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Teilungsversteigerung / Gerichtsgutachten mangelhaft

| 06.10.2014 16:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


sehr geehrte Juristen.

Im Rahmen einer Teilungsverteigerung wurde ein gerichtliches Gutachten angefertigt. Nach meiner Prüfung sind mehrere Mängel vorhanden. Das Gutachten war auch nicht gestempelt und nicht unterzeichnet vom Sachverständigen. Das alles habe ich dem Gericht in einer ausführlichen Stellungnahme mitgeteilt und mit Bilddokumenten belegt. Dazu wurden noch zwei Privatgutachten beigefügt, welche dem gerichtlichen Gutachten in der Berechnung und dem Ergebnis deutlich (30%) widersprechen.

Ein, meiner wesentlichen Kritikpunkte am gerichtlichen Gutachten ist wie folgt.:
Der Sachverständige hatte anl. der Ortsbesichtigung, Mängel am Gebäude festgestellt.
Zwischen der Ortsbesichtigung und der Gutachtenerstellung lag ein Zeitraum von ca. 8 Wochen. In dieser Zeit hatte ich alle Mängel beseitigt (repariert) und dem Sachverständigen (in mehreren Etappen) mit Reparaturberichten und Photo´s belegt.
Auch der Rechtspfleger hatte davon Kenntnis und darüber hinaus sogar noch die Abgabefrist an den Sachverständigen für das Gutachten um eine Woche verlängert, damit ich alle Reparaturen abschliessen konnte.

Im gerichtlichen Gutachten werden diese Gebäudemängel jedoch alle weiterhin aufgeführt und mit einem Betrag von pausch. 35.000.-€ in Abzug gebracht. Eine detaillierte Kostenaufschlüsselung ist im gerichtlichen Gutachten nicht enthalten.

Der Sachverständige beruft sich bez. der Gebäudemängel auf den Wertermittlung-Stichtag = Tag der Ortsbesichtigung. Der Rechtspfleger übernimmt diese Haltung.

Im Gutachten steht aber u.A., Zitat: "sollten sich nach dem Wertermittlung-Stichtag Änderungen ergeben welche wertbeeinflussend sind, muss das Gutachten fortgeschrieben werden".

Demnach müsste die Beseitigung der Mängel nach dem Wertermittlungsstichtag als Wertsteigerung anerkannt und in das Gutachten eingerechnet werden, bzw. die ursprünglichen Wertabzüge wegen Mängel müssten ausgeglichen (gelöscht) werden.


Frage 1: Sehe ich das richtig?




Das Gericht hat nach meiner Stellungnahme zum gerichtlichen Gutachten wiederum eine Stellungnahme des gerichtlich bestellten Sachverständigen angefordert und mir nun vorgelegt.
In dieser Stellungnahme sind jedoch die Mängel nicht ausgeräumt und neue Mängel dazu gekommen. Zu den Privatguachten / Vergleichsgutachten wurde nicht Stellung genommen.

Der Rechtspfleger beabsichtigt nun das gerichtliche Gutachten unverändert zu verwenden. Er gibt als Begründung an "das gerichtliche Gutachten sei nachvollziehbar erläutert und manifestiert und der Vortrag des Gegners sei nicht geeignet Abweichungen vom gerichtlichen Gutachten zu treffen".
Eine genaue Begründung bzw. detaillierte Stellungnahme zu den strittigen Punkten von Seiten des Gerichts wurde nicht abgegeben.

Der Rechtspfleger sagte in Telefongesprächen desöfteren, das er alleine und mit zu viel Arbeit überfordert sei.
Desweiteren sagte der Rechtspfleger in einem Telefonat, er habe meine Stellungnahme zum dem gerichtlichen Gutachten und die beigefügten Vergleichsgutachten nicht geprüft, sondern an den Sachverständigen zur Prüfung und Beantwortung weitergeleitet.

