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Teilbefristung

09.10.2019 16:53 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


07:49
Ich arbeite seit nunmehr 10 Jahren als Hauswirtschaftshilfe beim Paritätischen Wohlfahrtsverband. Im November 2015 wurde meine Wochenarbeitszeit von 17.5 h auf 20 h erhöht. Allerdings, von mir und meiner Chefin unbemerkt, nur befristet von 01.12 2015 bis 31.08.2016. Seitdem arbeite ich wöchentlich 20 Stunden. Erst heute teilte mir meine Chefin mit das ich seitdem, bis heute jede Woche 2,5 Stunden umsonst gearbeitet habe.
Die Personalabteilung hat ihr dies auch erst jetzt mitgeteilt.
Meine Frage: Wäre mein Arbeitgeber verpflichtet gewesen mir das Ende der Teilbefristung mitzuteilen oder unterliegt das meiner eigenen Verantwortung?
09.10.2019 | 18:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

an sich könnte schon die Befristung der Verlängerung mit BAG, Urt. v. 23.3.2016 – 7 AZR 828/13 (LAG Baden-Württemberg, Urt. v. 17.6.2013 – 1 Sa 2/13 unwirksam sein. Weil hier aber nicht 25 % erreicht wurden sehe ich das derzeit nicht.

Ansonsten kann man meines Erachtens aber die Zahlung der "Über-Stunden" bei aktiver Billigung der Arbeitsleistung nicht verweigern. Dafür muss der Arbeitgeber aber aktiv bemerkt haben, dass Sie zu viel gearbeitet haben. Dann wären auch Verzugszinsen möglich.

Sie müssen aber auf Ausschlussfristen in Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag achten.

MfG
RA Saeger


Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2019 | 18:43

Hallo Herr Saeger,
danke für Ihre Antwort. Noch eine Rückfrage.:
Was bedeutet aktiv bemerkt?
Die Chefin des Kindergartens in dem ich arbeite, gibt jeden Monat die Liste mit meinem Arbeitzeitnachweis an die Personalabteilung weiter. Eben 20 Stunden die Woche. Und jetzt ist erst nach 3 Jahren aufgefallen das ich eigentlich nur 17.5 Stunden arbeiten sollte und eben auch nur dafür bezahlt werde. Die Personalabteilung meinte sie wären rdchtlich nicht verpflichtet mehr als 6 Monate nachzahlen, weil es eben meine Sorgfaltspflicht wäre dieszu beanstanden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2019 | 07:49

Basierend auf dieser Billigung lag aktive Kenntnis vor und der Arbeitgeber muss den vollen Zeitraum bezahlen. Nicht nur 6 Monate.

ANTWORT VON

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