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Tatsächliche Wohnungsgröße - Kann ich die Miete ohne Einverständnis kürzen?


13.09.2006 15:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo!
In meinem Mietvertrag steht NICHT die Wohnungsgröße (77qm). Diese wurde mir verbal beim Besichtigen mitgeteilt und auf einem Zettel von der Vermieterin notiert. Die Wohnungsgröße hat die Vermieterin mal 5,5 Euro genommmen, um so auf den jetzigen Mietpreis zu kommen. Nach einer gewissen Zeit habe ich die Wohnung nachgemessen und musste feststellen, dass die tatsächliche Wohnungsgröße nur ca. 64 qm entspricht (die Wohnung hat sehr viele Dachschrägen unter einem Meter). Darauf habe ich die Vermietern bereits 2x schriftlich hingewiesen, jedoch ohne eine Antwort zu erhalten.
Welche Möglichkeiten habe ich? Kann ich die Miete ohne Einverständnis kürzen?
BESTEN DANK

Sehr geehrter Ratsuchender ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf Grund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil entschieden, wenn eine Mietwohnung um mehr als zehn Prozent kleiner als im Vertrag angeben ist, darf der Mieter seine Mietzahlungen mindern, da die Flächendifferenz einen Mangel darstellt.

Grundsätzlich könnten Sie ohne Einverständnismindern.

Zu beachten ist jedoch:
Die Quadratmeterzahl muss Vertragsinhalt sein. Sie müssen beweisen, dass die Vermieterin diesen Zettel geschrieben hat und die Quadratmeterfläche der Berechnung zu Grunde liegt, also Vertragsinhalt ist.

Dieser Minderungsanspruch kann aber bei grob fahrlässiger Unkenntnis des Mangels bei Vertragsschluss entfallen. Grobe Fahrlässigkeit wird bejaht, wenn die Wohnflächenabweichung grob ins Auge fällt. Das kann bei einer Anweichung um 30% bejaht werden oder ähnlich gelagerten Fällen (Wie hier unter Umständen Dachschrägen)

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter

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