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Teilerbauseinandersetzung mit Ausgleichszahlung möglich?


| 31.01.2018 15:56 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Fragen zu Kosten bei Grundbuchberichtigung im Erbfall und bei Erbauseinandersetzung


Kinder A und B beerben den verwitweten Vater, diesen wurde ein gemeinschaftlicher Erbschein zu je ½ Anteil ausgestellt.
Das Erbe besteht aus: Wohnhaus (das bewohnt Kind A), 4 Äcker (Wert 20000€), Geldvermögen 4000€ (Bundesland Baden-Wü.).
Seit dem Erbfall wurden von den Erben keine Änderungen im Grundbuch beantragt, die 2-Jahres-Frist ist noch nicht abgelaufen.
Folgende Erbauseinandersetzung ist geplant:
*Ins Grundbuch für das Wohnhaus soll die Erbengemeinschaft von A und B zu je ½ Anteil eingetragen werden (keiner der Erben kann den anderen auszahlen).
*In einem Teilerbauseinandersetzungsvertrag sollen nur die Äcker und das Geldvermögen aufgeführt werden, um die Notarkosten niedrig zu halten: Erbe B erhält die 4 Äcker als Alleineigentum, Erbe A erhält das Geldvermögen 4000€. Erbe B zahlt Erbe A 8000€ als Ausgleichszahlung.

Fragen: a) Nach meinen Recherchen muss für die Übertragung der Äcker nur auf Erbe B mit Ausgleichszahlung ein Notar für einen notariellen Vertrag aufgesucht werden oder gibt es doch noch eine andere Möglichkeit?
b) Sind alle 5 Grundbuchberichtigungen kostenfrei und frei von Grunderwerbssteuer innerhalb der 2-Jahres-Frist?
c) Wie sollen die Erben für die Grundbuchberichtigung das Haus betreffend vorgehen, so dass keine Kosten entstehen? Reicht ein formloser Antrag auf Grundbuchberichtigung nur für das Haus an das zuständige Grundbuchamt mit einer Kopie des Erbscheins (Erbengemeinschaft zu je1/2 Anteil)?
d) Können die Grundbuchberichtigungen überhaupt als zwei getrennte Vorgänge laufen, also über den Notar die Äcker u. Geldvermögen und ohne Einschalten des Notars das Wohnhaus?
e) Muss im Teilerbauseinandersetzungsvertrag das Wohnhaus nicht erwähnt werden, auch wenn es wertmäßig der größte Teil der Erbmasse ist?
Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.
31.01.2018 | 16:58

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

a) Nach meinen Recherchen muss für die Übertragung der Äcker nur auf Erbe B mit Ausgleichszahlung ein Notar für einen notariellen Vertrag aufgesucht werden oder gibt es doch noch eine andere Möglichkeit?

Ja, Sie müssen die Übertragung auf einen der Miterben allein in einem notariellen Vertrag regeln. Eine andere Variante ist nicht möglich.

b) Sind alle 5 Grundbuchberichtigungen kostenfrei und frei von Grunderwerbssteuer innerhalb der 2-Jahres-Frist?

Die Grunderwerbssteuer fällt gem. § 3 Ziff. 2, 3 GrEStG für keinen Vorgang an, auch nicht bei der (Teil-)Erbauseinandersetzung. Gleiches gilt für die Grundbuchkosten, dort ist die Kostenfreiheit in Ziff. 14110 (2) Anlage 1 GNotKG geregelt.



c) Wie sollen die Erben für die Grundbuchberichtigung das Haus betreffend vorgehen, so dass keine Kosten entstehen? Reicht ein formloser Antrag auf Grundbuchberichtigung nur für das Haus an das zuständige Grundbuchamt mit einer Kopie des Erbscheins (Erbengemeinschaft zu je1/2 Anteil)?

Es kann ein schriftlicher Antrag beim Grundbuchamt bezüglich der Grundbuchberichtigung für das Haus gestellt werden und es muss eine Ausfertigung des Erbscheines beigelegt werden oder wenn das Nachlassgericht und das Grundbuchamt beim selben Gericht geführt werden, reicht in der Regel einen Verweis auf das Nachlassverfahren. Eine einfache Kopie des Erbscheines ist in der Regel nicht ausreichen.

d) Können die Grundbuchberichtigungen überhaupt als zwei getrennte Vorgänge laufen, also über den Notar die Äcker u. Geldvermögen und ohne Einschalten des Notars das Wohnhaus?

Ja, da es eine Teilauseinandersetzung ist und Sie nicht verpflichtet sind, eine gesamte Auseinandersetzung vorzunehmen.

e) Muss im Teilerbauseinandersetzungsvertrag das Wohnhaus nicht erwähnt werden, auch wenn es wertmäßig der größte Teil der Erbmasse ist?

Hier verweise ich auf die vorstehende Antwort und das Wohnhaus muss somit in dem Teilerbauseinandersetzungsvertrag nicht erwähnt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.





Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)





Nachfrage vom Fragesteller 04.02.2018 | 16:28

Sehr geehrte Frau Sperling,
vielen Dank für Ihre Antwort, Sie haben mir sehr geholfen..
Können Sie mir bitte noch mitteilen, ob die Notargebühr dann von der Summe Wert der 4 Äcker plus Geldvermögen aus berechnet wird und wie hoch diese ist?
Welcher der beiden Vorgänge sollte zeitlich gesehen zuerst in Angriff genommen werden, der Teilerbauseinandersetzungsvertrag beim Notar oder erst der Grundbuchberichtigungsantrag für das Haus?
Freundliche Grüße und besten Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2018 | 12:09

Sehr geehrter Fragesteller,

für die Notarkosten werden die 4 Äcker und das Geldvermögen herangezogen. Die genauen Kosten kann ich Ihnen nicht nenne, da noch weitere genaue Informationen notwendig wären, Sie können jedoch mit ca. 500-700€ rechnen.

Das ist unbeachtlich, Sie können das auch parallel vornehmen, gegebenenfalls ist dies zu empfehlen wegen der 2 Jahres-Frist. Damit der Notar das Grundstück mit Haus nicht ansprechen kann, sollten Sie das evtl. zuerst vornehmen, damit dies geregelt ist.

Bewertung des Fragestellers 05.02.2018 | 16:00


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.02.2018
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