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Taktische Anzeige wegen Körperverletzung gegen mich?

| 14.08.2018 20:40 |
Preis: 33,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohne in einer Wohngemeinschaft. Mit einer Mitbewohnerin, mit der ich ein schlechtes Verhältnis hatte, hat sich das folgende begeben:

1. Sie zieht spontan aus
2. Sie will gegenüber dem Vermieter von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und behauptet sie hat gegen mich Anzeige wegen Körperverletzung gestellt. Der Vermieter will eine Kopie der Anzeige sehen.
3. Ich gehe zur Polizei und bekomme die Aussage, dass keine Anzeige gegen mich vorliegt.
4. Sie schickt dem Vermieter eine Anzeige, die auf ein späteres Datum datiert ist (nachdem der Vermieter die Kopie gefordert hat).
5. Ich gehe noch einmal zur Polizei um festzustellen ob eine Anzeige vorliegt. Diesmal verweist mich der diensthabende Polizist darauf abzuwarten, ob ich etwas per Post bekomme statt es zu überprüfen.

In meinem laienhaftes Rechtsverständnis würde der Sachverhalt vor Gericht keinen guten Eindruck machen. Es ist auch in Sprachnachrichten dokumentiert, wie sie wegen Kleinigkeiten in der WG sofort auf 180 ist. Sie hat allerdings einen Hausanwalt, deshalb denke ich nicht, dass sie etwas rechtlich unsinniges vorhat.

Das Datum der Anzeige (die der Vermieter gesehen hat) ist jetzt 3 Tage in der Vergangenheit. Einen Brief habe ich noch nicht bekommen.

Meine Fragen wären:
1. Gibt es eine taktische Möglichkeit für die Mitbewohnerin, die nicht vor Gericht endet (Anzeige zurückziehen vielleicht)?
2. Kann ich in diesem Fall gegenüber meinem Vermieter beweisen, dass keine Anzeige mehr gegen mich vorliegt?
3. Sollte eine Anzeige gegen mich bestehen und sie ein Sonderkündigungsrecht haben würde ich die Mietkosten für den einen Monat übernehmen. Besteht in diesem Fall eine Chance, dass ich das Geld wiedersehe?

Viele Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. In der Regel gibt es keine Möglichkeit eine erstattete Anzeige zurück zunehmen, denn die könnte dann auch als Falschverdächtigung bewertet werden.

2. Den Beweis können Sie nur insoweit dann erbringen, wenn Sie schriftliche Auskunft der Staatsanwaltschaft hätten. Die würde man jedoch in der Regel nur dann bekommen, wenn tatsächlich keine oder eine Anzeige vorliegt oder das Verfahren eingestellt wurde.

3. Ein Sonderkündigungsrecht sehe ich vorliegend nicht. Die bloße Anzeige stellt keinen Grund dar. Des Weiteren ist auch entscheidend, wie der Mietvertrag geregelt ist. Sind alle Parteien Hauptmieter scheidet eine einzelne Kündigung eines Mieters als unzulässig aus, da nur alle gemeinsam kündigen können. Warum Sie daher eine Monatsmiete übernehmen sollen bzw wollen erschließt sich mir daher nicht.

Fazit : wenn Sie sich nichts vorzuwerfen haben und der Sachverhalt der Mieterin ausgedacht ist, dann kann diese gravierende Probleme bekommen, da dadurch eine Mehrzahl von Straftatbestände erfüllt sind.

Die Aussage der Polizei man müsse warten ob was schriftliches kommt ist insoweit fast richtig, nur kann dies aber Wochen und Monate dauern je nach dem wie viel die Staatsanwaltschaft zu tun hat. Insoweit sollten Sie um frühzeitig agieren zu können, insbesondere wenn der Vorwurf unberechtigt ist, ggf. anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen um die Sache zu beschleunigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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Bewertung des Fragestellers 14.08.2018 | 22:56

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