Das Gericht hat demzufolge die Vergleichsgutachten / Privatgutachten sowie meine Einwände gegen das gerichtliche Gutachten nicht gelesen, sondern die Prüfung und Beantwortung dem gerichtlich bestellten Sachverständigen überlassen und schliesst sich ohne eigene Prüfung dessen Vortrag an.

Ich möchte jedoch eine genaue Prüfung meiner vorgetragenen Argumente und die Würdigung der privaten Vergleichsgutachten durch das Gericht erreichen und die Behebung der Mängel im gerichtlichen Gutachten.

Frage 2: Wie kann ich das erreichen ? .



Desweiteren stellt das Gericht die Stellungnahme des Sachverständigen mit 1.200.-€ in Rechnung. Die Stellungnahme ist, wie das Gutachten selbst, mangelhaft.

Frage 3: Muss ich diese mangelhafte Stellungnahme bezahlen?
Frage 4: Mit welchen Argumenten kann ich Einspruch erheben?

ich bitte um Prüfung des Sachverhalt und Beantwortung meiner Fragen.

mit freundlichem Gruß,
braucherat 123


Einsatz editiert am 06.10.2014 18:33:07
06.10.2014 | 19:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

Das Gutachten muss so detailliert wie nur möglich sein und darf sich nicht auf pauschale Summen beschränken, wenn eine konkrete Berechnung möglich ist, insbesondere wenn zusätzliche Parteigutachten das Gegenteil aussagen. Hierzu müsste bei Gericht beantragt werden, dass der Gutachter auch zu den Abweichungen im Parteigutachten Stellung nimmt.

Auch die nunmehr behobenen Mängel müssen sich im Gutachten wiederfinden lassen. Auch dies muss beantragt werden.

Wenn es das Gericht ignorieren sollte, so können Sie das Gericht und den Gutachter nicht zwingen, allerdings wäre es ein schwerwiegender Fehler, der das Urteil anfechtbar macht, wenn es zu Ihren Lasten ausgehen sollte und damit entscheidungserheblich gewesen ist.
Dies entweder in der Berufungs- oder Revisionsinstanz.

Die Gutachterkosten müssen Sie zunächst ausgleichen, allerdings steht erst mit dem Urteil fest, wer diese Kosten im Endeffekt zu tragen hat. Dies ist dann derjenige, der im Rechtsstreit unterliegt, oder entsprechend nach Quote. Die Mangelhaftigkeit des Gutachtens können Sie lediglich rechtlich angreifen, also mit Hilfe der Rechtsmittelinstanzen. Ein anderer Weg ist leider nicht vorgesehen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 27.10.2014 | 11:42

Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Hoffmeyer.

Sie nannten eine Berufungsinstanz oder Revisionsinstanz bezüglich der Anfechtung des mangelhaften Gutachten.

Müsste dazu eine neue Klage erhoben werden?
Wenn ja, an wen wäre die Klage zu richten?
Wann könnte geklagt werden?

Momentan besteht noch die Möglichkeit, Beschwerde einzulegen gegen den Wertfestsetzungsbeschluß, welcher auf dem mangelhaften Gutachten gefasst wurde.

Wo wäre die Beschwerde vorzubringen?
Beim Rechtspfleger?
Bei einer übergeordneten Stelle?
Sind Formvorschriften einzuhalten?

gerne erwarte ich Ihre ergänzende Antwort.

mit freundlichem Gruß,
braucherat 123.





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.10.2014 | 13:44

Sehr geehrter Fragesteller,

für die Berufung muss keine neue Klage eingereicht werden, allerdings eine Berufungsschrift an das nächsthöhere Gericht (entweder Landgericht oder Oberlandesgericht je nach Ausgangsinstanz) innerhalb eines Monats nach Zustellung des Urteils.

Die Beschwerde ist bei dem Gericht einzulegen, die den Beschluss erlassen hat. Die Schriftform muss gewahrt sein und die Beschwerde innerhalb einer Frist von zwei Wochen eingelegt werden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.11.2014 | 13:18

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