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Teilungsversteigerung - Schlüssel zum Haus

23.09.2013 11:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Ich habe den 1/2 Erbanteil an einem Einfamilienhaus erworben.

Dieses Haus wird Ende Oktober zwangsversteigert (Teilungsversteigerung).

Im Haus befindet sich noch Hausrat von Wert. Dies gehört ja mir ja mit dem Kauf des Erbteils ebenfalls zur Hälfte.

Der andere Mieteigentümer (Miterbe) verweigert mir die Aushändigung eines Zweitschlüssels zum Haus (der Verkäufer hatte keine Schlüssel) und widerspricht auch meinem Vorschlag, sich vor der Versteigerung im Haus zu treffen zwecks Aufteilung des Hausrats.

Nach meinem Kenntnisstand, müsste man sich ja sonst mit dem eventuellen Ersteigerer nach der Versteigerung einigen, da er ja sofort Eigentümer wird.

Gibt es eine Möglichkeit, den Miterben zu zwingen, mir das Haus vor der Versteigerung zu öffnen, bzw. sich dort zu treffen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein unmittelbarer Anspruch gegen den (Mit-)Erben auf Herausgabe eines Schlüssels oder Vereinbarung eines gemeinsamen Termins zwecks Inventarerrichtung haben Sie nicht.

Schon Auskunftsansprüche unter Miterben bestehen nur in begrentzen und zudem streitigen Umfang.

Gem. § 2027 BGB können Sie den anderen Miterben auf Auskunft über den Bestand des Nachlasses in Anspruch nehmen, sofern dieser "Erbschaftsbesitzer" ist. Nach Ihren Angaben gehe ich davon aus, dass der andere Erbe der einzige in Besitz eines Schlüssels zum Hause ist, so dass dieser als Besitzer des Erbes angesehen werden kann.

Nach § 2038 BGB sind die Miterben untereinander verpflichtet, an Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses erforderlich sind. Als Erwerber des Miterbenanteils steht Ihnen dieses Recht auf gemeinsame Verwaltung zu.

Sie sollten daher den Auskunfts- und Mitwirkungsanspruch schriftlich mit Fristsetzung geltend machen. Sofern dies nicht zielführend ist, sollte die Einleitung gerichtlicher Schritte ( ggf. im Eilverfahren )in Erwägung gezogen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Steidel, Rechtsanwalt

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