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Teilung des Vermögens bei Scheidung ohne Ehevertrag

07.06.2010 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir besitzen gemeinsam ein repes. Anwesen. Mein Mann ist freiberuflicher Alleinverdiener, ich führe einen Betrieb im Nebenerwerb auf dem Anwesen, noch ohne schwarze Zahlen. Verheiratet sind wir seit 2005, keine Kinder. Ich war berufstätig, bin seit Kündigung meiner damaligen Arbeitsstelle im Betrieb meines Mannes halbtags beschäftigt. Mein Mann ist sehr viel beruflich unterwegs und stark in seinen verschiedenen Unternehmungen engagiert. Ich bin der universelle Handlanger meines Mannes. Ich brachte in die Ehe eine Eigentumswohnung im Wert von etwa 125.000 Euro und Geld aus einer Schenkung von 100.000,- Euro ein. Zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens und dem Zusammenleben seit 2001 hatte mein Mann aus seiner vorherigen Ehe hohe Schulden. Bis heute haben wir diese Schulden bis auf einen (relativ) überschaubaren Restbetrag zur Finanzierung unserer gemeinsam genutzten Immobilie getilgt. Nun kommt es zur Trennung, wir haben keinen Ehevertrag abgeschlossen. Ich habe derzeit kein eigenes Einkommen, möchte aber meinen Nebenerwerbsbetrieb (Einzelunternehmung) zum Haupterwerb machen, müsste allerdings erst noch zum Aufbau investieren. Wie würde das Vermögen bei einer Scheidung aufgeteilt?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Der Zugewinnausgleich besteht darin, dass derjenige Ehegatte, der während der Ehe mehr Vermögen hinzuerworben hat, die Hälfte der Differenz zum Vermögenszuwachs des anderen Ehegatten an diesen auszugleichen hat.

Eine genaue Berechnung der Auseinandersetzung kann hier aber nicht erfolgen.

Es wird der sogenannte Zugewinnausgleich zwischen den scheidenden Eheleuten durchgeführt werden.

Es ist erforderlich, bei jedem Ehegatten getrennt den während der Ehe eingetretenen Vermögenszuwachs zu bestimmen. Dazu berechnet man die Differenz zwischen seinem Endvermögen und seinem Anfangsvermögen. Endvermögen ist das Vermögen, das der Ehegatte bei Beendigung der Ehe hat; Anfangsvermögen ist das Vermögen, das er bei Eheschließung hatte. Maßgeblicher Zeitpunkt für das Endvermögen ist nicht der Tag der Scheidung, sondern der Tag der Zustellung des Scheidungsantrags an den anderen Ehegatten.

Dabei wird das jeweilige Anfangs- und Endvermögen der Partner ermittelt.

Ihr Anfangsvermögen steht bei 225.000,00 €, das des Mannes steht bei 0 €.

Hatte ein Ehegatte bei Eheschließung nur Schulden oder waren seine Schulden höher als sein Vermögen, so galt für ihn ein Anfangsvermögen von 0 €. Es gab bis vor kurzem kein negatives Anfangsvermögen, § 1374 Abs. 1 BGB .

Nunmehr wird aber auch ein negatives Anfangsvermögen – also eine Verschuldung bei Ehebeginn – bei der Kalkulation berücksichtigt. Dies führt dazu, dass auch der anfänglich verschuldete Ehegatte ggf. einen Betrag X als Zugewinnausgleich leisten muss. Eine Begrenzung ergibt sich allerdings aus § 1378 BGB : Danach wird die Höhe der Ausgleichsforderung durch den Wert des Vermögens begrenzt, das nach Abzug der Verbindlichkeiten bei Beendigung des Güterstands vorhanden ist.

Weiterhin ist das Endvermögen zu ermitteln.

Der Zugewinn jedes Ehepartners wird berechnet, indem man vom Endvermögen des Ehegatten sein Anfangsvermögen abzieht.

Von der Differenz dieser beiden Werte erhält dann der weniger Vermögende 50 %.

Darüber hinaus müssen Sie sich über Immobilien und Gegenstände auseinandersetzen. Weiterhin ist derzeit Trennungsunterhalt und nach der Scheidung nachehelicher Unterhalt zu zahlen. Hier zahlt in der Regel der besser Verdienende an den anderen Partner.

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