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Teilung Erbschaftsanteil

| 06.04.2016 09:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Ich habe im Jahr 1999 einen Grundstücksüberlassungsvertrag mit Auflassung mit meiner Mutter über ein Baugrundstück abgeschlossen. Im gleich Vertrag wurde ein Wert des Grundstückes mit 100.000 DM eingetragen. Ich habe dann im Jahr 2007 ein Haus auf das Grundstück gebaut.
Meine Mutter ist im Jahr 2015 verstorben. Ich habe 3 Geschwister, die zu gleichen Teilen erbberechtigt sind. Der Verkehrswert des Grundstückes im Jahr 2015 liegt bei 80.000€.
Nun meine Frage:
Welcher Wert wird für das Grundstück bei der Aufteilung des Erbes bei meinem Erbschaftsanteil abgezogen 50.000€ oder 80.000€?
06.04.2016 | 11:27

Antwort

von


(445)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage
wie folgt.

Zunächst sollten Sie beachten, dass eine Erbausgleichung gemäß Paragraph 2050 Abs. 3 BGB nur dann erfolgt, wenn der Erblasser dies bei der Zuwendung auch so angeordnet hat. Somit ist eine Ausgleichungspflicht die Ausnahme.

Sofern in ihrem Fall eine Ausgleichung erfolgen muss, ist diese nach der Regelung des Paragraphen 2055 BGB durchzuführen. Demnach ist der Nachlass bezogen auf den Zeitpunkt zu dem der Erbfall eingetreten ist zu bewerten. Die ausgleichungspflichtige Zuwendung ist mit dem Wert im Zeitpunkt ihrer Vornahme zu bewerten. Allerdings muss der Wert der Zuwendung auf den Tag des Erbfalls bezogen umgerechnet werden um so dem Kaufkraftschwund zwischen der Zuwendung und dem Erbfall Rechnung zu tragen.

Dieser Inflationsausgleich muss auf den Betrag der Zuwendung aufgeschlagen werden. Er wird grundsätzlich ermittelt, indem man den jeweiligen Koeffizienten aus dem Lebenshaltungsindex (Verbraucherpreisindex) des statistischen Bundesamtes ermittelt und dann den Wert der Zuwendung mit der Preisindexzahl im Todesjahr multipliziert und sodann durch die Preisindexzahl für das Jahr in dem die Zuwendung erfolgte dividiert.

Unter Zugrundelegung des Verbraucherpreisindexes könnte man hier für das Todesjahr einen Index von 107 und für das Jahr der Zuwendung einen Index von 85,2 annehmen. Unter Anwendung der oben genannten Rechnung würde sich dann hier einen Wert von 64.211,53 € ergeben.

Die genauen Indexzahlen können Sie den Internetseiten des statistischen Bundesamtes entnehmen. Dort sind die Indizes detailliert nach Monaten dargestellt.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

Bitte beachten Sie, dass die Beratung im Rahmen dieser Plattform nur eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Sie kann daher eine detaillierte Rechtsberatung, unter Vorlage von Unterlagen und Urkunden, niemals ersetzen.

Freundliche Grüße

D. Meivogel
-Rechtsanwalt-


Rückfrage vom Fragesteller 07.04.2016 | 00:29

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Meivogel,

zur Klarstellung meiner Frage folgendes: Im Jahre 1999 wurden mit dem Grundstücksüberlassungsvertrag 100.000 DM als Voraberbe vereinbart.
Fließt nun dieser Wert in die Erbmasse ein oder können die Miterben verlangen, daß der heutige höhere Verkehrswert in die Erbmasse eingeht (Erbausgleichung)?

Wörtlich aus meinem Vertrag zitiert:

„Meine Mutter überläßt hiermit das vorbezeichnete Grundstück im Wege vorweggenommener Erbfolge zu Alleineigentum ihrem Sohn …

Dieser nimmt die Übertragung an. Eine Herauszahlung hat er nicht zu leisten.

Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, daß die Übertragung des vorbezeichneten Grundstückes bei einer späteren Erbauseinandersetzung als Vorausempfang berücksichtigt werden soll.

Besitz Genuß und Lasten der Grundstücke gehen, wie sie liegen, mit der Eigentumsumschreibung auf den Übernehmer über.

Lastenfreiheit der Grundstücke in Abteilung II und III wird zugesichert. Der Notar hat das Grundbuch am 04. November 1999 eingesehen.

Die Kosten dieses Vertrages und seiner Ausführung trägt die Übergeberin. Der Wert des Grundstückes wird mit 100.000 DM angegeben.

Die Erschienen erklären die Auflassung wie folgt: Wir sind uns darüber einig, daß das Eigentum an den in § 1 aufgeführten Grundstück auf den Erschienen zu 2) zu Alleineigentum übergehen soll."

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Rückfrage im Voraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.04.2016 | 08:27

Sehr geehrter Fragesteller,

mit der Formulierung:

"Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, daß die Übertragung des vorbezeichneten Grundstückes bei einer späteren Erbauseinandersetzung als Vorausempfang berücksichtigt werden soll. "

ist eine Erbausgleichung angeordnet, da eine Berücksichtigung des Vorausempfanges im Falle der Erbauseinandersetzung nur durch eine Anrechnung beziehungsweise Ausgleichung erfolgen kann.

Freundliche Grüße

D. Meivogel

Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 08.04.2016 | 12:49

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(445)

Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
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Erbrecht, Insolvenzrecht, Kreditrecht, Vertragsrecht, Mietrecht