Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
490.902
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

TVöD Eingruppierung nach Versetzungen


11.04.2018 09:54 |
Preis: 55,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Bei Eingruppierungen im öffentlichen Dienst bzw. Einteilung der Stufe kommt es auch auf die Berufserfahrung des Arbeitnehmers an. Hierbei besteht bei bestehender Berufserfahrung die Möglichkeit höher eingruppiert zu werden. Wird dies unterlassen,kann man klageweise die richtige Einstufung einfordern


Ich bin in einem Unternehmen seit 6 Jahren tätig.

Zu Anfang meiner Tätigkeit wurde ich in SuE 4 Stufe 2 eingruppiert. Hier beläuft sich die Laufzeit der Stufe auf 3 Jahre.
Nach 1 Jahr und 8 Monaten, wechselte ich nachdem ich mich auf eine andere Stelle im Unternehmen beworben, auf eine Stelle mit der Eingruppierung SuE 5 Stufe 2. Dort fing dann die Laufzeit erneut bei 0 an.

Nach 1 Jahr und 8 Monaten in dieser Tätigkeit, bewarb ich mich dann auf eine befristeten Einsatz im Bereich meiner anfänglichen Tätigkeit in dem Unternehmen. Bei der Befristung handelte es sich um ein Beschäftigungsverbot bzw. die anschließende Elternzeit einer Kollegin. Bei dieser Versetzung wurde ich entsprechend der Tätigkeit auch wieder rückgruppiert in SuE 4 Stufe 2 und die Laufzeit fing wieder bei 0 an.

Nach 2 Jahren und 4 Monaten, bewarb ich mich dann auf eine ausgeschriebene Stelle als Elternzeitvertretung in einem anderen Bereich, wo ich meine Qualifikation besser einbringen kann. Die Versetzung erfolgte dann und in diesem Bereich, bin ich in VKA E9 Stufe 2 eingruppiert. Die Laufzeit beginnt hier erneut bei 0. Der Aufstieg in Stufe 3 wäre somit im Jahr 2021 erreicht. Die Befristung der Stelle gilt jedoch aktuell nur bis zum 08.02.2020. Dies würde für mich bedeuten, dass ich vor dem erreichen der Stufe 3 erneut im Unternehmen wechseln muss und dort dann erneut die Stufe 2 von vorne anfängt zu laufen.

Ich bin nun schon 6 Jahre im Unternehmen und befinde mich durch die Versetzungen immer noch in der Stufe 2. Habe ich irgendwelche Möglichkeiten das ich die Stufe 3 nun auch einmal erreiche.

In meiner anfänglichen Tätigkeit habe ich mit einer Unterbrechung von 1 Jahr und 8 Monaten, insgesamt 4 Jahre gearbeitet bevor ich auf die aktuelle Stelle gewechselt bin. Ich habe somit in der Stufe 2, bezogen auf meine anfängliche Tätigkeit 4 Jahre zurückgelegt und hätte damit die Stufe 3 erreicht.

Gibt es die Möglichkeit, dass ich gegenüber dem Arbeitgeber erkläre das ich noch 8 Monate nach S 4 Stufe 2 bezahlt werden möchte und erst dann höhergruppiert werden möchte. Dies hätte den Vorteil, dass ich die Stufe 3 erreiche und bei der Eingruppierung in E9 dann auch der Stufe 3 zugeordnet werde. Ist eine solche Regelung einzelvertraglich möglich?

Oder gibt es eine andere Möglichkeit um von der Stufe 2 nach 6 Jahren Beschäftigung weg zu kommen. Es fangen im Unternehmen neue Kolleginnen und Kollegen an, die aufgrund von § 16 Abs. 2 TVöD einschlägige Berufserfahrung haben und dann in Stufe 3 beginnen.

Zudem ist es im Unternehmen nicht einfach Kolleginnen und Kollegen für Elterzeitvertretungen zu finden, da es sich hier um befristete Angelegenheiten handelt.

