Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Teilung bebaute Grundstücke bei Überbauung, WEG, Auflösung WEG, Vereinigungsbaulast

| 24.08.2013 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Das Grundstück ist mit notariellem Vertrag und mit der notariellen Teilungsklärung zur Bildung von Wohnungseigentum in zwei ideelle Grundstücksanteile (Straße Nr. 1 und Straße 1a/b) bei einer beurkundeten Grundstücksgröße von 869,0 m² und die zwei ideellen Grundstückanteile sind mit der vorgenannten Teilungsklärung zur Bildung von Wohnungseigentum in drei Miteigentums- und Sondereigentumsanteile bei einer beurkundeten Grundstücksgröße von 869,0 m² aufgeteilt worden.
Der südliche Grundstücksteil (Straße Nr. 1) des Voreigentümers hat einen Miteigentumsanteil von ½, welches mit einem Einfamilienhaus bebaut war und welcher Bestandteil der Teilungserklärung ist.
Der nördliche (unbebaute) Grundstücksanteil (Straße Nr. 1 a/b) des Voreigentümers wurde in je 2 x ¼ mit zwei Wohneinheiten (Doppelhaus Straße Nr. 1a, b) aufgeteilt. Auf dem unbebauten Grundstücksanteil wurde ein Doppelhaus errichtet. Ich bewohne das Doppelhaus Straße Nr. 1 a.
Im April 2011 wurde das auf dem Grundstücksanteil Straße Nr. 1 stehende Wohngebäude von dem neuen Eigentümer abgerissen und der Bau eines Einfamilienhauses (mit einer Überziehung von 10 %) genehmigt.
Am 22. Juni 2011 wurde auf Geheiß des neuen Eigentümers eine Grenzvermessung durchgeführt und zwischen dem Grundstücksteil Straße Nr. 1 und 1a zwei Kunststoffgrenzmarken zur Abgrenzung des Sondereigentums zwischen den Grundstücksanteilen Straße Nr. 1 und 1a/b gesetzt. Das Sondereigentum sollte aufgrund des Aufteilungsplanes (welcher Bestandteil der Teilungserklärung ist) abgesteckt werden. Für die Fläche des Grundstücksanteil Straße Nr. 1 wurde Fläche von 458 m² und für die Fläche der Grundstücksanteile Straße Nr. 1 a/b wurde zusammen 408 m² berechnet.
Eine von den Eigentümern der Grundstücksanteile Straße Nr. 1a/b in Auftrag gegebene Berechnung der ideellen Grenzen auf der Grundlage des Aufteilungsplans ergab, dass der Grundstücksanteil (Sondernutzungsfläche) Straße Nr. 1 ca. 467 m², mein Grundstücksanteil (Sondernutzungsfläche) Straße Nr. 1a ca. 202 m² und der Grundstücksanteil (Sondernutzungsfläche) Straße Nr. 1b ca. 200 m² beträgt.

Nach den vorgenannten Vermessungen wurde festgestellt, dass der Text der Teilungserklärung nicht mit der der Teilungserklärung beiliegenden Zeichnung und des Ergebnisses der vom Eigentümer des Grundstücksanteils (Sondernutzungsfläche) Straße Nr. 1 veranlassten Vermessung durch den Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung identisch ist.
Der Eigentümer des Grundstücksanteils (Sondernutzungsfläche) Straße Nr. 1 beanspruchte bislang nun die im Plan gekennzeichneten Fläche auf der Grundlage der vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung vorgenommen Eingrenzungen zu alleinigen Nutzung.
Einigkeit besteht, dass das Grundstück geteilt werden soll und zwar zwischen Straße Nr. 1 und Straße Nr. 1a/b.
Der Architekt teilte mit, dass die Rechtssituation für eine Realteilung der Grundstücke „Straße Nr. 1, 1a, 2b" nicht eindeutig sei. Fakt ist, dass nach erfolgter Realteilung keine bauordnungsrechtlichen Spannungen entstehen dürfen.
In unserem Fall sind möglicherweise nachträglich beim Bauamt Abweichungsanträge für die Überschreitung der zulässigen Bebaubarkeit der Grundstücke zu beantragen. Allerdings hat das Bauamt signalisiert einem solchen Antrag nicht stattgeben zu wollen, da die Überziehung um ein Vielfaches höher liegt, als erlaubt.

Vom Eigentümer Straße Nr. 1 wurde nun vorgeschlagen, eine Teilung der Grundstücke unter Eintragung einer baurechtlichen Auflage, einer sogenannten Vereinigungsbaulast, vorzunehmen. Bei diesem Vorgehen würden neue Grundstücke entstehen, welche sich in jeweiligem Einzeleigentum befänden. Zur Einhaltung des Baurechts würden diese neuen Grundstücke jedoch baurechtlich – wie bisher auch – wie ein einzelnes Flurstück behandelt werden. Eine baurechtliche Trennung der Grundstücke findet zwar nicht statt, jedoch würde das Gemeinschaftseigentum mit der zugehörigen Teilung nach WEG aufgelöst – so der Eigentümer Straße Nr. 1 - werden können. Die Baubehörde hat Zustimmung für diesen Weg signalisiert.

Für mich als Eigentümer Straße Nr. 1a (mittlerer Grundstücksteil) stellt sich nun die Frage, ob diese Lösung in rechtlicher Hinsicht sinnvoll und vorteilhaft ist. Neue Teilungserklärungen nach den Neubau des Einfamilienhauses Straße Nr. 1 gibt es nicht. Meine weitere Frage ist, ob ich meinen vollständigen Grundstücksanteil (jetzt tatsächlich 202 m² und nicht 217 m²) geltend machen und nutzen kann, also mit anderen Worten kann ich die von mir nicht genutzten 15 m² gegenüber dem Eigentümer Straße Nr. 1 geltend machen.

24.08.2013 | 13:08

Antwort

von


(1135)
Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Die Lösung ist für Sie grundsätzlich sinnvoll und vorteilhaft, da dann Rechtsfrieden, insbesondere in baurechtlicher Hinsicht besteht.

Der große Haken an der Sache ist jedoch die Grenzziehung. Die Grundstücke würden voraussichtlich gemäß der Skizze und der Vermessung geteilt werden, d.h. Sie würden ein Grundstück mit einer Fläche von 202 Qm erhalten.

Sie sollten daher Ihre Zustimmung davon abhängig machen, dass Ihnen die fehlenden 15 Qm zugeteilt werden oder Sie Sonderrechte für eine entsprechende Fläche des benachbarten Grundstückes erhalten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Bewertung des Fragestellers 24.08.2013 | 15:56

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Robert Weber »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.08.2013
4,8/5,0

ANTWORT VON

(1135)

Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Mietrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Grundstücksrecht, Medienrecht