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Tarif Neuvertrag am Telefon aufgegeben, soll per Post kommen Ident Verfahren, falsch.

14.07.2010 22:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Anwälte,

aufgrund eines speziellen Handys, dass nur besonders kleine Simkarten annimmt, habe ich vorhin bei einem großen Mobilfunkanbieter angerufen und habe am Telefon einen Neuvertrag, einen sogenannten Simonly Vertrag abgeschlossen, wo mir per Post eine Simkarte zugeschickt wird, allerdings ohne Handy, wohl aber mit einem Vertrag.
Ich habe mit dem Hotlinemitarbeiter besprochen, dass ich einen Prepaid Tarif haben möchte mit einer MicroSim Karte.

Nun habe ich per Mail die Bestätigung erhalten, die aber total von meiner mündlichen telefonischen Bestellung abweicht !
Es steht nun kein Prepaid mehr da und ein viel teuerer Vertrag wurde gewählt, zudem ist auch die Simkarte die falsche Größe.

Ich hatte nun vorhin bei der Hotline angerufen, die meinten aber, ich solle mich an die Bestellhotlline wenden...
Diese ist heute aber nicht mehr da...
Die Mitarbeiterin riet mir noch, einfach nicht zu schreiben und einfach das Postpacket mit der Simkkare nicht anzunehmen, "die Bestellung sei ja nun raus und da kann man nix mehr dran ändern "

Was raten sie mir nun zu tun ?
Soll ich der Sache schriftlich wegen Fernabsatzgesetz widerrufen oder einfach die Post per Ident Verfahren nicht unterschreiben ?

Was raten sie mir, wie soll ich das Schreiben an den Mobilfunkanbieter verfassen ?





Kann ich auch teilweise widersprechen und die Sache modifzieren, damit ich nicht alles neu beantragen muss ? Kann ich die Bestelung schriftlich aufgeben ? Kann ich gleichsam ablehnen aber erbitten, mir den richtigen Tarif zuzusenden, also den Prepaid Tarif ?
Was rate sie mir, wie ich hier dem schriftlich entgegentreten soll ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich anhand Ihrer Angabe wie folgt:

Aus Ihrer Darstellung ergibt sich meiner Auffassung nach. dass überhaupt kein Vertrag zustande gekommen ist. Dies begründet sich damit, dass die "Vertragsbestätigung", die Sie per E-Mail erhalten haben, gleich in mehreren wesentlichen Punkten von Ihrer Bestellung abweicht. Für das Zustandekommen eines Vertrages wären jedoch übereinstimmende Erklärungen erforderlich gewesen, die hier unzweifelhaft nicht vorliegen.

Ich würde Ihnen raten, genau dies dem Mobilfunkanbieter schriftlich mitzuteilen. Auch wenn es eigentlich nicht erforderlich ist, rate ich Ihnen trotzdem dringend dazu, den vermeintlichen Vertrag außerdem vorsorglich vollständig zu widerrufen, um eventuellen Streitigkeiten vorzubeugen.

Anschließend können Sie dann einen neuen Vertrag zu den von Ihnen gewünschten Bedingungen abschließen – sofern der Mobilfunkanbieter diese akzeptiert.

Diese Vorgehensweise verhindert, dass es zu weiteren Missverständnissen kommt, was passieren könnte, wenn Sie gleichzeitig widerrufen und neu bestellen.

Ob der Mobilfunkanbieter schriftliche Bestellungen annimmt, kann ich Ihnen nicht beantworten. Dies handhaben die Anbieter unterschiedlich.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschafft zu haben.

Sollten Sie noch Fragen zu meiner Antwort haben oder sollte etwas unverständlich sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Nachfrage vom Fragesteller 15.07.2010 | 14:01

Vielen Dank

Würden sie mir bitte kurz noch sagen, ob eine gewisse Form beim Widerruf einzuhalten ist, wie muss ich das formulieren ?

Also beispielsweise, hiermit wiederrufe ich den in ihrer Email genannten Vertrag hilfsweise noch, da ja ja eigentlich kein Vertrag zusande gekommen ist..."

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.07.2010 | 14:13

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Formulierung könnte wie folgt lauten:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer E-Mail vom (Datum) an mich (Kundennummer, Auftragsnummer, oder ähnliches) bestätigen Sie das Zustandekommen eines Vertrages zwischen Ihnen und mir. Da jedoch zwischen meiner Bestellung und Ihrer E-Mail erhebliche Differenzen bestehen, ist überhaupt kein Vertrag zustande gekommen.

Sollte entgegen meiner Auffassung doch ein Vertrag zustande gekommen sein, widerrufe ich diesen hiermit.

Mfg

"
So oder ähnlich können Sie Ihr Schreiben formulieren. Eine vorgeschriebene Formulierung gibt es nicht. Wichtig ist nur, dass aus dem Schreiben so eindeutig, wie möglich hervorgeht, was Sie wollen.

Ich hoffe, Ihr Anliegen damit umfassend geklärt zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Nachmittag.

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