Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Teilungsanordnug (BGB §2048)

| 10.09.2016 11:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


10:31
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wollen einen Erbfall mit folgender Konstellation (testamentarisch) absichern
o Zwei Eltern
o Zwei Kinder.
o Die Eltern besitzen gemeinsam ein Haus Wert ca. 400.000 Euro und eine Wohnung Wert ca. 180.000 Euro.
o Die Eltern wollen das jedes Kind wertmäßig das gleiche bekommt.
o Allerdings gibt es Uneinigkeit wer das Haus bekommt und damit den anderen (der die Wohnung bekommt) auszahlen muss. Aus der Erbmasse ist das nicht möglich!
o Beide Kinder möchten prinzipiell das Haus. Ich glaube aber das meine Schwester sich schwer tun wird mich auszuzahlen. Sie müsste mir ja ca. 110.000 Euro im Erbfall überweisen (die sie definitiv nicht hat).


Fragen:
1. Um hier Klarheit zu haben, ist eine Teilungsanordnung (BGB §2048) wie folgt möglich und rechtswirksam?
2. Wie lange hätte meine Schwester Zeit die Ausgleichszahlung an mich zu veranlassen. Kann sich das über Jahre hinziehen?
3. Was passiert bei einer Teilungsanordnung wenn ein Elternteil verstorben ist. Ohne Teilungsanordnung werden in diesem Fall ja beide Kinder in das Grundbuch aller Immobilien aufgenommen (Erbengemeinschaft).


Wir [Name der Mutter], [Name des Vaters] verfügen dass im Erbfall eine Teilungsanordnung. Jedes Kind soll wertmäßig das Gleiche erhalten. Die Wohnung soll gemäß BGB §2048 an unseren Sohn übergehen. Das Haus gemäß BGB §2048 an unsere Tochter. Sollte unsere Tochter im Erbfall nicht in der Lage sein, die Ausgleichszahlung an unsern Sohn zu leisten. So soll die Teilungsanordnung anders herum gelten. In diesem Fall soll gemäß BGB §2048 das Haus an unseren Sohn übergehen und die Wohnung an unsere Tochter.

Vielen Dank und bitte alle drei Fragen beantworten.
10.09.2016 | 12:27

Antwort

von


(2319)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1. Um hier Klarheit zu haben, ist eine Teilungsanordnung (BGB §2048) wie folgt möglich und rechtswirksam?

Der Satz, dass jedes Kind das Gleiche erhalten soll, ist bereits gesetzlich vorgesehen, kann aber sonst auch noch einmal erklärt werden.

Problematisch ist allerdings der Satz:

"Sollte unsere Tochter im Erbfall nicht in der Lage sein, die Ausgleichszahlung an unsern Sohn zu leisten".

Hier müsste definiert werden, was das genau bedeuten sollte. Es sollte hierbei eine Frist zur Ausgleichszahlung gesetzt werden, innerhalb derer Ihre Schwester an Sie zu leisten hat (3 Monate beispielsweise ab Erbfall).
Wenn Sie das entsprechend formulieren, dass die Teilungsanordnung andersherum gelten sollte, falls Ihre Schwester innerhalb dieser Frist nicht an Sie vollständig geleistet hat, ist diese Anordnung auch konkret und hinreichend bestimmt.

2. Wie lange hätte meine Schwester Zeit die Ausgleichszahlung an mich zu veranlassen. Kann sich das über Jahre hinziehen?

Wie bereits gesagt, sollte hierzu eine Frist wie oben formuliert werden.


3. Was passiert bei einer Teilungsanordnung wenn ein Elternteil verstorben ist. Ohne Teilungsanordnung werden in diesem Fall ja beide Kinder in das Grundbuch aller Immobilien aufgenommen (Erbengemeinschaft).

Im Grunde genommen wäre auch hier weitere Klarheit durch eine einleitende Formulierung zu schaffen, dass sich die Eltern zunächst gegenseitig als Alleinerben einsetzen ("Wir setzen uns gegenseitig als Alleinerben ein") und die Teilungsanordnung, so hatte ich Sie verstanden, erst bei Tod des Letztversterbenden gelten soll ("und folgende Teilungsanordnung soll nach dem Tod des Letztversterbenden Gültigkeit besitzen").

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2016 | 20:29

Wenn wir nichts regeln also eine Erbengemeinschaft im Todesfall entsteht (i.d.R. der verbliebene Ehepartner plus ein Kind) kann meine Schwester das Haus ja nicht ohne mein Einverständnis beleihen. Gilt das im Fall einer Teilungsanordnung auch, oder könnte Sie das Haus mit 120T€ beleihen oder das Haus gar verkaufen und mir diese Auszahlen? Falls ja gibt es eine Möglichkeit das zu verhindern?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.09.2016 | 10:31

Sehr geehrter Fragesteller,

erst wenn die Auseinandersetzung vollständig vollzogen wurde, sprich alle Erbmassen entsprechend verteilt sind und alle die Zustimmung erteilt haben, könnte sie selbstständig das Haus (Grundstück) beleihen oder verwerten, allerdings nicht vorher.

Zur Sicherheit würde ich dies allerdings noch einmal die Teilungsanordnung schreiben, dass Belastungen ohne Einverständnis aller Erben vor Abschluss der Auseinandersetzung unzulässig sind.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.09.2016 | 06:09

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.09.2016
4,8/5,0

ANTWORT VON

(2319)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht