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Sturz im Hausflur


| 13.06.2005 21:50 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Hallo,
meine oma hat vor einiger zeit (Anfang März) zu Hause in ihrer Mietwohnung ihren Geburtstag gefeiert. Beim Nachhausegehen ist einer der Gäste im Hausflur (Steinboden, es war wohl nass, da geschmolzener Schnee von Schuhen auf dem Boden lag) ausgerutscht und hingefallen. Erhat sich am Knie verletzt, mußte ins Krankenhaus, wo er auch operiert wurde. Er hat das ganze wohl seiner Unfallversicherung gemeldet.
Gestern hat meine Oma post von der Barmer bekommen, sie möge bitte ihre Haftpflichtversicherung anschreiben, denn diese müßte die Behandlungskosten ihres Geburtstagsgastes übernehmen, da meine Oma für den Unfall voll haftbar sei.

Meine Fragen:
1. Wenn jemand haftet, dann ja wohl der Vermieter und nicht meine Oma als Mieterin einer Wohnung (Erdgeschoss) in diesem Haus, oder?
2. Kann die Barmer überhaupt etwas verlangen? Schließlich war der Unfall ja nicht in einem Geschäft, sondern bei einer privaten Feier.
3. Gibt es nicht sowas wie "Sorfalt in eigenen Angelegenheiten"?
4. Was soll meine Oma der Barmer antworten? (sie ist 81 und die Sache regt sie fürchterlich auf)

Vielen Dank!!

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Guten Abend,

es kommt -wie so häufig- auf die Umstände des Einzelfalles an.
Grundsätzlich haftet für einen derartigen Unfall, wie Sie ihn schildern, der Inhaber der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Dies bedeutet, daß derjenige, der generellen Zugang zu seinen Räumen gibt, auch dafür sorgen muß, daß den Gästen nichts passiert.Die Verkehrssicherungspflicht ist im übrigen unabhängig davon, ob es sich um private Räume oder um Geschäftsräume handelt

Ich verstehe Ihre Schilderung so, daß Ihre Großmutter Mieterin einer Erdgeschoßwohnung ist, der Flur, in dem der Gast zu Fall gekommen ist, aber nicht mehr zur Wohnung, sondern zum Treppenhaus gehört. In diesem Fall ist Ihre Auffassung zutreffend, daß nicht Ihre Großmutter als Mieterin, sondern der Vermieter dafür sorgen muß, daß der Flur sauber und gefahrenfrei ist. Etwas anderes gälte nur dann, wenn etwa im Mietvertrag die Reinigungspflicht auf die jeweiligen Mieter übertragen wäre.

Zudem kommt sicherlich auch ein gewisses Mitverschulden des Gastes hinzu. Sofern ich eine Gefahrenquelle erkennen kann, muß ich mich auch vorsichtig verhalten, um diese zu umgehen. Hier kommt es aber auf die genauen Umstände an -wie genau war das Treppenhaus ausgeleuchtet, waren die Schneereste erkennen usw.

Ich meine aber, daß Ihrer Großmutter hier keine Haftung auferlegt werden kann. Sie sollte gegenüber der Krankenkasse eindeutig darauf hinweisen, daß der Hausflur nicht mehr zu der angemieteten Wohnung gehörte und eine Haftung ablehnen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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