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Tatbestand der Nötigung?!

17.10.2017 18:12 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Person A fuhr mit dem Auto vor Person B. Person B hat sich über eine längere Strecke (ca. 5-7 km) hinter Person A aufgehalten. Person A war zu keinem Zeitpunkt hinter Person B. Sowohl Person A und Person B fuhren auf einer dichtbefahrenen Autobahn im morgendlichen Verkehr auf der linken Spur. Über eine längere Strecke begann Person B im Auto wild zu gestikulieren. Allen Anschein nach, ging es Person B nicht schnell genug voran. Person A fühlte sich durch Person B irgendwann durch die Gestiken belästigt. In einer Stausituation innerhalb einer Baustelle hat Person A die Gestiken erwidert (keine Beleidigungen) sowie direkt beim anfahren kurz verzögert bzw. gestoppt. Person B hat sich darauf hin das Nummenrschild notiert. Besteht hier der Tatbestand einer Nötigung durch Person A?

17.10.2017 | 18:36

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

„(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.

Das bloße Bremsen oder kurze Stoppen erfüllt noch nicht den Tatbestand der Nötigung, wie es beispielsweise ein Drängler beim Hinterherfahren mit Lichthupe und kurzem Abstand erfüllt wäre.
Das kurze Bremsen beziehungsweise Verzögern kann dann noch als Warnung angesehen werden. Verwerflich ist dies bei dieser Vorgeschichte allerdings nicht. Eine Straftat liegt daher nicht vor.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt



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