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Teilungsversteigerung durch Betreuerin

27.06.2016 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Nach dem Tod meines Vaters erbte meine Mutter 50%, mein Bruder und ich jeweils 25% von unserem Elternhaus.Meine Mutter erhielt eine-vom Gericht bestellte-Betreuerin.
Diese hat jetzt die Teilungsversteigerung von unserem Elternhaus erneut beantragt, nachdem sie ruhend gestellt war.
Mein Antrag auf Einstellung des Verfahrens wurde abgelehnt,-die Beschwerde dagegen auch.
Jetzt wurde mir von einem Sachverständigenbüro ein sehr kurzfristiger Besichtigungstermin zur Verkehrswertermittlung mitgeteilt.Das Gutachten wurde vom Amtsgericht in Auftrag gegeben.
Wer bezahlt das zu erstellende Gutachten?
Wie hoch sind die Kosten für das Gutachten?
Das Haus wird von mir bewohnt!
Muß ich die Sachverständigen in das Haus/-auf das Grundstück lassen?
Die Betreuerin hat Zugangsrecht.
Kann Sie eine Person ihrer Wahl(zum Termin) in meine Wohnung mitbringen?
Falls es zur Zwangsversteigerung kommt, muß die Betreuerin Rechenschaft ablegen, wofür sie den Erlös verwendet(hat)?
Zu welchen Vorgängen sollte ich einen Anwalt beauftragen?
Vielen Dank


Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage
wie folgt.

Bei der Teilungsversteigerung geht es letztlich um die Versteigerung des gesamten Grundstückes zur Aufhebung der Gemeinschaft. Das von Ihnen bewohnte Haus wird sozusagen zu Geld gemacht und an diesem Geld setzt sich dann ihre Erbengemeinschaft fort. Sie müssen sich dann mit den übrigen Mitgliedern der Erbengemeinschaft über die Auszahlung des Geldes einigen. Solange Sie dies nicht tun bleibt der Erlös bei Gericht hinterlegt.

Die Kosten für die Grundstücksbewertung fallen in das geringste Gebot. Dies bedeutet letztlich, dass diese Kosten insgesamt den Erlös schmälern, da sie vorab aus dem Erlös genommen werden. Also zahlt die Erbengemeinschaft insgesamt die Kosten für die Grundstücksbewertung. Des weiteren treffen die Erbengemeinschaft durch entsprechenden Abzug vom Versteigerungserlös natürlich auch die übrigen Verfahrenskosten, wie Gerichtskosten.

Die Kosten für die Erstellung des Gutachtens es sind abhängig vom Wert des Objektes und der konkreten Umstände vor Ort.. Sie können hier aber mindestens mit 2000 € rechnen.

Die Betreuerin ist gegenüber dem Amtsgericht, durch das sie bestellt wurde, rechenschaftspflichtig und hat in diesem Zusammenhang umfassend darzulegen, welche Beträge sie ausgegeben und erlangt hat.

Sie sind nicht verpflichtet einem Sachverständigen Zugang zu dem Objekt zu gewähren. Allerdings kann die Betreuerin im Rahmen des Zugangsrechtes auch den Zugang zum Objekt für einen Sachverständigen ermöglichen.

Sie sollten daher einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen im Rahmen der Auseinandersetzung Erbengemeinschaft beauftragen.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

Bitte beachten Sie, dass die Beratung im Rahmen dieser Plattform nur eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Sie kann daher eine detaillierte Rechtsberatung, unter Vorlage von Unterlagen und Urkunden, niemals ersetzen.

Freundliche Grüße

D. Meivogel
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2016 | 15:52

Wert des Objektes ca.200.000 Euro!
Wie teuer wird das Gutachten etwa?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2016 | 16:09

Bei einem Wert von 200.000,- EUR ergibt sich aus der Honorartafel zu § 34 Abs. 2 und 2 HOAI eine Bandbreite von 860,- bis 1.432,- EUR je nach Schwierigkeitsstufe.

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