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TVöD Wechsel der Eingruppierung im SuE

| 24.11.2017 09:17 |
Preis: 35,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite als Erzieherin im öffentlichen Dienst in Brandenburg. Seit 2008 habe ich regulär als Erzieherin gearbeitet und bin dann in eine stellvertretende Leitungsposition gekommen und höher eingruppiert worden. Durch den Wechsel wurde ich zwar in eine höhere Grppe (S16), aber wieder auf Stufe 2 eingruppiert. Durch eine weitere positive Tarifrunde wurde ich erneut höher eingruppiert, aber wieder auf die Stufe 2.
Jetzt werde ich aus persönlichen Gründen wieder als Erzieherin ohne Leitungsfunktion arbeiten und trotz der Dienstjahre (seit 2008 in der Kommune als Erzieherin tätig, ohne Pause) möchte mein Arbeitgeber mich wieder in der S8a, Stufe 2 eingruppieren.

Ist es nicht möglich, die gesamten Dienstjahre zu berücksichtigen? Ich werde jetzt wieder wie ein Berufsanfänger bezahlt und das erscheint mir nicht angemessen, wenn ma die Erfahrung berücksichtigt.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dass Sie zweimal hier die Stufe 2 erhalten haben, entspricht nach meiner Kenntnis der gängigen Praxis.

In der Tat sind die gesamten Dienstjahre und damit Ihre Arbeitserfahrung zu berücksichtigen, wenn es jetzt darum geht, dass Sie aus persönlichen Gründen wieder als Erzieherin ohne Leitungsfunktion arbeiten möchten.

Es gibt den Grundsatz der amtsangemessenen Beschäftigung nicht nur bei Beamten, sondern auch bei Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst.
Vor diesem Hintergrund würde ich darauf hinwirken, dass dieser Grundsatz auch eingehalten wird und die geplante Eingruppierung nochmals dezidiert überprüft wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2017 | 20:21

Guten Tag Herr Hesterberg, könnten Sie mir bitte noch ergänzend den Hinweis geben, wo genau im Tarifvertrag festgelegt ist, dass die Dienstjahre und Arbeitserfahrung berücksichtigt werden sollten/ müssen? Bei einem Wechsel zu einer höheren Gruppe kommen neu Aufgaben hinzu, daher ist hier die Stufe 2 nachvollziehbar. Ich habe aber die letzten 9 Jahre zusätzlich zu meinen Aufgaben auch die Tätigkeiten wahrgenommen, die laut S8a gefoerdert und bezahlt werden.
Ich möchte mich gerne mein Anliegen, die Eingruppierung zu überprüfen, mit den relevanten rechtlichen Argumenten unterstützen und brauche daher genauere Hinweise auf Paragraphen o.ä. .
Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2017 | 20:52

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:

Die Höhergruppierung erfolgt grundsätzlich nicht stufengleich, sondern jeweils in die Stufe, in der man mindestens das Entgelt erhält, das man vorher hatte.

Aber haben Sie neue Aufgaben übernommen, muss insgesamt eine Neubewertung und Eingruppierung danach stattfinden.

Die Beschäftigten werden bei einer Höhergruppierung, gemäß dem TVöD § 17 Abs. 4 Satz 1, mindestens der Stufe 2 der neuen Entgeltgruppe sowie dem bis dato erhaltenem Entgelt zugeordnet.

Entscheidend bleibt aber die ausgeübte Tätigkeit und die etwaige Zuweisung von neuen Aufgaben. Das wäre hier genau zu prüfen. Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen Daniel Hesterberg Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 29.11.2017 | 14:58

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 29.11.2017 3,6/5,0
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