Es würde mich freuen, wenn Sie mir eventuell eine Weg aufzeigen könnten, mit dem ich gegenüber dem Arbeitgeber antreten kann. Ich bin echt verzweifelt, da ich auch nach so vielen Jahren immer noch in Stufe 2 bin.

11.04.2018 | 10:43

Antwort

von


238 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: http://www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine einzelvertragliche Regelung dürfte angesichts der bestehenden tariflichen Regelungen ausscheiden. Gleichwohl gilt, dass die Stufenlaufzeiten bei erheblich über bzw. unter dem Durchschnitt liegenden Leistungen des Mitarbeiters verkürzt bzw. verlängert werden können. Ferner ist bei Neuverträgen eine bestehende Berufserfahrung für die Stufenwahl zu berücksichtigen. Insofern besteht aber ein Ermessen. Wieso nicht entsprechend den Neuverträgen in Ihrem Fall der Versetzung diese Berufserfahrung anerkannt worden ist, erschließt sich mir nicht. Sie müssten insofern das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber suchen. Andernfalls hilft nur eine Klage, weil Ihre Berufserfahrung nicht anerkannt worden ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2018 | 11:57

Kann ich eventuell dem Arbeitgeber deutlichen machen, dass er mir ja Vertretungsweise die Aufgaben der in Elternzeit befindlichen Kollegin übertragen hat und dies auch entsprechend befristet ist. Dann müsste ich eigentlich nach meinem Verständnis die Zulage erhalten.

Somit würde ich in SuE 4 Stufe 2 verbleiben und erhalte für die befristete Zeit die Zulage (Differenz zur EG 9) gezahlt. Somit würde keine neue Eingruppierung erfolgen und meine Stufenlaufzeit würde weiterlaufen. Somit käme der Aufstieg in Stufe 3 näher und wäre mir gegenüber auch fair.

Ist diese Vorgehensweise nur anwendbar, wenn der Arbeitgeber sein Direktionsrecht ausübt oder gilt es auch wenn, ich mich durch eine Bewerbung auf die Stelle bereit erkläre diese Aufgaben zu übernehmen und der Arbeitgeber sich für mich entscheidet.

Bei uns im Betrieb werden entsprechend immer befristete Versetzungen für Elternzeitvertretungen durchgeführt und der Betriebsrat entsprechend angehört. In Verbindung mit der Versetzung erfolgt dann auch, wenn es sich um eine höherwertigere Stellen handelt um einen neue Eingruppierung.

Würde mich freuen, wenn Sie dazu noch etwas sagen könnten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2018 | 12:15

wenn ich Sie richtig verstehe, lief der bisherige Vertrag weiter, sodass ich nicht nachvollziehen kann, warum er erfahrungsbedingt die Stufe nicht erhöht hat. Darauf besteht meines Erachtens ein Anspruch. Man könnte tatsächlich auf dem Standpunkt stehen, dass sich dann - weil vorübergehend - die Einordnung in SuE 4 nicht ändern darf, nur ergänzt um die Zulage. Aber ansonsten ist dennoch konsequent die Stufe anzupassen, was hier unterblieben ist.

Bei einem Neuvertrag gilt das Gesagte definitiv entsprechend, das sehen Sie richtig.

Grds. ist die neue Eingruppierung richtig und auch angemessen. Ich unterstelle mal, dass ansonsten die Wirksamkeitsvoraussetzungen vorliegen. Aber wenn eine neue Eingruppierung erfolgt, ob Versetzung oder Neuvertrag, muss auch die Einstufung die Erfahrungen, wie ausgeführt, berücksichtigen.

Wurde alles beantwortet? Wenn nein, kommen Sie mittels Email auf mich zu bzw. wenn eine weitere Vertretung gewünscht ist.

mfg Hellmann, RA


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
ANTWORT VON

238 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: http://www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 62411 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,4/5,0
Die erste Antwort etwas an der Frage vorbei beantwortet; dann aber selbst bemerkt und für mich eindeutig und verständlich beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde umfangreich und vollständig beantwortet. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER