Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sturz bei Discounter

| 10.02.2016 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Zum Umfang des Schadenersatzes und Schmerzensgeldes bei einem Sturz mit Schulter- und Knieprellung

Bin am 4.12.2015 bei einem Discounter in der Kassenzone ausgerutscht(Nasser Fleck)es wurde auch ein Unfallbericht aufgenommen.Ich war beim Arzt es wurden Prellungen festgestellt Schulter und Knie.Die Versicherung hat mich angeschrieben ich soll meine Foderungen stellen,wi soll ich es schreiben und was kann ich fodern.Ich habe immer noch Schmerzen im Knie war auch schon bei der Kernspind aber ist wurde nichts relevantes festgestellt.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Schadenersatzansprüche wegen ärztlicher Behandlungskosten, die von Ihrer Krankenkasse getragen werden, gehen auf die Krankenkasse über und werden von dieser selbst geltend gemacht.

Ihnen steht die Erstattung von Ihnen selbst zu tragender Kosten, wie etwa Eigenbeteiligung an den Arzt- und Behandlungskosten sowie Attestkosten, zu.

Daneben steht Ihnen wegen Verletzung des Körpers und der Gesundheit als Ersatz für immaterielle Schäden nach § 253 Abs. 2 BGB eine billige Entschädigung in Geld ("Schmerzensgeld") zu.

Hier kommt es auf Ausmaß der Verletzung, aber auch Länge der Behandlungsdauer, einer eventuellen Arbeitsunfähigkeit und der körperlichen Beeinträchtigungen an. Das Landgericht Essen hat für Schulterprellungen bei dreimonatiger Behandlungsdauer ein Schmerzensgeld von 750,00 € zugesprochen (Urteil vom 12.05.2005 - Aktenzeichen: 4 O 470/04). Das Landgericht Wiesbaden hat für eine HWS-Distorsion 3. Grades ("Verstauchung"), Kniegelenksprellung und Fersenbeinstauchung bei 25%-igen Mitverschulden des Geschädigten ein Schmerzensgeld von 1.100,00 € zugesprochen (Urteil vom 21.03.2007 - Aktenzeichen: 10 O 6/05). Das Amtsgericht Mannheim hat für eine Knie-, Unterschenkel- und Beckenprellung bei drei Wochen Arbeitsunfähigkeit 600,00 € Schmerzensgeld zugesprochen (Urteil vom 30.11.2007 - Aktenzeichen: 9 C 437/07). Unter Berücksichtigung dieser Vergleichsurteile halte ich in Ihrem Fall ein Schmerzensgeld von 1.000,00 € - 1.500,00 € für realistisch. Aus verhandlungstaktischen Gründen sollte man bei der Forderungsstellung an die Versicherung erst einmal an die Obergrenze gehen.

Sollten Sie einen Verdienstausfall erlitten haben, den nicht ein Arbeitgeber im Wege der Lohnfortzahlung trägt, können Sie diesen auch erstattet verlangen.

In einem Schreiben an die Versicherung beschreiben Sie erst kurz den Unfallhergang, die körperlichen Beeinträchtigungen und Behandlungsdauer sowie Dauer einer Arbeitsunfähigkeit unter Vorlage des ärztlichen Attestes. Sodann listen Sie die Schadenspositionen auf

- Eigenbeteiligung
- Attestkosten
- Schmerzensgeld
- (Verdienstausfall)

und fordern die Versicherung unter Fristsetzung zur Zahlung auf.

Es sollte auch gefordert werden, dass wegen möglicher, noch nicht bekannter Folgeschäden hinsichtlich der Knieverletzung auf die Einrede der Verjährung verzichtet wird.

Sie können auch einen Anwalt mit der Verfassung des Schreibens beauftragen. Der Schädiger ist auch verpflichtet, Ihnen die Kosten der anwaltlichen Vertretung zu erstatten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 10.02.2016 | 20:53

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Super die Antwort hat mir sehr geholfen"