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Teilungsversteigerung bei Erbengemeinschaft

| 15.03.2012 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe


Wir sind Pächter eines Grundstückes.
Das Grundstück ist in 48 Erbanteile lt. Grundbuch aufgeteilt. Wir konnten 1/4 der Erbanteile erwerben, stehen somit nun mit im Grundbuch.
Da wir schon über 10 Jahre versuchen das Grundstück gesamtheitlich zu erwerben, wollten wir dies nun über eine Teilungsversteigerung tun.
Leider hat das Gericht abgelehnt, da nicht alle Erben bzw. Nach-Erben auffindbar.
18/48, die einer kleine Gruppe der Erbengemeinschaft gehören, werden anwaltlich verwaltet. Dort drüber läuft auch das Anderkonto für die Pacht, mit der Grundsteuer usw. beglichen wird. Auch hier konnten wir zu keiner Regelung finden, obwohl einige Erben sofort bereit sind ihren Anteil zu verkaufen ( Anwalt reagiert nicht)
Was können wir tun. Wir möchten kaufen, denn wir möchten auch ausbauen.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen wie folgt beantworte:

Grundsätzlich müssen bei einer Teilungsversteigerung alle Miteigentümer zumindest namentlich bekannt sein. Deshalb muss ich Ihnen leider raten, sich auf die mühsame Suche nach den Miterben zu machen. Sie können zu diesem Zweck beim Grundbuchamt in der Grundakte recherchieren. Das ist die zum Grundbuch gehörende Akte, welche die jeweiligen Unterlagen wie z.B. notarielle Verträge, Erbscheine etc. enthält, auf die in den Grundbucheintragungen Bezug genommen wird. Sie haben ein Recht auf Einsicht in die Grundakte, da Sie ein berechtigtes Interesse geltend machen können.
Des Weiteren könnten Sie bei den Standesämtern bzw. Nachlassgerichten recherchieren, um herauszufinden, wie die jeweilige Erbfolge war und wer jeweils Erbe geworden ist. Vermutlich wird sich die Erbengemeinschaft auf wenige Personen zurückführen lassen, so dass Sie von dort aus einen Stammbaum erstellen müssten, um einen Überblick zu erhalten.

Es dürfte jedoch unproblematisch sein, wenn es Ihnen nicht gelingt, die aktuellen Anschriften der Erben herauszufinden, denn dann gelten die Regeln des § 6 ZVG, wonach bei unbekanntem Aufenthalt oder wenn die Voraussetzungen der öffentlichen Zustellung aus sonstigen Gründen nach § 185 ZPO vorliegen, das Gericht einen Zustellungsvertreter bestellen muss. In einem solchen Fall müssen Sie dem Gericht jedoch nachweisen, dass Sie alle möglichen und zumutbaren Anstrengungen unternommen haben, um den Aufenthalts- oder Wohnort der jeweiligen Person herauszufinden. Sie müssen dann den letzten bekannten Wohnort angeben.

Die Versteigerung selbst erfolgt dann nach §§ 180 ff. ZVG.

Bei der von Ihnen geschilderten Konstellation fragt man sich jedoch, wer auf Verpächterseite den Vertrag mit Ihnen abgeschlossen hat und aus welchem Grund sich der Anwalt berechtigt sieht, das Geld über sein Anderkonto einzuziehen, wenn er nicht alle Miteigentümer vertritt. Möglicherweise können Sie der Reaktionswilligkeit des Anwalts auf die Sprünge helfen, wenn Sie die Pacht eine Zeit lang nicht zahlen unter Hinweis darauf, dass zunächst geklärt werden müsse, wem das Geld überhaupt zusteht. Dieses Vorgehen birgt allerdings auch Risiken, weil dann evtl. jemand die Auffassung vertreten könnte, der Pachtvertrag mit Ihnen sei mangels Vertretungsmacht nicht rechtswirksam abgeschlossen. Deshalb rate ich Ihnen, die Pacht erst dann zurück zu halten, wenn Sie die Frage der Wirksamkeit des Pachtvertrages nochmals überprüft haben und wenn Sie das beabsichtigte Vorgehen dem Anwalt vorher angekündigt haben, damit er Gelegenheit erhält, darauf zu reagieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Angaben weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 17.03.2012 | 11:01

Wir haben den Fall ja bereits vor 1 Jahr einen Anwalt übergeben.Er hat alle Informationen aus dem Grundbuch usw. Er meint, dass er teilweise auf offenen Fragen keine Antworten bekommen hat, wenn die Personen verzogen oder kein Sterbedatum angegeben,so dass angeblich eine Nachfrage beim Nachlassgericht nicht möglich war. er hatte auch schon eine Brief von Anwalt an Anwalt gesendet und keine Reaktion erhalten.
Ws können wit tun?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2012 | 17:02

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wenn Sie von einer Person den Namen und einen (evtl. auch früheren) Wohnort kennen, können Sie über das Einwohnermeldeamt dieses Wohnortes versuchen, aus dem Archiv den Geburtsort und das Geburtsdatum herauszufinden. Beim Standesamt des Geburtsortes müsste dann auch der Sterbefall mit Sterbedatum und Sterbeort registriert sein. Auf diesem Weg können Sie das Nachlassgericht, welches für den Sterbeort zuständig ist, herausfinden.

Möglicherweise lohnt es sich, diese Recherchen durch einen Detektiv ausführen zu lassen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem weiteren Vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 17.03.2012 | 10:53

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