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Teilungsversteigerung ;Übernahme Grundschulden; Löschungsbewilligung

06.02.2019 15:10 |
Preis: 50,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Teilungsversteigerung, Löschungsbewiligung für bestehenbleibende Rechte

Sehr geehrte Damen und Herren ,

ich habe Ende Novemer den Zuschlg für ein Haus aus der Teilungsversteigerung einer Erbengemeinschaft bekommen. Zu dem Bargebot musste ich auch 2 Grundschulden übernehmen. Die 1.Bank hat mir nach telefonischer Kontaktaufnahme, nach dem Versteigerungstermin, den zu zahlenden Betrag genannt ( Grundschuld zzgl. im Grundbuch eingetragene Zinsen ). Sie hat nach Zahlung des Betrages auch umgehend die Löschungsbewilligung erteilt.
Die 2. Bank hat mir ebenfalls nach telefonischer Kontaktaufnahme, nach dem Versteigerungstermin,mitgeteilt, es handele sich hier bei der eingetragenen Grundschuld lediglich um eine zusätzliche dingliche Absicherung für eine auf ein anderes Objekt besicherte finanzierte Immobilie.
Es reiche nicht aus, den Betrag der im Grundbuch steht an die Bank zu zahlen um dann von Ihnen eine Löschungsbewilligung er erhalten, weil Vertragspartner die Erbengemeinschaft sei. Die Bank würde einer Löschung zustimmen, egal ob ein Betrag gezahlt wird ( da das eigentliche Darlehen ja auf einem anderen Grundstück besichert sei und das Darlehen auch immer bedient wird )oder der Betrag der im Grundbuch des ersteigerten Objektes bezahlt wird oder irgendeine Summe die die Erbengemeinschaft fordern würde.
Diese Bank fordert nun von mir, für die Erteilung der Löschungsbewilligung, eine Erklärung der 3 Alteigentümer aus der Erbengemeinschaft, das man mir eine Löschungsbewilligung erteilt, wenn ich den Betrag XXX auf das Konto der Erbengemeinschaft zahle.
Eine Person aus der Erbengemeinschaft verweigert aber diese Zustimmung. Was kann ich nun tun ? Kann die Bank das so verlangen ?
Meine finanzierende Bank gibt mir die Zusage nur, wenn das Grundbuch bereinigt wird und nicht nur der 1. Rang frei ist ( da die Löschungsbewilligung der 1. Bank ja vorliegt ). Sie lässt sich auch nicht, auf mein Angebot ein, den überhängenden Finanzierungsbedarf auf einem anderen Objekt zu besichern.

Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt. Ansonsten bitte noch einmal nachfragen .

Für Ihre Antwort danke ich im Voraus !


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Durch den Zuschlag in der Teilungsversteigerung sind Sie Eigentümerin geworden. Auf die bestehen bleibenden Grundschulden ist der Nominalbetrag zzgl. der Grundschuldzinsen ab Zuschlag zu zahlen.

Keinesfalls sollten Sie eine Zahlung an die Erbengemeinschaft vornehmen. Auch wenn die Bank anführt aus der betreffenden Grundschuld keinen Sicherungsanspruch mehr geltend zu machen, kann dies nicht einfach Löschungsbewilligung erteilen, wenn Sie eine Zahlung an die Erbengemeinschaft vornehmen. Auch ohne eine Zahlung kann seitens der eingetragenen Bank keine Löschungsbewilligung erteilt werden.

Der korrekte Weg seitens der Bank ist die nicht mehr valutierende Grundschuld an die Berechtigten (Erbengemeinschaft) abzutreten. Durch den Eigentumswechsel ist jedenfalls eine Löschungsbewilligung ohne Zahlung ausgeschlossen. Im Falle einer Abtretung der Grundschuld an die Berechtigten können Sie dann zur Löschung der Grundschuld eine Zahlung an die Berechtigten vornehmen.

Wichtig ist, dass Sie der Bank die Zahlung ausdrücklich angeboten haben, da in der Regel erhebliche Grundschuldzinsen anfallen und weiterlaufen.

Zur weiteren Vorgehensweise sollten Sie daher die Bank auffordern mitzuteilen, dass diese Löschungsbewilligung erteilt, wenn der erforderliche Ablösebetrag gezahlt wird. Läßt sich die Bank hierauf nicht ein, ist der Ablösebetrag bei Gericht zu hinterlegen. Dies stoppt den Zinsanfall aus den Grundschuldzinsen. Die Bank ist dann auf Erteilung der Löschungsbewilligung notfalls gerichtlich in Anspruch zu nehmen.

Aufgrund des wirtschaftlichen Interesses empfehle ich ihnen anwaltliche Hilfe bei der Korrespondenz mit der Bank in Anspruch zu nehmen. Ggfs. läßt sich eine außergerichtliche Lösung mit anwaltlicher Unterstützung erreichen. Jedenfalls sollten Sie die im Grundbuch eingetragene Bank auf Schadensersatz im Hinblick auf die angeführten Probleme bei der Finanzierung in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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