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Teilungsversteigerung, Eigentumswohnung, Nutzung


| 16.12.2011 11:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Guten Tag,

fünf Geschwister haben zu gleichen Teilen eine Eigentumswohnung geerbt.

Vier Geschwister wollen die Wohnung schnellstens verkaufen.

Eine Person von den fünf weigert sich dem zuzustimmen.

Die Vier haben eine Teilungsversteigerung beantragt und die Wohnung renovieren lassen sowie die Kosten hierfür übernommen.Somit ist das Objekt jetzt verkaufsfertig.

Eine Person von den Vier hat den einzigen Schlüssel und die Renovierung beaufsichtigt. Die Vier nutzen die Wohnung nicht, sie steht leer.

Der Verweigerer hat keinen Schlüssel. Die Vier möchten diesen nicht aushändigen, da zu befürchten ist. dass der Verweigerer einzieht und damit Fakten schafft.

1) Kann dem Verweigerer der Schlüssel verwehrt werden?
2) Wenn nein kann eine neutrale Person von der Vier beauftragt werden, dass der Verweigerer die Wohnung besichtigen kann, aber nicht nutzen darf? Die Vier würden alle für diese Lösung notwendigen Rechte an die neutrale Person abgeben.
3) Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch zu verhindern, dass der Verweigerer vor dem Versteigerungstermin in die Wohnung einzieht?

Danke für die Hilfe und mfG
Wiko


Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Die Ausübung des Besitzes an den Nachlassgegenständen (wozu auch der Schlüssel gehört) und die Regelung der Nutzung dieser Gegenstände durch einen Miterben fällt unter die ordnungsgemäße Verwaltung und steht den Erben daher nur gemeinschaftlich zu, § 2038 Absatz 1 BGB. Sind sich die Miterben über die Verwaltung des Nachlasses nicht einig, entscheidet die Stimmenmehrheit darüber, ob eine Maßnahme durchgeführt wird oder nicht (vgl. § 2038 Abs. 2 BGB i.V.m. § 745 BGB). Dementsprechend kann ein Miterbe nur Leistung an alle Erben gemeinschaftlich (und ggfs. Hinterlegung, wenn dies nicht Treu und Glauben verstößt) fordern, nicht aber an sich selbst, § 2039 BGB.

Der Miterbe kann also ohne Zustimmung der anderen Miterben grundsätzlich nicht fordern, dass der Schlüssel an ihn ausgehändigt wird. Nimmt er die Wohnung eigenmächtig in Besitz, kann die Erbengemeinschaft Wiedereinräumung des Besitzes und ggfs. Schadensersatz von dem Miterben verlangen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 18.12.2011 | 11:04


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"Sehr geehrter Herr Wilking,
danke für Ihren Rat, er kam Unverzüglich und war ausführlich. Sie haben mir geholfen aber eine abschließende Bewertung kann ich erst abgeben, wenn der gegnerische Anwalt Ihren Argumenten folgt.
MfG"