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Sturz durch ungesicherte Tür


| 03.04.2007 00:17 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor einigen Tagen war ich bei Freunden mit meinem Sohn ( 5 Jahre ) zu Besuch. Auf der gemeinsamen Suche nach einer Toilette öffnete mein Sohn eine völlig normal aussehende Tür ( Zimmertür ) und stürzte etwa eine sich ohne Absatz unmittelbar dahinter befindliche, steile und unbeleuchtete Treppe etwa 3 Meter tief hinab. Ich befand mich etwa einen Meter entfernt.
Es gab also keinen Umstand, der sich hinter der Tür befindliche Gefahr vermuten ließ.
Ich meine der Aufsichtspflicht genüge getan zu haben, da ich mich in unmittelbarer Nähe meines Sohne befunden habe.

Glücklicherweise wurde mein Sohn dabei nicht verletzt. Allerdings wirft sich an dieser Stelle folgende Frage auf:

Wer haftet wenn mein Sohn ernsthaft verletzt oder gar zu Tode gekommen wäre und in welchem Umfang?


Vielen Dank!

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Sehr geehrter Fragender,

es freut mich sehr, dass dem Kind nichts passiet ist!

Grundsätzlich ist derjenige, der eine Gefahrenquelle schafft, verpflichtet, Sicherungsvorkehrungen zu treffen, die andere Personen von Schäden abhalten (man kennt die bekannten Urteile über das Streuen der Gehwege).

So wäre z.B. in diesem Fall bei einer derart steilen Treppe eine Beleuchtung anzubringen gewesen, ein Hinweisschild oder die Tür einfach abgeschlossen zu halten.

Allerdings geht der Schadensersatz nicht so weit, wie in Amerika (die Frau, die sich bei McDonals verbrannt und nun ausgesorgt hat!!!). Auch sind die Anforderungen nicht zu überstrapazieren - in Amerika steht auf jedem Trinkbecher ein Hinweisschild.

Jedoch hat z.B. das Landgericht Berlin einen Vermieter bzgl. des Sturzes seines Mieters auf einer dunklen Treppe zu 2.500 EUR Schmerzensgeld verurteilt.

Es stand auf dem Standpunkt, dass eine Beleuchtung angebracht gewesen sei.
Auch Stolperfallen sind zu entfernen.

Wie gesagt, man kann nicht alles verhindern, aber Gefahrenquellen sind zu beseitigen.

Ich hoffe, Ihnen einen Einblick gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Corina Seiter

Nachfrage vom Fragesteller 03.04.2007 | 00:43

Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Haftet der Verursacher der Gefahrenquelle ( Also der Hauseigentümer ?! ) denn auch für die Behandlungskosten?
Die Frage ist für mich relevant, da mein Sohn mit mir privat krankenversichert ist und eine umfangreiche, kostenintensive Behandlung möglicherweise Einfluß auf die Kostenentwicklung der Beiträge haben kann.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 17:22

Prinzipiell ist der Geschädigte so zu stellen, als wenn das schädigenden Ereignis nicht eingetreten wäre, d.h. es sind auch Kosten zu tragen, die z.B. durch nicht von der Kasse getragene Zusatzleistungen entstehen, bi krankehausaufenthalten Kosten der Eltern bei kleinen Kindern, Verdienstausfal bei Arbeitnehmern etc..

Bezüglich der Höhe gibt es mittlerweile durch die Rechtsprechung gefestigte Tabellen, das kann aber jedes Gericht anders sehen.

Allerdings weise ich darauf hin, dass es keinen potentiellen Schadensersatz/Schmerzensgeld gibt, wenn ihr Sohn sich nicht verletzt hat.

Sollte dem doch so sein (hier ist insbesondere auch auf Schäden hinzuweisen, die ggf. jetzt gar nicht zu sehen sind, Gehirnerschütterung, innere Verletzung), bietet sich immer ein ärztliches Attest an.

Sollte der Fall über die Erstberatung hinausgehen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

Ergänzung vom Anwalt 03.04.2007 | 01:17

Prinzipiell ist der Geschädigte so zu stellen, als wenn das schädigenden Ereignis nicht eingetreten wäre, d.h. es sind auch Kosten zu tragen, die z.B. durch nicht von der Kasse getragene Zusatzleistungen entstehen, bi krankehausaufenthalten Kosten der Eltern bei kleinen Kindern, Verdienstausfal bei Arbeitnehmern etc..

Bezüglich der Höhe gibt es mittlerweile durch die Rechtsprechung gefestigte Tabellen, das kann aber jedes Gericht anders sehen.

Allerdings weise ich darauf hin, dass es keinen potentiellen Schadensersatz/Schmerzensgeld gibt, wenn ihr Sohn sich nicht verletzt hat.

Sollte dem doch so sein (hier ist insbesondere auch auf Schäden hinzuweisen, die ggf. jetzt gar nicht zu sehen sind, Gehirnerschütterung, innere Verletzung), bietet sich immer ein ärztliches Attest an.

Sollte der Fall über die Erstberatun hinausgehen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter


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