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Tätigkeit als GF - Darf ich weiterhin Geschäftsführer bleiben oder stellt sich dies problematisch da


05.11.2007 14:38 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Anstellung als GF einer GmbH

Ich bin als GF in einer GmbH meines Vaters angestellt. Bei der Anstellung versicherte ich, dass ich nicht nach §283 StGB verurteilt war. Leider erging 1 Jahr später gegen mich ein Urteil wie folgt: \\\\\\\\\\\\\\\"Der Angeklagte wird wegen Bankrottes und Verletzung der Buchführungspflicht zu einer Gesamtstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30, 00 Euro verurteilt. Er trägt die Kosten des Verfahrens §§283 Ziffer 7b, 283b Abs. 1 Ziffer 1b, 53 StGB.
.......
Der Angeklagte hat sich damit wegen Bankrottes und Verletzung der Buchführungspflicht strafbar gemacht, §§283 Ziffer 7b, 283b Abs. 1 Ziffer 1b, 53 StGB
....“
Den Betrag habe ich gezahlt und anschließend Post vom Gericht erhalten, dass das \\\\\\\\\\\\\\\"Ermittlungsverfahren gegen Sie habe ich in Hinblick auf die rechtskräftig erkannte Strafe aus dem Verfahren .. gemäß § 154 Abs. 1 der StGB eingestellt.

Darf ich weiterhin Geschäftsführer bleiben oder stellt sich dies problematisch da? Gibt es irgendwelche Urteile in einer solchen Angelegenheit? Wenn ja, welche Möglichkeiten gibt es? Mittelfristig ist geplant, dass ich die GmbH meinem Vater abkaufe. Hat das Urteil irgendwelche Folgen?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Aufgrund der beschriebenen Verurteilung ist es Ihnen gesetzlich untersagt Geschäftsführer der GmbH zu sein. § 6 Abs. 2 GmbHG sieht ausdrücklich vor, dass Personen, die wegen einer Straftat nach den §§ 283 bis 283 d StGB verurteilt wurden für die Dauer von 5 Jahren seit der Rechtskraft des Urteils nicht Geschäftsführer sein können.

Ihre zunächst wirksame Bestellung zum Geschäftsführer hat mit der Rechtskraft Ihrer Verurteilung nach § 283 StGB automatisch Ihre Wirkung verloren, BayObLG GmbHR 1993, 224. Die Unwirksamkeit dauert 5 Jahre an.

Sobald das Handelsregister Kenntnis von Ihrer Verurteilung bekommt würde Ihre Eintragung als Geschäftführer von Amts wegen gelöscht.

Die Gesellschafter sollten schnellstmöglich Ihre Abberufung und die Neuberufung einer anderen Person zum Geschäftsführer beschließen, da Sie die Gesellschaft nicht mehr wirksam vertreten können.

Ich hoffe, dass ich die Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe und ich Ihnen eine erste Orientierung für das weitere Vorgehen geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2007 | 16:24

Vielen Dank für die schnelle Antwort. In diesem Zusammenhang habe ich noch eine weitere Frage: (Sofern hier "Mehrkosten" entstehen bitte ich um kurze Info.)

Mein Sohn war Geschäftsführer und Gesellschafter der Meyer Bus Touristik GmbH i.G.. Auf jedem Briefkopf wurde das „i.G.“ genannt. Diese Firma musste leider Insolvenz anmelden. Das Verfahren ist mangels Masse NICHT eröffnet worden.

Nun liegen Vollstreckungstitel gegen die GmbH vor, nicht aber gegen die GmbH I.G.

Hat mein Sohn etwas zu befürchten oder kann er sich auf der Tatsache „ausruhen“ dass das „i.G.“ fehlt und somit der Titel nicht korrekt ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2007 | 16:28

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte um Verständnis, dass dieser Frage, da ein vollkommen neuer Sachverhaltbetroffen ist, nicht mehr als kostenlose Nachfrage beantwortet werden kann.

Sie können die Frage entweder hier im Forum neu einstellen, auch gern mit dem Hinweis, dass Sie eine Beantwortung durch mich wünschen, oder aber mich direkt per Email Kontaktieren (mail @ rechtsanwalt-bartels.de). Ich werde Ihnen dann ein Honorarangebot für die weitergehende Beratung/Beantwortung der Frage zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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