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| 04.12.2013 14:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



mein Mann will sich von mir scheiden lassen. Wir haben 2 gemeinsame kleine Kinder und es wurde vor der Ehe ein Ehevertrag geschlossen. In diesem geht es hauptsächlich um die Modifizierung des gesetzlichen Güterstandes / Zugewinn. Jeder kann ohne Zustimmung des anderen über sein Vermögen verfügen. Der Zugewinnausgleich wurde ausgeschlossen. Außerdem wurde Ehegattenunterhalt für die Ehefrau (mich) vereinbart. Zudem wurde der Versorgungsausgleich ausgeschlossen, aber im Gegenzug eine Lebensversicherung abgeschlossen.
Nun meine Fragen: Da wir nun im Haus meines Mannes getrennt leben stellt sich mir die Frage, ob er in der Trennungszeit auf den meinen Auszug bestehen kann? Und wie ist der weitere Ablauf für mich. Benötigen wir einen Anwalt in der Trennungszeit? Muss ich sonst noch irgendetwas beachten / tun?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


ich raten Ihnen dringend dazu, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen. Reichen die finanziellen Mittel nicht aus, besteht ggfs. die Möglichkeit, Beratungshilfe

http://ra-bohle.blog.de/2013/05/31/beratungshilfe-16075410/

zu beantragen.


Es wären zunächt die Vereinbarungen zu überprüfen, da sehr häufig dise Vereinbarungen unwirksam sind und Sie dann gesetzliche Ansprüche gegen Ihren Mann haben könnten.

Diese Ansprüche gibt es in der Regel aber nur für die Zeit nach Antragstellung, so dass Sie mit der Beauftragung eines Rechtsanwaltes nicht lange warten sollten.


Grundsätzlich kann der Alleineigentümer eines Hauses auch vom Ehepartner den Auszug verlangen.

Allerdings besteht auch in Hinblick auf die Kinder durchaus die Möglichkeit, dass Ihnen für eine gewisse Zeit das Wohnrecht seitens des Gerichtes zugewiesen wird - dieses Recht könnte Ihnen unabhängig von den Eigentumsverhältnisses zustehen.

Auch das wird der Rechtsanwalt zu prüfen und ggfs. zu beantragen haben.


Nach Ablauf des Trennungsjahres kann dann - sofern keine Versöhnung in Betracht kommt, Scheidungsantrag gestellt werden, wobei der Antragsteller anwaltlich vertreten sein muss. Da so ein Verfahren das restliche Leben beeinflussen wird, sollte immer auch der Antragsgegner anwaltlich vertreten werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/

Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2013 | 15:13

Sehr geehrter Herr Bohle,

vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort. In welchem Zeitraum genau meinen Sie könnten gesetzliche Ansprüche gegen meinen Mann gültig gemacht werden? (Die Trennungszeit hat gerade erst begonnen - seit 1 Monat). Und welche Gründe kommen in Frage, weshalb Vereinbarungen in Eheverträgen unwirksam werden(dieser wurde nämlich gerade erst im August 2010 kurz vor der Eheschließung angefertigt). Danke im Voraus für die Beantwortung meiner Nachfrage. Freundliche Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2013 | 15:35

Sehr geehrte Ratsuchende,


theoretisch könnten mögliche Ansprüche ab Antragstellung geltend gemacht werden - genau daraum ist es wichtig, alles schnell prüfen zu lassen. Nur dann kann ein solcher Antrag gestellt werden und ab diesem Moment besteht dann eben die Möglichkeit, die Ansprüche durchzusetzen.


Ob die Vereinbarung unwirksam ist, lässt sich nur nach einer Prüfung beurteilen.

Immer dann, wenn eine Partei unangemessen benachteiligt wird, kommt eine Unwirksamkeit in Betracht.

Auch darf der Unterhalt nicht so geregelt sein, dass es dann eine Vereinbarung zulasten Dritter darstellt. Wenn z.B. der Trennungsunterhalt derart reduziert worden ist, dass Sie zum Leben staatliche Hilfe benötigen, wäre diese Vereinbarung "zulasten dritter" und damit unwirksam.

Die Unwirksamkeit liegt auch dann vor, wenn Sie in irgendeiner Weise zum Vertragsabschluss gedrängt worden sind, so dass die Gesamtumstände entscheidend sind.

Wennn - wie bei Ihnen - die gesetzliche Vorgabe modifiziert wird, kommt es auch darauf an, wie genau diese Modifizierung gestaltet ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/

Bewertung des Fragestellers 08.12.2013 | 21:38


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