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Tariflohn


| 05.06.2007 13:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich bin Angestellter im Außendienst, werde mit 58000 Euros im Jahr als außertraiflich geführt, das Unternehmen ist eingebunden im Traifverband IG Metall Niedersachsen. nun wurde ja eine tariferhöhung von 4,1 % beschlossen, hebt sich dadurch auch die grenze für at-angestellte und wenn ja, in welchem umfang?

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Sehr geehrter Fragesteller,

soweit Sie als außertariflich geführt werden bzw. nicht Mitglied bei der IG-Metall sind (wovon ich hier ausgehe, was Sie aber durchaus überprüfen sollten, da allein die "Führung als außertarfilich" rechtlich unbedeutend ist), gilt der neu abgeschlossene Tarifvertrag grundsätzlich nicht für Sie (vgl. § 3 TVG), d.h. es würden sich keine Unterschiede zu Ihrem bisherigen Gehalt ergeben. Sie ären vom Tarifvertrag und der Tariferhöhung nicht betroffen.

Allerdings wenden viele Arbeitgeber den Tarifvertrag aus Vereinfachungsgesichtspunkten immer wieder auf einen größeren als den tarifgebundenen Arbeitnehmerkreis an, wodurch sich dann Gehaltserhöhungsansprüche aus sog. betrieblicher Übung ergeben können. Sie sollten also darauf achten, ob außertarifliche Kollegen von Ihnen in Zukunft ein höheres Gehalt i.S.d. Tariferhöhung bei gleichen Bedingungen erzielen - Sie hätten dann ebenfalls Anspruch auf Gehaltserhöhung.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass der Tarifvertrag durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für allgemeinverbindlich erklärt wird (§ 5 TVG). Er würde mitsamt der Tariferhöhung dann auch für außertarifliche Angestellte gelten.

Da ich Ihre genaue Branche nicht kenne, rate ich Ihnen, sich bei Ihrem Arbeitgeber zu informieren. Erstens stoßen Sie ihn damit evtl. auf die Idee, auch Ihnen eine Gehaltserhöhung zukommen zu lassen und zweitens erfahren Sie so die genauen Tarifvertragsbedingungen bzw. ob der Tarifvertrag möglicherweise mittlerweile allgemeinverbindlich gilt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.06.2007 | 13:56

es handelt sich um die Firma KONE Aufzüge und Rolltreppen, ich bin nicht mitglied in einer gewerkschaft.

gibt es nicht ein mindesteinkommen im rahmen des tarifvertrages, um als außertariflich geführt anerkannt zu werden. und ist diese mindestgrenze, sofern vorhanden, nicht mit angehoben worden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.06.2007 | 14:56

Sehr geehrter Fragesteller,

ich habe mir die Tarifvereinbarung (Metall+Elektroindustrie Niedersachsen, die den Tarifabschluss von Bad.-Württ. übernommen haben) nochmals kurz angesehen. Danach fallen Sie - wie schon gesagt - aus dem Tarifbereich, weil Sie nicht Mitglied der IG Metall sind.

Eine Geltung der Tariferhöhung für Sie kommt danach nicht in Betracht, es sei denn der Tarifvertrag wäre für allgemeinverbindlich erklärt, was bisher nicht der Fall ist.

Ein Mindest- bzw. ein Höchsteinkommen, um als außertariflich zu gelten, gibt es nach diesem Tarifvertrag nicht.

MfG

Schneider
Rechtsanwalt

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