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Sturz von unbeleuchteter Treppe

22.06.2008 13:31 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte Damen und Herren,

bei dem Verlassen der Abiturfeier meiner Stiefschwester bin ich von der schwach ausgeleuchteten Treppe der Gaststätte gefallen, da ich im Dunkeln die letzte Stufe nicht sehen konnte. Im Krankenhaus wurde mir mitgeteilt, dass ich dadurch eine starke Zerrung oder einen leichten Bänderanriss erlitten habe.

Die direkt nach diesem Unfall von meinem Lebensgefährten befragte Security, die auf den obersten Stufen dieser Treppe stand, machte die Aussage, dass mehr Licht nich möglich sei, da dies nicht in der Verantwortung des Gaststättenbetreibers liege sondern in der des Anlagenbetreibers (Trabrennbahn).

Aufgrund der Dunkelheit hatte ich mich schon an dem Geländer festgehalten und stieg diese Treppe seitwärts ab und trotzdem kam es zu diesem Unfall.

Dies geschah in der Nacht vom 20. auf den 21.6.. Den Vorfall haben wir bisher nicht bei der Polizei angezeigt.

Jetzt ist meine Frage, ob man gegen den Trabrennbahnbetreiber vorgehen sollte/kann oder ob die ganze Sache einfach zu den Risiken des täglichen Lebens gehört. Ich bin Studentin und habe somit noch nicht einmal einen Arbeitsausfall und bleibende Schäden sind wohl auch eher nicht zu erwarten.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Auf Schadensersatz und Schmerzensgeld könnten Sie den Gaststättenbetreiber bzw. Anlagenbetreiber mit Erfolgsaussicht in Anspruch nehmen, wenn Sie darlegen und nachweisen könnten, dass hier eine Verkehrssicherungspflicht verletzt wurde. Der Betreiber hat aufgrund des Betriebes sicherzustellen, dass die dadurch eröffneten Gefahren bestmöglichst abgesichert sind. Nun wird in der Tat darauf abzustellen sein, ob eine weitere, zusätzliche Beleuchtung notwendig war, oder aber, ob die bisherige Beleuchtung unter Berücksichtigung der Treppenkonstruktion bereits ausreichte, um der Verkehrssicherungspflicht hinreichend nachzukommen. Der Betreiber muss nämlich nach herrschender Rechtsprechung nicht dafür sorgen, dass ein Schadenseintritt für jede Eventualität verhindert wird, sondern lediglich dafür sorgen, dass ein typischer und zu erwartender Schaden nicht eintritt.

Letztlich werden die Erfolgsaussichten Ihrer ggf. beabsichtigten Vorgehensweise maßgeblich von einer Inaugenscheinnahme der örtlichen Gegebenheiten abhängen.
Das Risiko, hier zu unterliegen mit der Argumentation, dass der Betreiber seiner Verkehrssicherungspflicht hinreichend nachgekommen ist, betrachte ich als erheblich.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben dienlich gewesen zu sein. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruht und das Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Informationen die Antwort auch komplett verändern kann.
Die Beratung in diesem Forum bietet eine erste rechtliche Orientierung, kann den Gang zum Anwalt vor Ort aber keinesfalls ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen,


Bitter
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 22.06.2008 | 14:54

Sehr geehrte Frau Bitter,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wie kann denn eine Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht aussehen? Also gehören ein Geländer, das nicht bis zur letzten Stufe durchgeht und eine nicht markierte letzte Stufe bereits auch dazu? Und in welchem preislichen Rahmen würden sich denn Schadenersatz und Schmerzensgeld befinden?

Könnte ich z.B. für eine erneute Anfrage hier im Forum Fotos von der Treppe bei Tag machen und versuchen die Situation nochmal so gut wie möglich bei Nacht abzulichten, sodass ich dann eine genauere Beurteilung der Erfolgsaussichten bekommen kann? Oder würde dies für dieses Forum zu weit gehen? Wie wäre denn ihr Rat zum weiteren Vorgehen?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.06.2008 | 12:40

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Für eine konkrete Einschätzung der Aussichten wäre es sicherlich sinnvoll, einen Anwalt vor Ort einzuschalten. Erfahrungsgemäß ist hierfür eine Besprechung notwendig, weshalb dieses Forum hier wenig geeignet erscheint für diese Zwecke.

Die Höhe des Schadensersatzes und des Schmerzensgeldes hängen von der konkreten Beeinträchtigung durch den Vorfall und des konkret entstandenen materiellen Schadens ab.

Sollte sich das Geländer in der Tat als für die Treppe nicht ausreichend darstellen, dann könnten Sie mit einiger Aussicht eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen,


Bitter

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