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Teilung der Schuld


18.12.2007 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke



Sachverhalt:

A und B hatten einen Verkehsunfall mit 2 PKW:


A hat B die Vorfahrt weggenommen und dadurch den Unfall (Totalschaden an 2 Autos, Pesonenschaden B schwerwiegende Verletzungen, A leichtere Verletzung) verursacht.
B war allerdings innerorts mit überhöhter Geschwindigkeit (ca. 60 bis 65 km) unterwegs
Anzumerken ist, dass B mit dem Auto des C, dass er geliehen hat unterwegs war. C hatte nur eine Haftpflichtversicherung.

Fragen:
1. Ich nehme an, b muß eine Teilschuld tragen oder es läuft sogar auf eine Teilung der Schuld hinaus, da B schneller als mit den innerorts erlaubt 50 km unterwegs war. Ist das korrekt? Gibt es dazu (zur Aufteilung der Schuld nach Prozenten) Rechtsprechung?
2. Ich nehme an, C kann von der Versicherung des A nur einen Teil seines Schadens (Totalsschaden seines Autos) ersetzt verlangen, da B ja zu schnell gefahren ist und damit
vermutlich eine Teilschuld trägt? Korrekt?(Hinweis: C hat nur eine Haftpflichtversicherung)

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Froum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann uns soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Bei einem Verkehrsunfall mit 2 PKW bildet das Gericht in der Regel gem. §§ 7, 17 StVG eine Haftungsquote entsprechend den jeweiligen Verursachungsbeiträgen. In der Regel bedeutet, dass kein Ausnahmetatbestand wie höhere Gewalt vorliegt.

Im vorliegenden Fall wiegt das Verletzen der Vorfahrt wahrscheinlich schwerer als die überhöhte Geschwindigkeit. Eine Prognose, welche Prozentzahlen dieser Quote im Ergebnis zugrunde liegen werden, kann ich hier nicht treffen, da das Gericht hier umfassend den jeweiligen Einzelfall zu würdigen hat. Angenommen die Quote würde 75 % zu 25 % betragen (ich betone noch einmal: Diese Werte sind jetzt fiktiv), würde das bedeuten, dass A bzw. dessen Versicherung 75 % des Schadens tragen müsste, also sowohl des eigenen als auch dessen der Gegenseite. Umgekehrt müssten B, C und die Versicherung des C 25 % des eigenen und des Schadens des A tragen. Die jeweiligen Haftpflichtversicherungen kommen jeweils nur für den Schaden am jeweils fremden PKW auf. Im Übrigen kann A sowohl den Fahrer B als auch den Halter C in Haftung nehmen. Das sagt jedoch nichts über das Regressverhältnis zwischen B und C. Im Innenverhältnis wird C den B wohl wegen Verletzung des Leihvertrages in Anspruch nehmen können; das muss A jedoch nicht interessieren.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben. Gerne können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt
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