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Tatvorwurf einbruchsdiebstahl

| 30.03.2018 14:55 |
Preis: 33,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


10:47
Guten Tag

Kurz zum sachverhalt

Vom
03.06.17 auf den 04.06.17
Und vom
04.06.17 auf den 05.06.17
Wurde in einen Baumarkt eingebrochen.
Schaden laut Polizei knapp 10.000euro insklusive Schaden an der türe.

Ich soll laut Polizei/Staatsanwalt in dieser Zeit jeweils nachts eingebrochen sein.

Die Polizei war am 04.07.2017 bei mir zuhause hat meine wohnung sowie mein Auto durchsucht und hat mich mitgenommen da ich diebesgut aus diesem einbruchsdiebstahl bei eBay verkauft habe.

Mein Handy wurde beschlagnahmt was ich nach 3 Tagen zurück bekommen haben.
Mit diesem Handy habe ich bei Whatsapp eine Gruppe mit 2 Freunden gehabt wo wir dauernd Blödsinn geschrieben haben.
Was ich aber gelöscht habe dauernd.

Auch über einbrechen haben wir geschrieben das habe ich aber nicht gesagt weil ich Angst hatte.
Ich könnte auch nicht einbrechen da ich am Tag bis 23 Uhr Arbeite und froh bin wenn ich im Bett liege.
8
Ich habe bei der Polizei ausgesagt das ich diese ware von einem jungen gekauft habe der ein bekannter meines Bruders sei.
Und das ich Mitte Mai eine blinddarm operation hatte und auch Bescheinigungen vorgelegt habe das ich an diesen Tagen krankgeschrieben war und die fäden noch in der Wunde waren.

Die Polizei ist auch 5 Wochen später zu diesem jungen hingefahren und hat einbruchswerkzeug gefunden aber kein diebesgut

Auch sein Handy wurde beschlagnahmt
Wo in der Akte vermerkt wurde keine verwertbaren Informationen da das Handy auf Russisch ist und ein einweghandy ist.


Mein anwalt hat erweiterte Akteneinsicht gefordert am 05.03.18 gestern hatte ich um Rückruf gebeten
Wo mir gesagt wurde das die Staatsanwaltschaft nicht mal geantwortet hat.

Jetzt zu meinem Anliegen

Ich bin seit längerer Zeit nicht mehr straffällig geworden habe mein Leben umgekrempelt

Habe geheiratet

Habe 2 Arbeitsstellen

Netto Verdienst zusammen 2300 Euro bin alleinverdiener da meine Frau sich um die Kinder kümmern muss.

Letzte Verurteilungen

2007 Bewährung 1Jahr 10 Monate Brandstiftung

2007 Bewährung 2 Monate

2 Jahre komplett bekommen stehen würden zusammengesetzt

2010 sozialstunden 100 körperverletzung

2013 Geldstrafe 1800euro abgezahlt komplett erschleichen von Leistungen + warenkreditbetrug

Führungszeugniss ohne Eintragung leer

Bundeszentralregister Eintragungen verbleiben bis 2024

Meine Frage ist
Was erwartet mich wenn ich das nicht beweisen kann oder die Staatsanwaltschaft jetzt meinen kompletten chatverlauf zurück holt.
Wie lange dauert die auswertung meines Handy noch und was darf die Staatsanwaltschaft lesen und begutachten
Da es auch private Sachen gibt die ich mit meiner Frau oder Freunden geschrieben habe.

Dürfen die alle chatverläufe zurückholen und lesen oder nur was in den Nachrichten Whatsapp und sms aktuell gespeichert war.

Verliere ich meinen Führerschein habe noch Probezeit bis Juni 2018.

Bekomme ich einen Haftbefehl oder muss in u-Haft?

Ich weiß momentan nicht weiter da mir keiner eine Auskunft geben kann auch nicht mal der Anwalt.


Ich bedanke mich und wünsche schöne Feiertage.
30.03.2018 | 15:48

Antwort

von


(92)
Bahnhofstr.6
32469 Petershagen
Tel: 05702 8517612
Tel: 01626947700
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wichtig ist zunächst, dass sie gar nichts beweisen müssen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft muss ihnen Einbruchsdiebstahl nachweisen. Im Moment steht außerdem Hehlerei gem, § 259 StGB im Raum, da sie angegeben haben das Diebesgut von einem Bekannten ihres Bruders angekauft zu haben. Bzgl. des Chatverlaufs und der Daten gilt, dass Äußerungen, die dem Kernbereich privater Lebensgestaltung zuzuordnen sind, nicht verwertbar sind. Auch Aussagen von aussageverweigerungsberechtigten Personen wie ihrer Frau oder ihrem Bruder sind angreifbar. Ansonsten wird bei der Beweisverwertung abgewogen. Auf der einen Seite stehen ihre privaten Interessen, auf der anderen Seite das Interesse an der Strafverfolgung. Auch die Vorgeworfene Straftat spielt eine Rolle. Sie sollten in jedem Fall auf die Akteneinsicht warten. Dann erfahren sie auf Grund welcher Rechtsgrundlage die Behörden was ermittelt haben. Erst dann können sie eine sinnvolle Verteidigungsstrategie entwickeln und sich gegebenenfalls auf die Unverwertbarkeit der Beweismittel berufen. Ihre Berufstätigkeit und ihre neue Ehe werden bei der Strafzumessung sicherlich zu ihren Gunsten gewertet. Sie sind auch seit einiger Zeit straffrei. Ihr Einkommen spricht im Zweifel auch eher für eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe auf Bewährung im Falle einer Verurteilung.


Ich sehe nicht, dass man ihnen den Führerschein entziehen wird. Es handelt sich zum einen um keine Straftat die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr steht und zum anderen sind sie mit 2 Arbeitsstellen wahrscheinlich auf den Führerschein angewiesen. Sie wären dann bei Verlust in ihrer Existenz bedroht.

Der Haftbefehl ist in § 112 StPO geregelt. Es müsste ein Haftgrund gem. § 112 II StPO vorliegen. Es besteht keine Fluchtgefahr und es besteht auch nicht die Gefahr, dass sie Beweismittel verschwinden lassen. Die Beweismittel wurden schließlich schon alle sichergestellt. Demnach müssen sie auch nicht in U-Haft.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2018 | 10:06

Guten Tag Herr Hellmich

Vielen Dank für die Antwort

Ich habe noch 3 fragen

Zu dem Handy

Darf die Staatsanwaltschaft alles aus dem Handy verwenden was nur diesen Fall betrifft oder auch andere Sachen.

2
Wenn mein Führungszeignis ohne Eintragung ist werde ich als ersttäter bestraft oder werden alle anderen Sachen aus dem bundeszentralregister bei Gericht versendet.

3
Kann Ich im härtefall auch Gefängnis bekommen und wenn ja wie hoch würde die Strafe sein.

Ich bedanke mich und wünsche ein schönen Ostermontag.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2018 | 10:47

Es handelt sich hie eigentlich nicht um eine Verständnisfrage, sondern um neue Fragen. Davon abgesehen, sind sogenannte "Zufallsfunde" auf dem Handy möglich. Auch hier spielt allerdings die mögliche Straftat eine Rolle. Das Gericht arbeitet zudem nur mit dem BZR. Die Staatsanwaltschaft arbeitet mit dem zentralen staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister, was noch sehr viel weitreichender ist. Die Hehlerei wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


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Bewertung des Fragestellers 02.04.2018 | 11:21

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Danke für die Auskunft.


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