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Teilungsversteigerung: Aufhebung der Miteigentumsgemeinschaft


22.01.2005 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag.
Meine Lebensgefährtin ist seit 2 Jahren geschieden. Sie bewohnt seit der Scheidung mit dem aus der geschiedenen Ehe hervorgegangenen Sohn (17) das in der Ehe erbaute Haus, trägt sämtliche Kosten und Belastungen diesbezüglich allein.
Der gesch. Ehemann hat jetzt einen Antrag auf Auseinandersetzungsversteigerung gem. § 749 BGB zum Zweck der Aufhebung der Miteigentumsgemeinschaft gestellt, die Unterlagen dafür wurden uns gestern überstellt. Ein diesbezüglicher Eintrag im Grundbuch wurde bereits getätigt. Die Parteien sind je zur ideellen Hälfte als Miteigentümer des streitbefangenen Grundstücks eingetragen. Meine Frage: Wie hat in etwa ein begründeter Widerspruch (event. in Hinsicht auf das Wohl des Kindes) auszusehen?
Vielen Dank für ihre Bemühungen.

MfG, M.
Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern nicht eine besondere Vereinbarung getroffen worden sit, dass die Aufhebung der Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollte, wird ein Widerspruch nichts bringen.

Dem Ehemann steht also das Recht zu, die Aufhebung der Gemeinschaft zu beantragen, ohne dass dagegen ein "Widerspruch" möglich ist. Eine Aufhebung kann daher zunächst grundsätzlich auch zur "Unzeit" verlangt werden.



Allerdings kann man hier daran denken, einen Anspruch aus § 1353 BGB herzuleiten, wonach das Gebot zur gegenseitigen Rücksichtnahme auch für den Fall der Scheidung noch nachwirken kann.

Dann müßte beim Gericht ein Antrag gestellt werden, die Teilungsversteigerung zurückzustellen, wobei Ihre Lebensgefährtin dann bebründen muss, warum das Kindeswohl es erfordert, JETZT das Verfahren zurückzustellen ( z.B.unmittelbar bevorstehender Schulabschluß, so dass ein Wohnungswechsel mit dem damit verbundenen Aufwand den Abschluss ernsthaft gefährden würde).

Ein socher Antrag nach § 180 III ZVG muss dann beim Gericht gestellt werden.

Ich rate Ihnen, einen Kollegen vor Ort zu beauftragen (Prozesskostenhilfe nicht vergessen) oder direkt zum Gericht zu gehen; dort wird der Antrag dann zu Protokoll genommen werden.

Den genauen Wortlaut kann ich Ihnen naturgemäß nicht mitteilen, da aus Ihrem Sachverhalt nicht ersichtlich ist, warum das Kindeswohl bei Umzug gefährdet ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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