sehen, durch Meistgebot ihre Wohnung zu ersteigern, um die Wohnungen nicht zu verlieren.

Mein Hauptinteresse (als Onkel) ist, mich dafür einzusetzen, dieses Szenario zu vermeiden und noch auf eine gütliche Einigung hinzuwirken. Auch um das Vermögen meiner verstorbenen Schwester und Schwager möglichst zu erhalten! Deshalb wollte ich erstmal alle Möglichkeiten ausloten, das Verfahren mit rechtlichen Mitteln zu verzögern. Ich denke nur dadurch, kann die Antragstellerin eventuell noch zur "Vernunft" gebracht werden. Offensichtlich will sie mit diesem Antrag vor allem Druck auf die anderen ausüben! Nachdem sich die Parteien auch noch um andere Dinge streiten; könnte die Verteilung des Erlöses nach einer Versteigerung noch Jahre in Anspruch nehmen. Dessen ist sie sich wohl nicht bewußt!

Meine Fragen sind im großen und ganzen von Ihnen beantwortet. Ich habe geplant, den Antrag nach § 180 ZVG zu stellen, um wie oben ausgeführt, das Verfahren zu verzögern. Meine Begründung, den Acker noch frei veräußern zu wollen und außerdem mit dem Hinweis bisher nicht über die Absicht informiert zu sein, das Vermögen zu versteigern, wird nach meiner Einschätzung nicht ausreichend sein?
Dazu noch die Nachfrage; sofern meinem Antrag wider Erwarten doch stattgegeben werden sollte; hat die Antragstellerin dagegen ein Rechtsmittel?
Freundliche Grüsse und vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.08.2020 | 14:35

Sicherlich ist es zielführend, den eigenen Antrag besser zu begründen, wenn nicht nur ein kurzer Aufschub beabsichtigt ist.

Sollte das Gericht antragsgemäß entscheiden hat der Gegner mehrere Möglichkeiten:

Die Aufhebung der ZwV kann mit der Sofortige Beschwerde angefochten werden (§ 95 ZVG mit § 793 ZPO ).

Bei Einstellung der ZwV gilt § 30 ZVG :
Für den Gläubiger nach Anhörung sofortige Beschwerde, ansonsten Erinnerung (ggf. anschließend sofortige Beschwerde).

Einstellung nach §§ 30a , 180 II, III ZVG kann eine Beanstandung der Belehrung erfolgen oder Erinnerung gem. § 766 ZPO .

Ergänzung vom Anwalt 15.08.2020 | 21:57

Frage 1.) Da die Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung einer Miteigentümergemeinschaft nicht ausschließlich wegen bestehender Geldnöte erfolgt
sehen die §§ 181 - 185 ZVG Sonderreglungen vor. Die Zwangsversteigerung erfolgt nur
auf Antrag z.B. eines Beteiligten einer Erbengemeinschaft, jeder ist allein antragsberechtigt (§ 749 Abs. I BGB ).

Insbesondere der von Ihnen zitierte § 180 Abs. II ZVG sieht die einstweilige Einstellung der Zwangsversteigerung vor. Auf begründeten Antrag mindestens eines Miteigentümers ist das für max. 6 Monate vom Gericht anzuordnen, wenn das bei Abwägung der widerstreitenden Interessen der beteiligten Miteigentümer angemessen erscheint. Das kann 2 x erfolgen.

Die Begründung muss vor allem Ihr Interesse am Erhalt der Immobilie darstellen und darüber hinaus die widerstreitenden Interessen aufzeigen und vor allem aber die drohenden Nachteile bei einer vorzeitigen Versteigerung (Ermessensentscheidung des Gerichts):
Der Aufschub muß also den anderen Miteigentümern (finanziell und zeitlich) zumutbar sein.

Frage 2.) Da der Acker nicht verpfändet ist, kann er jederzeit frei veräußert werden.
Erforderlich ist aber die Zustimmung der anderen Miteigentümer.

Es spricht daher gar nichts dagegen, ein (angemessenes) Angebot zu machen oder einen Käufer zu finden, und beides den anderen Miteigentümern zu unterbreiten.

Sofern die anderen dem aus (moralisch zu beanstandenden) Gründen nicht zustimmen, machen sie sich ggf. sogar schadensersatzpflichtig.

Frage 3.) Ihre Kostenbeteiligung richtet sich nach der Erbquote, d.h. je 1/3 wenn nur der Acker betroffen sein sollte und x/y-tel wenn der gesamte Nachlaß am Stück versteigert wird.

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