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Tägliche Morde und Grausamkeiten


| 17.10.2007 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Ich war viele Jahre Soldat der französischen Fremdenlegion. In diesem Jahr ist ein Buch erschienen, für welches der Verlag folgende öffentliche Werbeaussagen macht :

"Mehrere Jahre diente (Name der Autors), ein am ganzen Körper tätowierter und mit Piercings übersäter Mann, in der Fremdenlegion und tötete fast täglich Menschen. Darunter auch Acht- oder Neunjährige, die als Kindersoldaten für den Feind kämpften."

"Mit 16 Jahren geht er zur Fremdenlegion, wo er fast zwanzig Jahre lang täglich tötet und Grausames erlebt."

Der Titel des Buches ist "(Name des Autors) töten war sein täglich Brot"

Ich fühle mich als ehemaliger Legionär als "Mörder" und einer, der "täglich Grausamkeiten verübte" diffamiert. Der Autor gibt vor, in der Fremdenlegion gedient zu haben aber ich kann beweisen dass dies nicht der Fall war.

Meine Fragen sind :

1. Welche Massnahmen kann ich unternehmen, damit diese Behauptungen aufhören ?
2. Gegen wen muss ich vorgehen, gegen den Autor, den Herausgeber oder den Verlag ?
3. Kann ich Schadensersatz wegen Rufschädigung verlangen ?

Danke.

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Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Grundsätzlich können Sie gegen die Veröffentlichung mittels einstweiliger Verfügung vorgehen, wenn Sie in Ihren Persönlichkeitsrechten verletzt worden sind. Dies erscheint mir jedoch aufgrund Ihrer Schilderung fraglich, da der Autor über seine, möglicherweise angeblichen, Erfahrungen in der französischen Fremdenlegion berichtet. Er berichtet, soweit ich Sie verstanden habe, nicht über angebliche von Ihnen begangene Grausamkeiten.

Zwar kennt die Rechtsprechung auch die Beleidigung eines Kollektivs, wenn der Täter einen Personenkreis bezeichnet, welcher zahlenmäßig überschaubar ist und auf Grund bestimmter Merkmale so klar umgrenzt ist, dass er deutlich aus der Allgemeinheit hervortritt (BGHSt 36, 83). Allerdings ist es dazu notwendig das der Autor den Eindruck vermittelt alle Fremdenlegionäre hätten die von ihm angeblich erlebten Grausamkeiten begangen.

Aus den Zitaten lässt sich dies aber nicht ableiten, da der Autor von seinen persönlichen Erlebnissen berichtet.
Um eine verbindlichere Aussage zu treffen, ist es jedoch notwendig die entsprechenden Passagen des Buches genau zu kennen.

Es bleibt Ihnen jedoch unbenommen eine Strafanzeige zu stellen.

2.
Vorgehen sollten Sie dann gegen den Autor, der Herausgeber und den Verlag.
Gegen den Autor, weil Sie wollen dass er solche Behauptungen,auch außerhalb des Buches, zukünftig unterlässt.
Gegen den Herausgeber und den Verlag um eine weitere Verbreitung des Buches zu verhindern.

3.
Schadensersatz können Sie fordern, wenn Ihnen ein Schaden entstanden ist. Dieser müsste von Ihnen bewiesen sein. Sie könnten jedoch, wenn eine Beleidigung vorliegt, Schmerzensgeld fordern. Dieses bemisst sich u.a. nach der Schwere der Beleidigung.

4.
Erwägen Sie rechtlich Schritte, die über eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft hinaus gehen, rate ich Ihnen einen Rechtsanwaltskollegen Ihrer Wahl zu beauftragen.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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