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Tätigkeitsbeschreibung statt eines qualifizierten Arbeitszeugnisses


| 21.10.2016 09:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Jeder Arbeitnehmer hat nach dem Ende seines Arbeitsverhältnisses ein Anrecht auf ein Zeugnis. Das einfache Zeugnis ist jedenfalls zu erteilen, das qualifizierte nur auf Wunsch.


Sehr geehrte Frau Anwältin, sehr geehrter Herr Anwalt,

ich wende mich mit dem folgenden Sachverhalt an Sie und bitte um Rat:

Ich hatte einen unbefristeten Anstellungsvertrag und wurde innerhalb der Probezeit gekündigt. Meinem Arbeitgeber habe ich nach einer Tätigkeitsbeschreibung für die 6 Monate, die ich dort gearbeitet habe, angefragt. Es ist bereits ein Monat vergangen und ich habe bislang keine Rückmeldung bekommen.

Meines Wissens nach habe ich ein Anrecht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Jedoch würde mir eine Tätigkeitsbeschreibung vollkommen ausreichen.

Meine Frage: Habe ich ebenfalls ein Anrecht auf eine Tätigkeitsbeschreibung oder kann ich nur auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bestehen?

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
AK
21.10.2016 | 10:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben als Arbeitnehmer, egal wie lange Sie beschäftigt waren, einen Anspruch gegen Ihren Arbeitgeber auf ein Zeugnis. Dieser Anspruch entsteht mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, also mit der Ihnen ausgesprochenen Kündigung.

Der Anspruch richtet sich zum einen nach § 630 BGB und zum anderen nach § 109 Gewerbeordnung. (GewO). Ich gehe davon aus, dass Sie als Arbeitnehmer gelten und damit unter § 109 GewO fallen.

Nach § 109 GewO muss Ihnen der Arbeitgeber jedenfalls ein einfaches Zeugnis über Art und Dauer der Arbeit erteilen. Das heißt, die Tätigkeit, die Sie ausgeübt haben, ist zu beschreiben. Das entspricht genau Ihrem Wunsch.

Zusammengefasst:
Weisen Sie Ihren Ex-Arbeitgeber schriftlich auf § 109 GewO hin und verlangen Sie ein einfaches Zeugnis. Setzen Sei ihm 14 Tage Frist. Geht das Zeugnis nicht ein, dann können Sie ihn vor dem Arbeitsgericht verklagen. Aber Achtung, Rechtsanwaltskosten beim Arbeitsgericht in erster Instanz trägt jeder selbst.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Pieperjohanns

Bewertung des Fragestellers 25.10.2016 | 08:25


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