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Tagegeld aus KFZ-Unfallversicherung


29.03.2005 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr gehrte Damen und Herren,
ich bitte um Beantwortung folgender Frage:

In der Kraftfahrt-Unfallversicherung gibt es eine Insassenunfallversicherung nach dem Pauschalsystem. Diese deckt bei Unfall Tod, Invalidität und Tagegeld ab. Tagegeld nach dem Grad der Beeinträchtigung.
In den allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Kraftfahrtversicherung ist Zahlung von Tagegeld im §20 II (1) AKB 8/99 festgelegt. Dies auch in der Versicherungspolice angeführt.
(1) Führt der Unfall zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, so wird für die Dauer der ärztlichen Behandlung Tagegeld bezahlt. Das Tagegeld wird nach dem Grad der Beeinträchtigung abgestuft. Die Bemessung der Beeinträchtigungsgrades richtet sich nach der Berufstätigkeit der Beschäftigung der Versicherten.

Die eigentliche Frage:

Sind im Schadensfall, Insassen wie Angestellte, Teilzeitbeschäftigte, Rentner, Arbeiter, Hausfrauen, Arbeitslose, Aushilfsbeschäftigte usw. gleich welchen Geschlechts oder Alters (über 16 Jahre) zu dem in der Versicherungspolice ausgewiesenen Tagesgeldsatz, nach dem Grad der ärztlich ausgewiesenen Beeinträchtigung versichert und haben diese Anspruch auf die Zahlung des prozentualen Tagesgeldes?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

so wie Sie Ihren Vertrag geschildert haben, stehen allen Insassen, soweit für Sie der Versicherungsschutz gilt, ein Anspruch auf Tagegeld dem Grunde nach zu.

Allerdings wird es immer auf den Grad der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ankommen; liegt eine solche Beeinträchtigung deswegen nicht vor, da der Verletzte eben nicht arbeitet (z.B. beim Rentner, Arbeitslosen), gibt es keine "Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit", so dass der Anspruch auf Null gehen wird. Die Versicherungen argumentieren dann nämlich damit, dass bei diesen Personen eben kein meßbarer Grad der Beeinträchtigung vorliegen wird.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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