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Teilung der geerbten Wohnung


11.12.2010 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Einen schönen guten Tag!
Noch eine Frage. Wie sieht es mit der Teilung einer Wohnung aus. Kann ein Erbe das zwingen? Kann ein Erbe den einen dazu zwingen seinen Anteil an den anderen zu verkaufen?
Danke für Ihre Antwort !
Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

Erben mehrere Personen eine Wohnung, bilden diese eine Erbengemeinschaft, der dann die Wohnung gehört. Die Erbengemeinschaft kann auch aufgelöst werden, sie ist sogar darauf angelegt. Die Auflösung der Gemeinschaft nennt man Auseinandersetzung. Durch die Auseinandersetzung wird der Nachlass also verteilt und dadurch die Erbengemeinschaft beendet.

Es gibt 3 Möglichkeiten, wie die die Auseinandersetzung erfolgen kann:

1. indem ein oder mehrere Miterben ihre Erbanteile an einen anderen Miterben oder an einen Dritten übertragen (§ 2033 BGB);

2. durch das einvernehmliche Ausscheiden eines oder mehrerer Miterben aus der Erbengemeinschaft (sog. Abschichtung), in der Regel gegen Zahlung einer Abfindung;

3. durch eine Auseinandersetzung nach §§ 2042, 750 bis 758 BGB.

Letztere kann grundsätzlich von jedem Miterben jederzeit verlangt werden, soweit dem die §§ 2043, 2044, 2045 BGB nicht entgegenstehen. Da die Aufteilung einer Wohnung in Natur nicht möglich ist (§ 752 BGB), greift § 753 Abs. 1 Satz 1 BGB, der eine Teilung der Eigentumswohnung durch Zwangsversteigerung und durch Teilung des Erlöses vorschreibt.

Zusammengefasst:

Zwingen kann ein Miterbe einen anderen Miterben nicht. Wenn eine einvernehmliche Lösung nicht möglich ist, kann ein Miterbe die Auseinandersetzung nur in der Weise erzwingen, dass die Eigentumswohnung zwangsversteigert und der Erlös unter den Miterben aufgeteilt wird. Er kann aber nicht erzwingen, dass ein Erbanteil an ihn übertragen wird. Nur wenn ein Miterbe seinen Anteil an einen Dritten verkauft (oben Möglichkeit Nr. 1), steht den übrigen Miterben ein Vorkaufsrecht nach Maßgabe des § 2034 BGB zu.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben, und wünsche Ihnen ein schönes Adventswochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Felix M. Safadi
Rechtsanwalt

_________
Allgemeine Hinweise:

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.
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